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Koalitionsverhandlungen BV-Med betont Relevanz der Medizintechnik für Deutschland und fordert politische Unterstützung

Quelle: Pressemitteilung BV-Med 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband Medizintechnologie drängt in den aktuellen Koalitionsverhandlungen auf eine stärkere Berücksichtigung der Medizintechnik in Deutschland. Eine eigenständige Medtech-Strategie soll Innovationskraft und Wachstum fördern, um die Gesundheitsversorgung und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Dr. Marc-Pierre Möll: „Der neuen Bundesregierung bietet sich mit der Medizintechnik im Land eine große Chance. Sie sollte sie mit einer kraftvollen Medtech-Strategie nutzen.“(Bild:  Tina Eichner)
Dr. Marc-Pierre Möll: „Der neuen Bundesregierung bietet sich mit der Medizintechnik im Land eine große Chance. Sie sollte sie mit einer kraftvollen Medtech-Strategie nutzen.“
(Bild: Tina Eichner)

Der Bundesverband Medizintechnologie (BV-Med) erwartet von den Koalitionsverhandlungen neben den Themen Sicherheit, Infrastruktur und Migration auch klare Signale zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Dazu sei es wichtig, die Chancen der industriellen Gesundheitswirtschaft (iGW) für Innovation und Wachstum zu nutzen und „insbesondere die in Deutschland noch sehr starke Medizintechnik als Leitmarkt in den Fokus zu nehmen und bei den strategischen Industrien ergänzend zur Pharmabranche aufzunehmen“, sagte BV-Med-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Zudem müsse es innerhalb der Bundesregierung eine bessere ressortübergreifende Koordinierung der iGW- Themen geben.

Die Wahlprogramme bieten dazu nach Ansicht des BV-Med gute Ansätze. So ist u. a. von einem starken Gesundheitsstandort die Rede – und dass die Gesundheitswirtschaft zu einer echten Leitökonomie gemacht werden müsse. Dazu sollen Standort- und Wettbewerbsbedingungen für die Gesundheitswirtschaft verbessert und die Entwicklung neuer Produkte erleichtert werden, beispielsweise durch schnellere Zulassungsverfahren. Entscheidende Faktoren für die Zukunft der deutschen Wirtschaft seien „Innovationen, Digitalisierung und KI“, heißt es in der Agenda 2030 der Union.

„Das ist genau das, was Medtech in Deutschland bietet: eine innovationsstarke Branche, die moderne, digitale und KI-gestützte Lösungen schafft, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern, Prozesse effizienter zu machen und medizinisches Personal zu entlasten – und damit gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland schafft“, erklärt Möll.

Überlegene Arbeitsplatzanzahl und wirtschaftliche Bedeutung im Vergleich zur Pharmaindustrie

Im Vergleich zur Pharmabranche bietet die Medtech-Branche mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze.(Grafik: BV-Med)
Im Vergleich zur Pharmabranche bietet die Medtech-Branche mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze.
(Grafik: BV-Med)

Ein Blick auf die offiziellen Zahlen der Bundesregierung zeige die hohe Relevanz der Medizintechnik nicht nur für die Gesundheitsversorgung, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland. So stehe die Medtech-Branche beispielsweise für mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie die Pharmabranche sowie mehr Produktionswert, Bruttowertschöpfung und Ausstrahleffekte auf andere Branchen.

Forderungen des BV-Med

Der BV-Med fordert von der neuen Bundesregierung u. a. eine eigenständige Medtech-Strategie mit ressortübergreifend abgestimmten Maßnahmen. Neben einer besseren Koordinierung der Ressorts Wirtschaft, Forschung, Gesundheit und Finanzen und einem strukturierten Dialog zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft gehören dazu aus Sicht des Medtech-Verbandes:

  • bessere Rahmenbedingungen für Produktion und Forschung in Deutschland,
  • eine bessere Resilienz des Gesundheitssystems durch strategische Souveränität,
  • eine wettbewerbsfähige Regulatorik mit einer verbesserten EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und KMU-Unterstützung sowie
  • eine Entbürokratisierungs-Offensive.

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