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Digitale Revolution 4.0: Was tut sich in der Medizin(technik)?

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Derzeit wird bei Sanner in Bensheim ein Verfahrensmodell erprobt. Das Familienunternehmen stellt hochwertige Kunststoffverpackungen für Pharma-, Medizin- und Healthcareprodukte her. Aus dem Pilotprojekt sollen konkrete Handlungsempfehlungen und Anreize für andere mittelständische Serienfertiger abgeleitet werden.

Die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen nutzen

Aber die Digitalisierung führt auch im Gesundheitswesen zu tiefgreifenden Veränderungen. Neue Technologien haben das Potenzial, die medizinische Versorgung von Patienten, die Arbeitsbedingungen von Ärzten und die Qualität des Gesundheitswesens allgemein zu verbessern. Doch welche Ziele sind realistisch und was sind die drängendsten Herausforderungen, um die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen nutzen zu können?

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„Wird das Thema Digitalisierung in der Gesundheitsbranche diskutiert, nehmen die Teilnehmer oft eine intellektuelle Haltung ein, die suggeriert, das Thema würde der Branche von außen quasi aufgezwungen. Ganz nach dem Motto: IT ist ja ganz praktisch, aber eigentlich für das Kerngeschäft nicht zwingend notwendig“, hat jüngst Manfred Klein, Chefredakteur des Onlineportals E-Government Computing, festgestellt. Diese traditionelle Sichtweise verkennt jedoch, dass inzwischen ein Entwicklungsstand erreicht ist, bei dem ein erheblicher Teil gesundheitlicher Dienstleistungen ohne Digitalisierung gar nicht erbracht werden könnte.

Jeder dritte Deutsche würde sich von einem Roboter operieren lassen

Dabei würde sich laut der Studie „Gesundheit und Megatrends“ von Adcubum jeder dritte Deutsche von einem Roboter operieren lassen. Der Software-Hersteller befragte mehr als 1.000 Bundesbürger und kommt zu dem Ergebnis, „dass die Aufgeschlossenheit gegenüber Medizin 4.0 schon heute relativ hoch ist“, wie Geschäftsführer Michael Süß erklärt. In der Medizin von morgen dürften Robotersysteme also ihren festen Platz haben. Mehr noch, die Patienten werden modernste Behandlungsmethoden und die Kostenübernahme durch ihre Krankenversicherung zunehmend einfordern.

Die Digitalisierung der Medizin ist auch eine Führungsaufgabe

Das macht deutlich, dass die zunehmende Digitalisierung deutscher Kliniken auch neue Jobprofile schafft: Für jede vierte medizinische und nahezu jede zweite kaufmännische Führungskraft werden Kenntnisse zum Thema Digitalisierung künftig Pflicht sein. Doch bisher zählt fehlendes Know-how der Spitzenkräfte in jedem dritten Krankenhaus zu den größten Stolpersteinen auf dem Weg zur Medizin 4.0, so das Ergebnis der Studie „Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft“, für die von der Personalberatung Rochus Mummert Healthcare Consulting von August bis September 2015 mehr als 300 Führungskräfte an deutschen Krankenhäusern befragt wurden.

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