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Netzwerktreffen der Medizintechnik-Branche 15. Innovation Forum Medizintechnik knackt Teilnehmerrekord

Quelle: Pressemitteilung Medical Mountains 3 min Lesedauer

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Am 19. Oktober fand das 15. Innovation Forum Medizintechnik statt. Unter dem Motto „Taking Health to a new Level“ lockten zahlreiche Vorträge sowie eine Ausstellung mehr als 500 Teilnehmer nach Tuttlingen.

Mit über 500 Teilnehmenden verzeichnete das 15. Innovation Forum Medizintechnik eine neue Rekordmarke. Simulation, Robotik und Extended Reality bildeten dabei die Kernelemente, um das Tagesmotto „Taking Health to a new Level“ Wirklichkeit werden zu lassen.(Bild:  MedicalMountains GmbH / Jürgen Ulmer)
Mit über 500 Teilnehmenden verzeichnete das 15. Innovation Forum Medizintechnik eine neue Rekordmarke. Simulation, Robotik und Extended Reality bildeten dabei die Kernelemente, um das Tagesmotto „Taking Health to a new Level“ Wirklichkeit werden zu lassen.
(Bild: MedicalMountains GmbH / Jürgen Ulmer)

Simulation, Robotik und Extended Reality bildeten die Kernelemente des diesjährigen Innovation Forum Medizintechnik. Ein Careobot reichte auf der Hauptbühne Mikrofone an. In der Trial Area bugsierte der Service-Roboter Hollie einen Rollstuhl durch den Raum. Interessierte schlüpften ins Exoskelett Noac, das Chirurgen bei ihrer ermüdenden Arbeit entlastet. Mehr als 50 Fachvorträge thematisierten u. a. virtuelle Menschmodelle zur physiologisch-biomechanischen Produktprüfung, Trainings an Laparoskopen mit VR-Brille und haptischem Feedback sowie additiv gefertigte Knochenersatzmaterialien. Was vor kurzem noch als ferne Zukunft angesehen werden musste, manifestiert sich in der Tuttlinger Stadthalle als neue Gegenwart.

Die Gespräche auf den Gängen, an Tischen und in der Matchmaking-Lounge verliehen dem Forum das Grundrauschen. Gefragte Dialogpartner waren die mehr als 80 Unternehmen und Institutionen in der begleitenden Ausstellung, darunter am Gemeinschaftsstand des diesjährigen Partnerlands Sachsen-Anhalt.

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Modell-basierte Medizin – aus der Simulation in eine bessere Versorgung

Das Spektrum war facettenreich, denn wie fortschrittlich ein Medizinprodukt sein mag: Auch in Zukunft werden Fertigungsmaschinen, Steckverbindungen, Elektronik-Komponenten, Verpackungen, Sterilisationsdienstleistungen oder unterstützende digitale Tools benötigt. Wohl aber ändert sich die Rolle von Medizinprodukten. Sie sind mehr denn je als Datenlieferanten gefordert, machte Prof. Dr. Dirk Wilhelm in seiner Keynote deutlich. Der Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Klinikum rechts der Isar (TU München) zeichnete das Bild einer modell-basierten Medizin, die mit Simulation eine patientenspezifische Versorgung gewährleistet.

Als vordringlich sah er daher an, die Lücke zwischen realer und virtueller Welt zu schließen. Aktuell seien Daten „sequenziell, analog, von Hand zusammengetragen.“ Nötig sei aber die kontinuierliche digitale Erfassung aller Informationen aus dem klinischen Alltag, um sie strukturieren, interpretieren und schließlich in eine Gesamtarchitektur einordnen zu können – um jene Stufe jenseits des Wissens zu erreichen, die Prof. Dr. Dirk Wilhelm als „Weisheit“ bezeichnete.

Auf dieser Grundlage ließen sich etwa Behandlungspläne verfeinern, Voraussetzungen für Präzisionsmedizin schaffen – oder aber, ganz profan, die Wartezeiten von Patienten auf den Stationen verringern.

Virtual Room of Error – Fehler identifizieren und Patienten retten

Dass in den Krankenhäusern derzeit nicht alles nach Wunsch läuft, darauf verwies auch Prof. Dr. Miriam Rüsseler, Leiterin des Frankfurter Interdisziplinären Simulationstrainings. Medizinische Fehler gehören zu den häufigsten Todesursachen – weil Zeitdruck herrscht, Stress sowie Mangel an Personal und Kommunikation. Umso wichtiger sei es, das Situationsbewusstsein zu fördern, also „nicht nur auf die Arbeit fixiert zu sein, sondern auch die Umgebung anzuschauen“.

Dies leistet der „Virtual Room of Error“, respektive „Horror“. Mit VR-Brillen ausgestattet, spüren die Klinik-Mitarbeiter in einem digitalen Abbild von Behandlungsräumen Unstimmigkeiten auf, bevor sie Patienten gefährlich werden – beispielsweise, dass laut Krankenakte das rechte Bein behandelt werden soll, aber das linke vorbereitet wird.

Solche Trainings ließen sich weiterdenken: Anwender könnten im ihr Situationsbewusstsein im Umgang mit Medizinprodukten schulen, öffnete Prof. Dr. Miriam Rüsseler die „virtuelle Tür“ für Hersteller.

16. Ausgabe bereits in Planung

Mit mehr als 500 Teilnehmern verzeichnete das 15. Innovation Forum Medizintechnik eine neue Rekordmarke. „Wir sind mehr als zufrieden mit der Resonanz im Vorfeld und wie der Tag letztendlich ablief“, bilanzierten Yvonne Glienke, Geschäftsführerin der Medical Mountains GmbH, und Britta Norwat, Ressortleiterin Innovationsprojekte bei der Medical Mountains GmbH. „Damit wird die Messlatte natürlich nochmals höher gelegt, aber die vielen positiven Rückmeldungen sind eine unglaubliche Motivation“, sagte Norwat – bei der die Zukunft, die 16. Ausgabe am 17. Oktober 2024, längst schon in der Gegenwart angekommen ist.

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