France

Lebenshilfe Werkstätten

Alles in Handarbeit

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Zu Anfang gaben die Spezialisten von MTW ihr Wissen an die Lebenshilfe-Werkstätten in kleinen Schritten weiter. Hoffmann bilanziert: „Die Lebenshilfe hat bereits nach kurzer Zeit unsere Standards übernommen.“ Das fängt schon bei Fragen der Hygiene an: Regelmäßig führt MTW in seiner Werkstatt sogenannte Abklatschtests durch. Mit Hilfe dieser Nährboden-Proben kann das Unternehmen analysieren, ob und wie stark ein Arbeitsplatz verunreinigt ist. Die Lebenshilfe geht ebenso vor. „Wir müssen sicherstellen, dass auch extern gefertigte Produkte kontrollierte Vorverkeimung aufweisen. Bisher hat es damit noch nie Probleme gegeben.“, weiß Hoffmann.

Prozesse analysieren und optimieren

Die Hygiene ist ein wichtiger Aspekt, das Qualitätsmanagement ein anderer. Hierfür analysierten die beiden Partner Arbeitsweisen, entwickelten gemeinsam Ideen – und optimierten so Prozesse. „Wir haben für unsere Mitarbeiter zusätzliche Prüfschritte integriert und Hilfsmittel entwickelt“, erzählt Graff. „Die textliche Erklärung, wie ein Produkt zu fertigen ist und aussehen soll, haben wir beispielsweise durch Bilder ersetzt. Damit kommen manche Mitarbeiter einfach besser zurecht.“ Darüber hinaus wird jeder Produktionsschritt und jede Überprüfung von ihr protokolliert, unter Umständen auch Reklamationen seitens MTW vermerkt.

Selbst kleine Staubkörner fallen den Mitarbeitern auf

Es kommt allerdings kaum vor, dass Hoffmann sich wegen mangelnder Qualität an seinen Dienstleister wenden muss. Das hat auch mit den Menschen zu tun, die für MTW fertigen, wie der Produktionsleiter weiß: „Die Mitarbeiter haben Fähigkeiten, die wir so nie vermutet hätten.“ So ist beispielsweise die Aufmerksamkeitsfähigkeit über einen längeren Zeitraum permanent hoch – mit der Folge, dass weniger Fehler passieren. „Die Mitarbeiter der Lebenshilfe haben zudem ein sehr gutes Gespür für Auffälligkeiten an den Produkten. Ihnen fallen Dinge auf, die andere längst übersehen“, sagt Hoffmann. So werden etwa auch kleine Staubkörner in den Endoskopieschläuchen oder minimale Beschädigungen von den Mitarbeitern bemerkt. „Grundsätzlich sortieren wir jedes Produkt aus, das aus unserer Sicht von der Norm abweicht. Ob es noch verwendet werden kann, entscheidet letztendlich MTW. Da können wir uns immer rückversichern“, sagt Graff über die Kontrollmechanismen.

Die vielen Prüfschritte sind für den Produktionsfluss unterdessen kein Hindernis – ganz im Gegenteil. Mittlerweile hat die Lebenshilfe die wöchentlichen Produktionszahlen, die sie für MTW realisiert, sogar verdreifacht. Zehn bis zwölf Mitarbeiter um Gruppenleiterin Graff fertigen die Polypektomieschlingen vollkommen selbständig. „Wir können die Ware mit gutem Gewissen an den Kunden ausliefern“, stellt Graff fest. Die finale Kontrolle bei MTW bestätigt sie. „Die Fehlerquote ist minimal“, weiß Hoffmann. „Es ist noch nie vorgekommen, dass die Werkstattmitarbeiter der Lebenshilfe ein scheinbar fehlerhaftes Produkt einfach haben durchlaufen lassen.“

(ID:42478778)