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Wie Ransomware auch Medizingeräte bedroht

Ein Gastbeitrag von Galina Antova 4 min Lesedauer

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Kritische Infrastrukturen und damit auch Krankenhäuser werden vermehrt Ziel von Ransomware-Attacken. Dabei ist die Erpressersoftware nicht nur eine Bedrohung für die Healthcare-IT, sondern auch für Geräte des Internet der medizinischen Dinge (IoMT). Mit den geeigneten Maßnahmen können die Einrichtungen jedoch das Risiko eines erfolgreichen Angriffs reduzieren.

Einrichtungen des Gesundheitswesens zahlen häufig Lösegelder, um ihren Betrieb zu sichern. Das macht sie bei Hackern besonders beliebt(© sudok1 – stock.adobe.com)
Einrichtungen des Gesundheitswesens zahlen häufig Lösegelder, um ihren Betrieb zu sichern. Das macht sie bei Hackern besonders beliebt
(© sudok1 – stock.adobe.com)

In den letzten Jahren haben Cyberkriminelle bei Ransomware-Angriffen zunehmend kritische Infrastrukturen ins Visier genommen. Dies liegt vor allem daran, dass diese Einrichtungen aufgrund des Zeitdrucks und ihrer grundlegenden Aufgaben gezwungen sind, schnell zu zahlen. Untersuchungen zufolge waren 2021 rund 80 Prozent der KRITIS-Betreiber von solchen Angriffen betroffen, wobei 62 Prozent ein Lösegeld gezahlt haben. Ein wesentlicher Teil der kritischen Infrastruktur sind dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens. Wie jedes andere Unternehmen sind auch sie zunehmend vernetzt und vertrauen bei fast jedem Arbeitsschritt auf Technologie.

Während die Auswirkungen von Ausfallzeiten aufgrund von Ransomware in anderen kritischen Infrastrukturen hauptsächlich mit finanziellen Verlusten und dem Verlust von wichtigen Diensten wie der Stromversorgung verbunden sind, sind sie in der Regel nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Bei Ransomware-Angriffen auf den Gesundheitssektors kann dies jedoch der Fall sein: Ein Blick auf die Daten zeigt deutlich, dass Ransomware zu einer erhöhten Sterblichkeit führen kann. Die Gründe dafür sind vielfältig, zum Beispiel Verzögerungen bei der Behandlung, die Verlegung von Notfallpatienten in andere Einrichtungen und das Vertrauen auf nicht funktionierende Geräte zur Überwachung der Vitalparameter. Die Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft und ist laut Experten ein „dringender Weckruf für die Gesundheitsbranche, ihre Programme für Cybersicherheit und Drittanbieterrisiken umzugestalten oder das Leben von Patienten zu gefährden“.

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