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Acp Systems CO2-Schneestrahlreinigung für kleine Stückzahlen

Redakteur: Kristin Breunig

Sauberkeit spielt in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Auch in kleinen Stückzahlen hergestellte Teile müssen diese Hygieneanforderungen erfüllen. Die CO2-Schneestrahl-Reinigungskabinen von Acp Systems sind reinraumgerecht gestaltet und verfügen über ein Plug-and-Play-Konzept. Durch ihre manuelle bzw. teilautomatisierte Reinigung von High-Purity-Werkstücken mit der Quattro-Clean-Technologie können diese Anforderungen erfüllt werden.

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Die kompakten, reinraumgerechten Jetstation-HP wurden für Reinigungsaufgaben entwickelt, bei denen Teile in geringen Stückzahlen höchste Sauberkeitsanforderungen erfüllen müssen. Bei der Kabine für die manuelle Reinigung erfolgt die Be- und Entladung über eine Frontklappe mit Handeingriffen.
Die kompakten, reinraumgerechten Jetstation-HP wurden für Reinigungsaufgaben entwickelt, bei denen Teile in geringen Stückzahlen höchste Sauberkeitsanforderungen erfüllen müssen. Bei der Kabine für die manuelle Reinigung erfolgt die Be- und Entladung über eine Frontklappe mit Handeingriffen.
(Bild: Acp Systems)

Mit den neuen Kabinen Jetstation-HP manuell und Jetstation-HP automatisiert bietet Acp Systems kompakte Reinigungslösungen für High-Purity-Anwendungen mit der Quattro-Clean-Technologie. Die geschlossenen, schallgedämmten Standalone-Anlagen werden komplett aus Edelstahl gefertigt. Für die Ausstattung kommen ausschließlich Komponenten und Materialien zum Einsatz, wie sie bei Reinraumanwendungen verwendet werden. Beim Design der Prozesskammer lag ein Augenmerk darauf, dass entfernte Verunreinigungen und Kohlendioxid schnell und gezielt durch die integrierte Absaugung ausgetragen und sich keine Schmutznester bilden können, so der Hersteller. Eine Rückkontamination der gereinigten Werkstücke werde dadurch verhindert.

Beide Kabinenvarianten verfügen standardmäßig über ein Überwachungssystem für die CO2-Konzentration im Arbeitsbereich. Bei einer Überschreitung des definierten Grenzwertes wird die Kohlendioxid-Zufuhr automatisch abgeschaltet und eine Störungsmeldung ausgegeben. Die Be- und Entladung erfolgt bei der Jetstation-HP manuell über die Frontklappe mit Handeingriffen, so dass sie für Sitz- und Steharbeitsplätze eingesetzt werden kann. Der Reinigungsprozess, bei dem das Werkstück vom Operator zur Düse geführt wird, lässt sich über ein Fußpedal starten.

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Sind höhere Anforderungen hinsichtlich Prozesssicherheit und/oder Teilegeometrie zu erfüllen, kommt die Jetstation-HP automatisiert zum Einsatz. Das zu reinigende Werkstück wird bei dieser Anlage durch eine automatisierbare Tür auf der Teileaufnahme eines x-/y-Achssystems, Drehtischs oder einer Kombination aus beidem in der Prozesskammer platziert. Gestartet wird das teilespezifische, in der Anlagensteuerung hinterlegte Reinigungsprogramm per Knopfdruck. Anschließend läuft der Prozess vollautomatisch ab, wobei sämtliche Parameter wie Bewegungen der Teileaufnahme, Geschwindigkeit, Strahlintensität und -zeit, Abstand zwischen Düse und Werkstück programmspezifisch konstant gehalten werden. Darüber hinaus verfügt die Jetstation-HP für die automatisierte Reinigung über ein Sensorsystem zur Überwachung des Reinigungsprozesses durch eine kontinuierliche Messung der Schneestrahldichte.

Die Quattro-Clean-Technologie

Beim Quattro-Clean-Verfahren kommt klimaneutrales flüssiges Kohlendioxid als Reinigungsmittel zum Einsatz. Es wird durch eine verschleißfreie Zweistoff-Ringdüse geleitet und entspannt beim Austritt zu feinem CO2-Schnee. Dieser Kernstrahl wird von einem separaten, ringförmigen Druckluft-Mantelstrahl gebündelt und auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Trifft der gut fokussierbare Schnee-Druckluftstrahl auf die zu reinigende Oberfläche, kommt es zu einer Kombination aus thermischem, mechanischem, Sublimations- und Lösemitteleffekt. Laut Acp Systems werden durch das Zusammenspiel dieser vier Wirkmechanismen partikuläre und filmische Verunreinigungen prozesssicher und reproduzierbar entfernt. Das kristalline Kohlendioxid gehe während der Reinigung vollständig in den gasförmigen Zustand über, sodass das Werkstück daher sofort trocken sei, so der Hersteller weiter.

Die Reinigung erfolge materialschonend, sodass auch empfindliche und fein strukturierte Oberflächen behandelt werden könnten. Die trockene Quattro-Clean-Technologie eigne sich für Werkstücke aus allen technischen Werkstoffen und Materialkombinationen.

Weitere Artikel über OEM-Komponenten und Werkstoffe finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

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