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Export stärken Spectaris: Mercosur-Abkommen schafft wirtschaftliche Vorteile für deutsche Medtech-Branche

Quelle: Pressemitteilung Spectaris 2 min Lesedauer

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Das EU-Mercosur-Abkommen wird von Spectaris als Fortschritt für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika angesehen. Es ermöglicht deutschen Unternehmen, v. a. KMU, den Zollabbau auf wichtige Produkte der Medizintechnik und Photonik und öffnet den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen. Spectaris fordert, die geopolitischen Risiken im Blick zu behalten, sieht jedoch strategische Chancen in der Partnerschaft mit Lateinamerika.

Spectaris ist überzeugt, dass das EU-Mercosur-Abkommen Exporte deutscher Photonik-, Labortechnik und Medizintechnik-Unternehmen stärkt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Spectaris ist überzeugt, dass das EU-Mercosur-Abkommen Exporte deutscher Photonik-, Labortechnik und Medizintechnik-Unternehmen stärkt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Spectaris, der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik, begrüßt die bevorstehende Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens als wichtigen Schritt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika. Das Abkommen eröffne insbesondere für deutsche Unternehmen aus Photonik, Medizintechnik, Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie der Augenoptik neue Marktchancen.

Für viele Produkte dieser Branchen – darunter Lasersysteme, optische Komponenten, medizinische und diagnostische Geräte sowie Labor- und Analyseinstrumente – sollen die bislang in den Mercosur-Staaten erhobenen Einfuhrzölle von häufig 14 bis 18 Prozent vollständig entfallen. Gerade für mittelständische Hightech-Unternehmen könne dies die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und den Marktzugang erleichtern. Positiv zu bewerten sei zudem der erstmals geregelte Zugang europäischer Unternehmen zu öffentlichen Ausschreibungen, u. a. im Gesundheitswesen. Dies kann mittelfristig neue Möglichkeiten für die Ausstattung von Krankenhäusern, Laboren und diagnostischen Einrichtungen eröffnen. Ergänzend sollen transparentere Zollverfahren und klarere Regeln insbesondere KMU entlasten.

Das Mercosur-Abkommen

Das Mercosur-Abkommen ist ein Freihandels- und Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Nach über 20 Jahren Verhandlungen wurde es 2024 abgeschlossen, mit einer geplanten vorläufigen Inkraftsetzung für 2026. Das Abkommen zielt darauf ab, Zölle und Handelsbarrieren abzubauen, und umfasst Regelungen zu Zollfreiheit für 90 Prozent der Industrieprodukte und schrittweisen Abbau für sensible Agrargüter. Außerdem werden Aspekte wie Umwelt- und Arbeitsstandards, geistiges Eigentum und Streitbeilegung behandelt. Trotz der Chancen gibt es Kritik aufgrund von Umweltbedenken.

„Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein starkes Signal für offene Märkte und regelbasierten Handel in geopolitisch schwierigen Zeiten. Für unsere Branchen schafft es konkrete wirtschaftliche Vorteile – von Zollabbau über bessere Ausschreibungszugänge bis hin zu mehr Planungssicherheit für technologieintensive Exporte“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands Spectaris.

Somit setze das Abkommen ein wichtiges Zeichen gegen zunehmenden Protektionismus, der in vielen Märkten weltweit wieder an Bedeutung gewinnt, und stärke stattdessen offene, verlässliche und faire Handelsbeziehungen. Der Industrieverband sieht das Abkommen als wichtigen Beitrag zur Diversifizierung von Absatzmärkten und Lieferketten. Gleichzeitig bliebe laut Spectaris festzuhalten, dass geopolitische Spannungen und mögliche handelspolitische Gegenreaktionen anderer globaler Akteure Risiken darstellen. Diese dürften jedoch nicht den Blick auf die strategischen Chancen einer engeren wirtschaftlichen Partnerschaft mit Lateinamerika verstellen.

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