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Zukunftsbranche Medizintechnik Studie sieht Medizintechnik bis 2040 an der Spitze

Quelle: Pressemitteilung Spectaris 3 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie hebt die Medizintechnik als eine der vielversprechendsten Branchen bis zum Jahr 2040 hervor. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht nicht die Größe der Branche, sondern das Potenzial, sich an identifizierte Megatrends anzupassen und daraus innovative Möglichkeiten zu entwickeln.

Eine Studie identifizierte die Medizintechnik als eine der chancenreichsten Branchen bis 2040. Ob die Medizintechnik im Jahr 2040 wirklich so aussehen wird, wie die KI sie sich vorstellt, wird sich zeigen.(Bild:  Copilot / KI-generiert)
Eine Studie identifizierte die Medizintechnik als eine der chancenreichsten Branchen bis 2040. Ob die Medizintechnik im Jahr 2040 wirklich so aussehen wird, wie die KI sie sich vorstellt, wird sich zeigen.
(Bild: Copilot / KI-generiert)

Die Medizintechnik gehört zu den zehn wichtigsten Zukunftsbranchen Deutschlands. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Future Management Group, die in Kooperation mit dem deutschen Industrieverband Spectaris entstanden ist. Die Untersuchung bewertete 25 Industriezweige hinsichtlich zentraler Zukunftstrends bis 2040. Die übergreifende Branche Analysen-, Labor- und Medizintechnik, zu der die Medizintechnik zählt, belegte dabei Platz 4 im Ranking der Zukunftsindustrien.

Chancen und Herausforderungen

Folgende Technologien werden die Branche in den kommenden Jahren prägen:

  • Telemedizin und digitale Plattformen verbessern die Patientenversorgung unabhängig von Standort und Zeit.
  • KI-gestützte Diagnostik ermöglicht schnellere und präzisere medizinische Entscheidungen.
  • Wearables und smarte Gesundheitslösungen unterstützen Prävention und Monitoring.
  • Robotikgestützte OP-Systeme und Assistenzsysteme steigern Qualität und Effizienz.
  • Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktionsprozesse gewinnen an Bedeutung.

Mit folgenden Herausforderungen sieht sich die Branche konfrontiert:

  • Unternehmen, die auf den Einsatz von KI, digitalen Plattformen und automatisierten Managementsystemen verzichten, werden vom Markt verdrängt.
  • Regulatorische Hürden wie die MDR (Medical Device Regulation) könnten Innovationsprozesse verlangsamen.
  • Wachsende Abhängigkeit von globalen Technologieplattformen birgt Risiken für die digitale Souveränität.
  • Fachkräftemangel und hohe Anforderungen an IT-Kompetenzen erschweren den Wandel.
  • Internationale Wettbewerbsfähigkeit muss durch gezielte Förderung gestärkt werden.

Branchen Ranking: Übersicht der Top-10-Zukunftsbranchen in Deutschland(Bild:  Future Management Group)
Branchen Ranking: Übersicht der Top-10-Zukunftsbranchen in Deutschland
(Bild: Future Management Group)

Die Branche kann langfristig zur Versorgungsautonomie und wirtschaftlichem Wachstum beitragen

„Unsere Studie zeigt, dass insbesondere technologiegetriebene Industrien ein enormes Potenzial besitzen. Sie können die Chancen großer transformativer Veränderungen nutzen – vorausgesetzt, sie investieren mit einem guten Maß an Risikobereitschaft und Zukunftsfreude,“ erklärt Prof. Dr. Pero Mićić, CEO der Future Management Group AG.

Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender der Medizintechnik bei Spectaris, ergänzt: „Deutschland ist der zweitgrößte Medizintechnik-Standort weltweit. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht die Branche ein klares industriepolitisches Konzept. Die neue Bundesregierung muss die Handlungsempfehlungen des ‚Round Table Gesundheitswirtschaft‘ zügig umsetzen. Dazu gehören die beherzte Rücknahme überbordender Regulierung, innovationsfreundliche Zulassungsbedingungen, Förderung von Freihandel und gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nur wenn Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland gehalten werden, kann die Branche langfristig zu Versorgungsautonomie und wirtschaftlichem Wachstum beitragen.“

Methodik der Studie

Die Studie, die die Future Management Group im Auftrag von Spectaris durchgeführt hat, basiert auf einer umfassenden Bewertung technologischer und wirtschaftlicher Trends. Fünf zentrale Transformationsszenarien, die bis 2040 für einen Großteil der produzierenden Industrie relevant sind, standen im Mittelpunkt der Untersuchung:

  • Steigerung von Computerleistung und Datenmengen
  • Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz
  • Arbeit wird zum Hobby (Automatisierung durch Robotik)
  • Steigende Lebenserwartung
  • Nachhaltigeres Wirtschaften

Vor dem Hintergrund dieser Trendszenarien wurden drei Fragestellungen detailliert analysiert und auf einer Punkteskala eingeordnet:

  • 1. Wie groß ist die Betroffenheit der jeweiligen Branchen durch die Trendszenarien insbesondere im Hinblick auf den Anteil der betroffenen Unternehmen? (als Multiplikator)
  • 2. Wie groß ist das Chancenpotenzial mit Blick auf Effizienzsteigerung und Marktwachstum – also das erwartbare zusätzliche Wertschöpfungspotenzial der Branche durch technologische und wirtschaftliche Entwicklungen?
  • 3. Wie groß ist das Disruptionspotenzial mit Blick auf heutige Schlüsseltechnologien und Fähigkeiten deutscher Unternehmen – also das bedrohte Wertschöpfungspotenzial der deutschen Branche?

Daraus wurde die Gesamtpunktzahl im Ranking errechnet. Branchen, die sowohl starke Wachstumschancen als auch vergleichsweise geringe Disruptionsrisiken aufweisen, schnitten besonders gut ab. Eine hohe Betroffenheit von Disruptionen bedeutet jedoch nicht zwangsläufig ein geringes Wachstum – vielmehr kann starker Veränderungsdruck Chancen erst sichtbar machen und Innovationsprozesse beschleunigen.

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(Bild: VCG)

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