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ERP-System Am Puls der Digitalisierung

Ein Gastbeitrag von Robert Reitmeier*

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Getemed entwickelt, fertigt und vertreibt Medizinprodukte für das Vitalfunktions-Monitoring bei Risikopatienten, für kardiologische Funktionsdiagnostik und Tele-Monitoring. Das Unternehmen setzt auf moderne Technologien und digitalisierte Prozesse. Pro Alpha ERP unterstützt dabei und spielt eine zentrale Rolle: im Ressourcenmanagement, für den Aufbau immer effizienterer Prozesse und einen stabilen Betrieb.

Getemed entwickelt u. a. Hard- und Software-Lösungen für die Langzeit-EKG-Überwachung.
Getemed entwickelt u. a. Hard- und Software-Lösungen für die Langzeit-EKG-Überwachung.
(Bild: Getemed)

Das erste medizintechnische Produkt der Getemed Medizin- und Informationstechnik AG hat seine Anfänge im Jahr der Unternehmensgründung 1984. Damals entwickelten die Medizintechniker ein auch für Laien sicher und einfach zu bedienendes Gerät für die Überwachung von Neugeborenen mit Atmungsproblemen. Säuglinge mit erhöhtem Risiko für den so genannten plötzlichen Kindstod können damit in geborgener häuslicher Umgebung überwacht werden. Für Eltern wie Kinder bedeutet dies einen großen Gewinn an Lebensqualität.

Entsprechend attraktiv ist dieses Marktsegment. „Wir haben inzwischen viele Mitbewerber, bieten unseren Kunden dank stetiger Weiterentwicklung heute aber den Goldstandard in der häuslichen Neugeborenenüberwachung“, sagt Martin Buchheister, Leiter Produktion und Verwaltung bei Getemed. Stetig weiterentwickelt hat sich das Unternehmen mit Hilfe von Pro Alpha ERP auch im Ressourcenmanagement – und das seit über 18 Jahren. Ein Wachstumsmotor ist kontinuierliche Innovation für Getemed zudem im Geschäft mit Hard- und Software-Lösungen für die Langzeit-EKG-Überwachung. „Durch den technischen Fortschritt in der Prozessoren- und Speichertechnik sind unsere Geräte heute sehr klein und leistungsfähig. Die aufgezeichneten Daten – innerhalb von 24 Stunden sind es Informationen über rund 100.000 Herzschlag-Zyklen pro Patient – werden von der Software automatisch analysiert. Diese weist den behandelnden Kardiologen dann gezielt auf auffällige Werte hin.“

Die dritte und jüngste Sparte ist das Tele-Monitoring. Der Mittelständler entwickelt und fertigt Produkte, mit denen Patienten unabhängig von Ort und Zeit ihre Vitaldaten einfach ermitteln und per Mobilfunk an die Klinik oder den behandelnden Arzt senden können. Gerade in Flächenländern mit geringer Arztdichte ist dies ein Plus für Patienten und Ärzte.

Partnerschaftliches Miteinander führt zum Erfolg

Seinen Erfolg verdankt Getemed auch der intensiven Zusammenarbeit mit den wichtigsten Anwendergruppen. Allen voran mit Medizinern, Kardiologen und natürlich den Patienten selbst. „Wir greifen die Anforderungen unserer Anwender gezielt auf und erfüllen sie in Hard- und Software“, sagt Buchheister und ergänzt. Diese Erfahrung hat Getemed vom ersten Tag der Zusammenarbeit an immer wieder gemacht. „Als wir 2001 Pro Alpha ERP installierten“, so Buchheister, „gab es beispielsweise das heute weit verbreitete Service-Modul noch gar nicht. Da wir es aber regelmäßig mit Service-Rücksendungen zu tun haben, weil Geräte gewartet, auf den neuesten Stand gebracht oder repariert werden müssen, hatte Pro Alpha für uns damals eine individuelle Service-Lösung programmiert.“ Diese funktioniert und ist bei Getemed bis heute im Einsatz. „Unsere Wünsche von damals sind – genau wie die Anregungen vieler weiterer Pro-Alpha-Kunden – nicht nur individuell umgesetzt worden. Pro Alpha hat aus der Fülle der Impulse auch die firmenübergreifend häufigsten Service-Herausforderungen ermittelt und dafür Lösungen entwickelt, die, gebündelt im Service-Modul, heute zum Standard gehören.“

„Wir sind zwar nach wie vor zufrieden mit der bisherigen Service-Lösung, weil sie unsere Prozesse sehr gut abbildet“, betont Buchheister. „Was aber fehlt, ist eine Integration der Insellösung zur Chargenrückverfolgbarkeit in Pro Alpha und die automatische Zuordnung einzelner Bauteile zu Produkt-Seriennummern.“ Genau dafür hält das Service-Modul von Pro Alpha leistungsstarke Funktionalitäten bereit. Auch Getemed will es künftig umfassend nutzen.

