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Verbundprojekt Generative KI im Zulassungsprozess

Quelle: Pressemitteilung Medical Mountains und Fraunhofer IAO 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „GenAI-Med“ kooperieren die Medical Mountains GmbH und das Fraunhofer IAO, um die Potenziale generativer Künstlicher Intelligenz im Zulassungsprozess für Medizinprodukte zu untersuchen. Input liefert ein Workshop in Tuttlingen am 23. Januar.

Input für das Verbundprojekt wird bei einem Workshop in Tuttlingen generiert (Archivbild).(Bild:  Archiv MedicalMountains GmbH)
Input für das Verbundprojekt wird bei einem Workshop in Tuttlingen generiert (Archivbild).
(Bild: Archiv MedicalMountains GmbH)

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt immer mehr zu. In zahlreichen Branchen wird sie eingesetzt, um Prozesse zu optimieren, Effizienz zu steigern und neue Lösungen zu entwickeln. Im Gesundheitswesen hilft KI beispielsweise bei der medizinischen Bildgebung und der Diagnose von Krankheiten. Ganz anders sieht es jedoch in Medizintechnik-Unternehmen aus, wenn Akten auf Vollständigkeit geprüft oder Gebrauchsanweisungen angepasst werden sollen: Diese Zurückhaltung gegenüber generativer KI will das Projekt „GenAI-Med“ von Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation gemeinsam mit Medical Mountains überwinden. „Bis ein Medizinprodukt beim Patienten ankommt, bindet die Umsetzung von Regularien und Verordnungen enorm viele der ohnehin schon beschränkten Ressourcen“, erinnert Meinrad Kempf, Projektmanager bei Medical Mountains. Gleichzeitig sei für viele Medizintechnik-Unternehmen die Einbindung digitaler Technologien in die bestehenden Prozesse noch schwer vorstellbar. Bedarf und Unterstützung haben noch nicht zusammengefunden. Hier kommt GenAI-Med ins Spiel.

Das Verbundprojekt wird im Rahmen des Programms „DATIpilot“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Fraunhofer IAO bringt seine strukturellen und technologischen Kompetenzen ein. Medical Mountains bildet die Schnittstelle zur Medizintechnik-Branche. Die Partner sind überzeugt: Generative KI hat das Potenzial, besonders kleinen und mittleren Unternehmen im Zulassungsprozess unter die Arme zu greifen.

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Workshop-Ergebnisse fließen in Demonstrator ein

Wo der Hebel angesetzt werden kann, wird zunächst in Workshops mit Unternehmen ermittelt. Daraus wird der Anforderungskatalog für einen Demonstrator formuliert. Was bedeutet: „Die technische Umsetzung erfolgt zunächst an einem konkreten Beispiel“, erläutert Dr.-Ing. Maximilien Kintz, Leiter des Teams Angewandte Künstliche Intelligenz am Fraunhofer IAO. Aus dem Ergebnis könnten dann eine ganze Reihe an Erkenntnissen abgeleitet werden. „Etwa, welche Datenqualität es für einen sinnvollen Output braucht, wie viel Aufwand eingespart wird, welche weiteren Bereiche profitieren könnten, wo im eigenen Unternehmen neue Kompetenzen aufgebaut werden sollten.“ Hauptsächlich aber gehe es darum, einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen, Handlungsempfehlungen zu entwickeln und so der Branche Impulse für die eigene Umsetzung zu geben.

„Der Bedarf an standardisierter und effizienter Unterstützung wird noch steigen“, sagt KI-Spezialist Jens Drawehn vom Fraunhofer IAO. „Wer sich jetzt auf den Weg macht, generative KI kennenlernt und nutzt, wird fraglos einen Wettbewerbsvorteil haben.“

Der erste GenAI-Med-Workshop findet am 23. Januar in Tuttlingen statt. Der kreative Austausch wendet sich an Hersteller, um mögliche Einsatzbereiche generativer KI im Zulassungsprozess von Medizinprodukten zu ermitteln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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