France

Mobile Sensorik
Das Patientenmonitoring der Zukunft

Ein Gastbeitrag von Dr. Johannes Kreuzer, Greta Kreuzer und Dr. Konstantin Schönborn* 5 min Lesedauer

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Mit der Übernahme von Cosinuss durch den Defibrillator- und Monitoring-Spezialisten Corpuls entsteht ein neues Kompetenzzentrum für mobiles Patientenmonitoring. Die von den Cosinuss-Gründern entwickelte Technologie für Im-Ohr-Sensoren zum mobilen Vitalparameter-Monitoring zeigt, wie mobile Sensorik die Versorgung verändern kann.

Die Cosinuss-Monitoringtechnologie: Ein medizinisch zugelassener Im-Ohr Sensor für die Messung von mehreren Vitalparametern, in Kombination mit High-End-Softwarelösungen. (Bild:  Cosinuss)
Die Cosinuss-Monitoringtechnologie: Ein medizinisch zugelassener Im-Ohr Sensor für die Messung von mehreren Vitalparametern, in Kombination mit High-End-Softwarelösungen.
(Bild: Cosinuss)

Mobile Sensorik hat das Potenzial, das Patientenmonitoring der Zukunft nachhaltig zu verändern. Ein Sensor im äußeren Gehörgang kann z. B. Kerntemperatur, Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz fortlaufend und ohne Verkabelung erfassen. Das funktioniert direkt am Unfallort, im unwegsamen Gelände oder in der Notaufnahme. Die Messwerte sind auf dem Smartphone oder Tablet sichtbar und lassen sich sicher an Leitstelle und Klinik übermitteln. Was in der Berg‑ oder Flugrettung unter schwierigen Bedingungen überzeugt, hilft in der täglichen Routine ebenso: bei Großveranstaltungen, bei Verlegungen, in der poststationären Beobachtung oder zu Hause. Das Prinzip ist immer gleich: verlässliche Daten dort, wo sie gebraucht werden, ohne die Abläufe zu komplizieren.

Marktchancen und Systemhürden

Der Bedarf an neuen Monitoring-Lösungen ist unübersehbar. Immer mehr Patienten müssen unter knappen Ressourcen, v. a. beim Personal, versorgt werden, Rettungsdienste und Kliniken suchen nach Entlastung. Mobile Sensorik könnte hier sofort Wirkung entfalten.