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Silikon-Revolution Additiv gefertigte Harzformen optimieren Flüssigsilikon-Spritzguss

Quelle: FSKZ 2 min Lesedauer

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Die das FSKZ aus Würzburg mitteilt, gibt es jetzt ein Forschungsvorhaben, das zeigen soll, welche Vorteile 3D-gedruckte, harzbasierte Formeinsätze für die Silikonverarbeitung bringen können.

Würzburger Kunststoffexperten vom FSKZ sind jetzt an einem Projekt beteiligt, durch welches das Spritzgießen von Flüssigsilikon wirtschaftlicher werden kann. Die Hauprolle dabei spielen auf Harz basierende, additiv gefertigte Formeinsätze für das Spritzgießwerkzeug. Hier mehr dazu ...(Bild:   FSKZ)
Würzburger Kunststoffexperten vom FSKZ sind jetzt an einem Projekt beteiligt, durch welches das Spritzgießen von Flüssigsilikon wirtschaftlicher werden kann. Die Hauprolle dabei spielen auf Harz basierende, additiv gefertigte Formeinsätze für das Spritzgießwerkzeug. Hier mehr dazu ...
(Bild: FSKZ)

Die additive Fertigung, oder auch 3D-Druck genannt, zeigt insbesondere bei der Herstellung komplexer, individualisierter Bauteile ihre Stärken. Dabei könnten vor allem in der Produktentwicklung von Spritzgießbauteilen oder bei der Kleinserienfertigung additiv hergestellte, harzbasierte Werkzeugeinsätze erhebliche Vorteile bringen. Denn im Vergleich zu konventionellen Metallwerkzeugen lassen sich nicht nur die Produktionszeiten signifikant verkürzen, sondern auch die Fertigungskosten drastisch senken, wie es weiter heißt. So könnten auch Kleinserien von Bauteilen aus dem gewünschten Werkstoff wirtschaftlich hergestellt werden. Der Produktentwicklungsprozesse mit mehreren Iterationsschleifen kann dabei sehr flexibel bleiben. Das Kunststoff-Zentrum SKZ und das Unipace (Polymer Application Center) der Universität Kassel starteten deshalb im Februar 2025 ein wegweisendes Forschungsprojekt mit dem Titel „ADDmold für LSR“. LSR steht dabei für Liquid Silicone Rubber – also Flüssigsilikon.

Hier kommt die LSR-Verarbeitung der Zukunft

Bisher war der Einsatz von 3D-gedruckten Werkzeugeinsätzen im Spritzguss jedoch auf die Thermoplastverarbeitung beschränkt – also auf Kunststoffe, die immer wieder schmelzbar sind, wie etwa Kerzenwachs. Insbesondere Flüssigsilikone, die in vielen Industriezweigen wie der Medizintechnik, Automobilbranche oder Elektrotechnik unverzichtbar sind, konnten deshalb nicht ohne klassische Metallwerkzeuge nebst Zeitaufwand und Kosten verarbeitet werden, wie die Forscher sagen. Aber durch die Kombination von additiver Fertigung und Flüssigsilikonverarbeitung soll nun eine völlig neue Ära zur Herstellung von Silikonbauteilen eingeläutet werden. Die Vorteile der wirtschaftlichen Kleinserienfertigung sowie verkürzte Produktentwicklungszyklen sollen damit künftig auch für LSR-Typen nutzbar sein. Besonders für industrielle Anwender, darunter insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), eröffneten sich so neue Chancen.

Alle interessierten können jetzt mitmachen!

Durch den Einsatz von additiv gefertigten Werkzeugeinsätzen für das LSR-Spritzgießen können vor allem KMU flexibler auf Kundenwünsche reagieren, Entwicklungszeiten reduzieren und sich schneller an veränderte Marktanforderungen anpassen, wie die Würzburger konkretisieren. Das trage dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig zu stärken. Auch entstehen neue Möglichkeiten für maßgeschneiderte Produkte, die bisher aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht so leicht herstellbar waren. Interessierte Unternehmen haben nun die Möglichkeit, aktiv an dem Forschungsprojekt teilzunehmen. Die Projektpartner laden Unternehmen ein, sich kostenfrei am Projektausschuss zu beteiligen. Durch die Mitwirkung könnten Unternehmen nicht nur frühzeitig von den Forschungsergebnissen profitieren, sondern auch eigene Anforderungen und Anwendungsfälle in die Entwicklung einbringen.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf unserem Schwesterportal www.industry-of-things.de.

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