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Emojis in der Unternehmenskommunikation: Vorsicht ist geraten

| Redakteur: Peter Reinhardt

Emojis sind schön anzusehen. Aber für den Gebrauch in der Unternehmenskommunikation muss auch die Bedeutung zweifelsfrei definiert sein.
Emojis sind schön anzusehen. Aber für den Gebrauch in der Unternehmenskommunikation muss auch die Bedeutung zweifelsfrei definiert sein. (Bild: gemeinfrei)

Fast jeder nutzt sie, aber nicht jeder versteht sie. Für Unternehmen ist der Gebrauch von Piktogrammen eine kommunikative Gratwanderung.

  • Aktuelle Studie „Emojis in der Unternehmenskommunikation“
  • Nutzung von Emojis ist ein zweischneidiges Schwert
  • Branded Emojis steigern Wiedererkennungswert von Marken

Knapp neun von zehn Deutschen nutzen bei ihrer digitalen Kommunikation Emojis. Die kleinen Piktogramme sind populär, transportieren sie doch sowohl Informationen als auch Emotionen.

In sozialen Netzwerken sind Emojis populär

Gerade in sozialen Netzwerken verlassen sich viele Firmen inzwischen auf den Charme der bunten Bildchen – manche entwerfen sogar eigene Branded Emojis. Doch der Gebrauch muss wohlüberlegt sein, wie die aktuelle Studie „Emojis in der Unternehmenskommunikation“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov zeigt.

(Bildergalerie inklusive Top-3-Emojis 2016)

Die Voraussetzungen für den Einsatz von Emojis in der Kundenansprache sind gut, schließlich sagen 56 Prozent der Deutschen, dass diese Symbole Gefühle besser ausdrücken als reiner Text. 42 Prozent sind der Meinung, dass Emojis zum besseren Verständnis von Nachrichten beitragen. Fast jeder Dritte bewertet es zudem positiv, wenn Unternehmen mit Emojis kommunizieren. „Grundsätzlich sind Emojis eine gute Idee, aber längst nicht für alle“, betont Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei Yougov.

Emojis können auch unseriös oder anbiedernd wirken

Vielmehr ist die Nutzung von Emojis ein zweischneidiges Schwert. Denn Emojis können durchaus als unseriös oder anbiedernd verstanden werden. Der Report macht zudem klar, dass eine große Anzahl an Nutzern häufig (44 Prozent) nicht weiß, was Emojis genau bedeuten sollen. Für Unternehmen ist es deshalb wichtig, die Piktogramme dosiert und wohlüberlegt einzusetzen. Schließlich verwenden auch die Nutzer selbst größtenteils (61 Prozent) nur einige wenige unterschiedliche Symbole.

Frauen zwischen 25 und 44 Jahren lieben Emojis

Insbesondere lohnt sich der Einsatz von Emojis bei Frauen im Alter von 25 bis 44 Jahren, denn diese Zielgruppe steht ihnen in der Unternehmenskommunikation positiv gegenüber. Außerdem sind sie im Vergleich zur Gesamtbevölkerung signifikant häufiger in einer leitenden Position angestellt.

Um den Wiedererkennungswert einer Marke zu steigern, sind Branded Emojis eine gute Lösung. Im asiatischen Raum sind diese bereits weitverbreitet. In Deutschland würde sich knapp jeder Fünfte solche Firmen-Emojis, wie sie Starbucks, Holiday Inn oder Burger King anbieten, herunterladen. Diese Zielgruppe gilt es zu kennen, um Branded Emojis punktgenau platzieren zu können. Der Yougov-Report zeigt, dass diese Gruppe außerordentlich familienorientiert (89 Prozent) ist und den neusten Modetrends nachgeht (46 Prozent).

100.000 Datenpunkte ermöglichen detaillierte Analyse

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende Yougov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die intelligente Vernetzung der Daten ermöglicht eine besonders detaillierte Analyse des Konsumentenverhaltens. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen in der Zeit vom 6. bis 12. Juni 2017.

Der vollständige Report kann kostenfrei unter der Angabe von Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

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