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Elektronische Patientenakte „ePA bildet die entscheidende Grundlage für weitere digitale Anwendungen“

Quelle: Pressemitteilung BV-Med 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband Medizintechnologie sieht in der Einführung der elektronischen Patientenakte Potenzial und betont die Chance, Daten smarter zu nutzen. Gleichzeitig fordert der Verband regelmäßige Datenberichte für Patienten und deren Angehörige sowie die Integration der Medizintechnikbranche.

Die ePA soll den Versorgungsalltag für Patienten sowie Leistungserbringer schrittweise vereinfachen. Vorerst wird sie in Modellregionen eingeführt, später soll sie bundesweit in allen Praxen, Krankenhäusern und Apotheken verfügbar sein.(Bild:  Copilot / KI-generiert)
Die ePA soll den Versorgungsalltag für Patienten sowie Leistungserbringer schrittweise vereinfachen. Vorerst wird sie in Modellregionen eingeführt, später soll sie bundesweit in allen Praxen, Krankenhäusern und Apotheken verfügbar sein.
(Bild: Copilot / KI-generiert)

Am 15. Januar startet die elektronische Patientenakte (ePA). Der Bundesverband Medizintechnologie (BV-Med) sieht in der Einführung der ePA einen wichtigen Schritt, um mit Daten die Gesundheitsversorgung besser zu gestalten. Dem Medizintechnik-Verband ist dabei wichtig, die Potenziale sowohl für die primäre als auch sekundäre Datennutzung auszuschöpfen. „Erfahrungsgemäß kann es bei Projekten dieser Größenordnung immer zu Herausforderungen kommen. Nach jahrelangen Diskussionen müssen wir aber im Sinne einer besseren datenbasierten Gesundheitsversorgung endlich in die Umsetzung kommen“, sagt BV-Med-Digitalexpertin Natalie Gladkov. „Die Einführung der ePA bildet die entscheidende Grundlage für weitere digitale Anwendungen mit erheblichen Nutzen für Patienten sowie für die Forschung. Stillstand oder Rückschritte sind deshalb keine Option.“

Zu den Potenzialen einer elektronischen Patientenakte zählt beispielsweise ein digitales Medikationsmanagement, dass enorm zur Verbesserung der Arzneimittel-Therapiesicherheit (AMTS) beitragen könnte. Im Rahmen der sekundären Datennutzung könnten Forschende umfassendere Datensätze zur Entwicklung von neuen Versorgungslösungen, innovativen Produkten und KI-Anwendungen im Gesundheitswesen in Deutschland nutzen.

Weitere Chancen könnten sich nach Ansicht des BV-Med durch die Integration datengenerierender Medizinprodukte sowie die Nutzung der Verlaufsdokumentation aus der Hilfsmittel-Versorgung ergeben. Bisher sind Daten aus datengenerierenden Medizinprodukten, beispielsweise Herzschrittmachern mit Monitoring-Funktion, i. d. R. nur medizinischem Fachpersonal zugänglich. Regelmäßige Übersichten über die Funktion der Medizinprodukte können jedoch auch für Patienten sowie deren Angehörige und Mitbehandelnde einen echten Mehrwert bieten. Der BV-Med schlägt daher vor, künftig einen neuen Bereich „datengenerierende Geräte“ in der ePA zu schaffen, indem sowohl zusammenfassende Berichte eingestellt werden, als auch notwendige Daten für Patienten und deren Mitbehandelnde zur Verfügung gestellt werden könnten.

Die Einbindung der Medtech-Branche im Rahmen der ePA kann viele Potenziale eröffnen. Umso wichtiger ist es, dass die bestehenden gesetzgeberischen Vorgaben nachhaltig und zügig umgesetzt werden

Natalie Gladkov, BV-Med-Digitalexpertin

Eine weitere Kernforderung des BV-Med: Zur Etablierung solcher regelmäßigen Datenberichte und weiterer Leistungen sowie zur Interaktion mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens müssen Hersteller von Medizinprodukten sowie die versorgenden Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Unternehmen aktiv in die Telematikinfrastruktur eingebunden werden.

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