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Beyond KI: vom Hype in den Alltag?! Warum künstliche Intelligenz nur im Zusammenspiel mit Menschen und Prozessen wirkt

Quelle: Pressemitteilung Kumavision 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen angekommen – zumindest als Thema. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Der Nutzen entsteht nicht durch einzelne Tools, sondern durch den richtigen Einsatz im Arbeitsalltag. Das Live-Webinar „Beyond KI – vom Hype in den Alltag?!“ zeigt, worauf es dabei ankommt: realistische Anwendungsfälle, passende Prozesse und Mitarbeiter, die KI-Ergebnisse einordnen und verantwortungsvoll nutzen.

Das Webinar „Beyond KI – vom Hype in den Alltag?!“ findet am 25. September von 10 bis 11 Uhr statt.(Bild:  Kumavision)
Das Webinar „Beyond KI – vom Hype in den Alltag?!“ findet am 25. September von 10 bis 11 Uhr statt.
(Bild: Kumavision)

Viele Unternehmen haben erste Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz gesammelt – etwa mit Chatbots, automatisierter Dokumentenverarbeitung oder Assistenzfunktionen in bestehender Software. Der nächste Schritt ist anspruchsvoller: KI muss so in Arbeitsabläufe eingebunden werden, dass sie Prozesse tatsächlich unterstützt und nicht nur zusätzliche Komplexität erzeugt.

Das erinnert an frühere Digitalisierungsprojekte: Auch ERP-Systeme entfalten ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn Prozesse, Datenqualität und Verantwortlichkeiten stimmen. Bei KI ist es ähnlich. Die Technologie kann Arbeit erleichtern und Entscheidungen vorbereiten – tragfähig wird der Einsatz aber erst, wenn die Organisation klare Ziele verfolgt und bereit ist, ihr Vorgehen laufend zu überprüfen. „Der Nutzen von KI entsteht dort, wo Technologie sinnvoll in Prozesse eingebettet wird und Menschen die Ergebnisse bewusst einordnen“, so Jens Fröhlich, einer der Initiatoren von „Software-Prozesse-Menschen“.

Drei Perspektiven – ein Gesamtsystem

Im Live-Webinar „Beyond KI – vom Hype in den Alltag?!“ wird die KI-Integration aus drei Perspektiven betrachtet:

  • Software: Welche Möglichkeiten bietet KI heute tatsächlich?
  • Prozesse: Welche organisatorischen Voraussetzungen sind notwendig?
  • Menschen: Wie verändern sich Rollen, Kompetenzen und Zusammenarbeit?

Software, Prozesse und Menschen lassen sich dabei nicht getrennt betrachten. Wer KI nur als neues Werkzeug einführt, bleibt häufig hinter den Möglichkeiten zurück. Entscheidend ist, ob die Technologie in bestehende Abläufe passt, ob Verantwortlichkeiten geklärt sind und ob Mitarbeiter die Ergebnisse prüfen und sinnvoll weiterverwenden können.

KI braucht Governance – und kritisches Denken

Ein zentrales Thema ist der verantwortungsvolle Umgang mit KI-Ergebnissen. KI-Systeme liefern Antworten oft schnell und überzeugend formuliert. Genau deshalb müssen Unternehmen festlegen, wie Ergebnisse geprüft werden, wer Verantwortung trägt und welche Grenzen für den Einsatz gelten.

Aus der Praxis ist bekannt: Je plausibler eine Antwort wirkt, desto eher wird sie übernommen. Das kann hilfreich sein, birgt aber auch Risiken. Ohne klare Leitlinien besteht die Gefahr, dass Fehler unbemerkt weiterverwendet oder Entscheidungen zu stark auf automatisierte Vorschläge gestützt werden.

Was gute KI-Governance ausmacht:

  • Klare KI-Leitlinien, ähnlich wie Qualitätsmanagement-Richtlinien
  • Benennung eines KI-Verantwortlichen im Unternehmen
  • Integration von KI in das Qualitätsmanagementsystem (QM)
  • Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiter
  • Stärkung der menschlichen Verantwortung im Umgang mit KI-Ergebnissen

Governance bedeutet dabei nicht zusätzliche Bürokratie. Sie schafft Orientierung: Welche Anwendungen sind erlaubt? Welche Daten dürfen genutzt werden? Wann ist eine fachliche Prüfung erforderlich? Solche Regeln helfen, KI nachvollziehbar, sicher und verantwortungsvoll einzusetzen.

Mitarbeiter mitnehmen – Lernbereitschaft als Schlüssel

Technologischer Wandel funktioniert nur, wenn Mitarbeiter ihn mittragen. KI verändert Aufgaben, Rollen und Zusammenarbeit – nicht überall gleichzeitig und nicht in jedem Bereich gleich stark, aber spürbar. Deshalb reicht technisches Training allein nicht aus. Unternehmen brauchen eine Kultur, in der Fragen erlaubt sind, Erfahrungen geteilt werden und der Umgang mit KI Schritt für Schritt eingeübt wird.

Besonders wichtig ist die Fähigkeit, Ergebnisse nicht ungeprüft zu übernehmen. Mitarbeiter müssen einschätzen können, wann KI unterstützt, wann fachliche Kontrolle notwendig ist und wann menschliche Entscheidungskompetenz Vorrang hat. Das ist weniger eine reine IT-Frage als eine Führungs- und Organisationsaufgabe. „KI wird dann wirksam, wenn Menschen sie verstehen, Prozesse darauf vorbereitet sind und Verantwortung klar geregelt ist“, so Martin Borgstädt, Leadership Coach und Mentor.

Praxisnaher Austausch statt Produktdemo

Das Webinar „Beyond KI – vom Hype in den Alltag?!“ ist als praxisnaher Austausch angelegt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Unternehmen, typische Stolpersteine und Erfolgsfaktoren bei der Einführung von KI im Arbeitsalltag – nicht eine Produktpräsentation. Teilnehmer können eigene Fragen und Erfahrungen einbringen. So entsteht ein Austausch darüber, wie KI im Unternehmen sinnvoll, sicher und mit Blick auf die Menschen eingesetzt werden kann.

Zur Veranstaltung: 25. September von 10 bis 11 Uhr. Referenten: Leonhard Gerlach (Geschäftsführer und Senior Consultant H27 Consulting), Martin Borgstädt (Leadership Coach und Mentor, Medizintechnik-Experte), Jens Fröhlich (Principal Consultant Medtec, Kumavision AG), Moderation: Kristina Dönninghaus (erste Ansprechpartnerin für Unternehmen aus Medizintechnik und Gesundheitsmarkt bei Kumavision).

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