Historisch gewachsene Dateninseln auflösen

Das Service-Beispiel ist nur eines von vielen dafür, wie sehr sich auch Pro Alpha in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelt hat. „Nur eines hat sich nicht verändert“, sagt Buchheister: „Unser ERP-System ist sehr stabil. Wir können uns auf die Daten in Pro Alpha wirklich verlassen. Das ist aus unserer Sicht entscheidend.“ Auf dem ERP-Fundament von einst ist mit Pro Alpha mittlerweile ein Daten-Hub als modulare Gesamtlösung für nahezu alle Unternehmensprozesse entstanden. Diese eröffnet den Anwendern Entwicklungsperspektiven. Dies sieht auch Buchheister so: „Historisch bedingt ist Pro Alpha bei uns hauptsächlich als Datendrehscheibe für alles Kaufmännische im Einsatz. Wir wissen und schätzen es aber sehr, dass es heute dank innovativer Zusatz-Module sehr viel weitergehende Möglichkeiten gibt.“

Getemed will und wird sie einsetzen, um die existierenden Prozess- und Dateninseln im eigenen Unternehmen weiter aufzulösen und verfügbare Informationen besser nutzbar zu machen. „Wir arbeiten zwar in allen Unternehmensbereichen durchgängig mit digitalen Daten. Allerdings gibt es bei uns noch zu viele Dateninseln zwischen denen wir mit einzelnen Datenpaketen an Bord im Ruderboot hin und her fahren.“

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Technische Wareneingangsprüfung und Endkontrolle werden als nächstes angebunden

Die technische Wareneingangsprüfung und die Endkontrolle gehören beispielsweise noch zu diesen Dateninseln. Neben der Entwicklung sind dies zwei zentrale Unternehmensbereiche von Getemed. Dazu muss man wissen: Eine Produktion im klassischen Sinne gibt es bei den Medizintechnikern in Teltow nicht. Getemed bezieht nahezu alle Produktkomponenten von Zulieferern. Diese fertigen nach Vorgaben der Entwickler etwa die Gerätesensoren, Platinen mit Steuerelektronik, Displays und Gehäuse. In Teltow werden die Einzelteile dann zu medizinischen Produkten zusammengebaut, einer dokumentationspflichtigen Endkontrolle unterzogen und anschließend in alle Welt ausgeliefert.

„In beiden Bereichen sind wir bisher noch mit einfachen Bordmitteln wie Word und Excel unterwegs“, sagt Buchheister und betont: „Wir werden diese Dateninseln aber schon sehr bald verlassen und die Aufgaben in beiden Bereichen über Pro Alpha abbilden. Dafür planen wir u. a. die Installation

des Pro-Alpha-Produktions-Moduls.“ Ziel ist es, damit u. a. die eigenen Materialbedarfe so vorausschauend planen und erfüllen zu können, dass selbst Auftragsspitzen und individuelle Kundenwünsche nicht zu Engpässen führen. In Zeiten von Industrie 4.0, Digitalisierung und zunehmender Einzelauftragsfertigung kann dies den Unterschied ausmachen.

Ausblick: stetiger Systemausbau für intelligentes Datenmanagement

Intern hat Getemed deshalb ein Team zusammengestellt, das seit einigen Monaten sämtliche Prozesse im Unternehmen genau analysiert. Ziel des Teams ist es, vorhandene Optimierungspotenziale aufzudecken, um durch intelligentes Datenmanagement künftig noch flexibler auf Kundenwünsche und Markttrends reagieren zu können. „Pro Alpha ist dafür eines unserer wichtigsten Werkzeuge“, sagt Buchheister. „Auch, weil die ERP-Lösung kontinuierlich weiterentwickelt wird und uns immer neue Möglichkeiten eröffnet.“

So plant Getemed nach der beschlossenen Einführung der Service- und Produktionsmodule mittelfristig auch eine verstärke Nutzung des Dokumenten Management Systems in Pro Alpha, um die eigene Datenlandschaft weiter zu optimieren. Zudem soll die Personalzeiterfassung und das CRM an Pro Alpha angebunden werden; beides erfolgt über Drittsoftware. „Auch diesbezüglich sind wir mit unserem ERP-System sehr zufrieden“, betont Buchheister. „Die Architektur von Pro Alpha ist in alle Richtungen offen und zukunftsorientiert. Wir sind uns deshalb sicher, mit Pro Alpha bestens aufgestellt zu sein.“

Weitere Artikel zur Führung von Medizintechnik-Unternehmen finden Sie in unserem Themenkanal Management.

* Der Autor: Robert Reitmeier ist Head of Campaign Management bei Pro Alpha.

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