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Nachhaltigkeitsstrategie Weniger Energiekosten in der Medizintechnik

Quelle: Pressemitteilung Festo 3 min Lesedauer

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Der Begriff „Nachhaltigkeit“ gerät allzu oft zum bloßen Lippenbekenntnis. Nicht so bei Wellspect: Das Unternehmen, ein weltweiter Hersteller von Lösungen für die medizinische Kontinenzversorgung, hat Nachhaltigkeit fest in seiner Unternehmensstrategie verankert und lebt deren Umsetzung. Kein Wunder, dass das Unternehmen in seinem Werk im schwedischen Mölndal bei Göteborg auf die Festo Energy Saving Services setzt, mit denen Wellspect jährlich 37.000 Euro an Energiekosten spart.

Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Wellspect: Bo Lilja (r.), Energieeffizienz-Experte von Festo Schweden, führt in Gegenwart von Erik Blomholt, Instandhaltungsmanager bei Wellspect, das Energieeffizienz-Audit durch. (Bild:  Wellspect)
Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Wellspect: Bo Lilja (r.), Energieeffizienz-Experte von Festo Schweden, führt in Gegenwart von Erik Blomholt, Instandhaltungsmanager bei Wellspect, das Energieeffizienz-Audit durch.
(Bild: Wellspect)

Diese Energieeinsparungen entsprechen 24 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr. Ein angenehmer Nebeneffekt des geringeren Energieverbrauchs: Die Maschinenverfügbarkeit an einer der Verpackungslinien für Katheter erhöhte sich aufgrund des geringeren Komponentenverschleißes um 10 Prozent.

Druckluftenergieeffizienz-Audit

„Bo Lilja, Energieeffizienzexperte von Festo Schweden, hat mit dem Druckluft-Energieeffizienz-Audit von Festo Schwachstellen in unserer Anlage aufgedeckt und aufgezeigt, welche Maßnahmen sich in unserem Druckluftsystem am ehesten auszahlen“, erklärt Erik Blomholt, Instandhaltungs-Ingenieur bei Wellspect. Energieexperte Lilja stellte die Maßnahmen dem Wartungsteam von Wellspect online im Festo Energy Saving Services Portal zur Verfügung. „So konnten wir die Behebung von Mängeln wie die Beseitigung von Leckagen, einfach und strukturiert überwachen“, sagt Blomholt. Nicht zuletzt lassen sich so auch Energieverluste und CO2-Emissionen beziffern.

Das Druckluftenergieeffizienz-Audit umfasste fünf Schritte: In den ersten drei Schritten analysierte der Energieeffizienz-Experte Bo Lilja die Drucklufterzeugung, die Druckluftaufbereitung und die Druckluftverteilung des Gesamtsystems, bevor er sich den pneumatischen Anwendungen widmete, also den Maschinen und Anlagen selbst. Dabei analysierte er die Energieeffizienz dieser Maschinen und Anlagen und spürte Leckagen auf. „Ich habe geprüft, ob Antriebe, Ventile und Schläuche optimal dimensioniert sind, ob Blas- und Vakuumanwendungen effizient ausgelegt sind und ob Installations- und Steuerungskonzepte optimiert werden sollten“, erklärt Lilja. Im fünften und letzten Schritt entwickelte der Spezialist ein Konzept für ein Druckluft-Monitoring-System, mit dem sich die Energiezustände permanent überwachen lassen.

Umfassende Analyse

Katheterproduktion bei Wellspect: Bis 2025 hofft das Unternehmen, den Energieverbrauch bei der Herstellung jedes Katheters im Vergleich zu 2020 um 12 Prozent senken zu können. (Bild:  Wellspect)
Katheterproduktion bei Wellspect: Bis 2025 hofft das Unternehmen, den Energieverbrauch bei der Herstellung jedes Katheters im Vergleich zu 2020 um 12 Prozent senken zu können.
(Bild: Wellspect)

Am Ende der Analyse erhielt Wellspect einen ausführlichen Bericht mit einer genauen Dokumentation der Daten und priorisierten Handlungsempfehlungen. Die Dokumentation zeigt u. a. Energieverbräuche und -kosten, Leistungsreserven und CO2-Emissionswerte, die Wellspect für die Offenlegung im eigenen Nachhaltigkeitsbericht zum Beispiel nach GRI (Global Reporting Initiative) oder GHG (Greenhouse Gas) benötigt.

Die Durchführung des Energieeffizienz-Audits ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Wellspect. Drei Themen stehen dabei im Vordergrund: Gesundheit und Wohlbefinden, indem mehr Menschen durch Blasen- und Darmmanagementlösungen ein erfülltes, unabhängiges und selbstbewusstes Leben ermöglicht wird, ein sicherer, engagierter und inspirierender Arbeitsplatz und ein reduzierter ökologischer Fußabdruck.

Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen

Wellspect hat die Vision, bis 2045 CO2-neutral zu werden. Bereits heute werden die Produktionsstätten des Unternehmens ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben. Die Festo Energy Saving Services sollen den Weg zu weiteren Einsparungen weisen. Die nun eingesparten Energie- und Gerätekosten von 37.000 Euro pro Jahr beziehen sich auf drei Produktionslinien, zwei weitere sind bereits identifiziert. „Unser Ziel ist es, alle Produktionsanlagen energetisch zu optimieren. Deshalb werden wir die Energieeffizienz-Audits Schritt für Schritt auf alle unsere Anlagen ausweiten“, sagt Chef-Instandhalter Blomholt.

Auf diese Weise wird es möglich sein, die jährlich verbrauchten Kilowattstunden für jeden produzierten Katheter kontinuierlich zu reduzieren. Bis 2025 hofft Wellspect, den Energieverbrauch bei der Herstellung jedes Katheters im Vergleich zu 2020 um 12 Prozent senken zu können. Da wöchentlich eine große Menge an Kathetern produziert wird, führt die endgültige Zahl zu erheblichen Kosteneinsparungen.

Predictive Energy mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen

Um die Energieeffizienz einer Maschine oder Anlage kontinuierlich zu überwachen und bei Verbrauchsabweichungen von den Sollwerten permanent korrigierend eingreifen zu können, könnte die Festo Automation Experience, kurz Festo AX, das richtige Werkzeug für mehr Energieeffizienz bei Wellspect werden. Es ist eine einfach zu bedienende Lösung, mit der Anwender mittels künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen einen hohen Mehrwert aus den Daten der Maschinen und Anlagen erzielen können.

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Mit Festo AX Predictive Energy wird ein „Fingerabdruck" des Energieverbrauchs der Produktionslinie erfasst und kontinuierlich mit dem Ist-Zustand verglichen. Durch den Einsatz von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz können Leckagen automatisch erkannt werden. Und das, ohne vorher alle möglichen Fehlerursachen beschreiben und lernen zu müssen. Eine frühzeitige Reaktion auf eine so initiierte Leckage senkt direkt die Produktionskosten und sorgt für einen frühen ROI der Lösung.

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