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Ausgezeichnetes Mikroskopie-Gerät Tiefe Blicke ins Gehirn

Quelle: Pressemitteilung Leibniz-Gemeinschaft 2 min Lesedauer

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Der Leibniz-Gründungspreis 2025 geht an Deep En. Die Ausgründung des Leibniz-Instituts für photonische Technologien in Jena entwickelt minimalinvasive Mikroendoskop-Systeme für Neurowissenschaften und Medizin.

Das ausgezeichnete Gründungsteam von Deep En (Sergey Turtaev, Jiri Hofbrucker, Hana Cizmarova, Tomáš Čižmár, Patrick Westermann) mit Leibniz-Vizepräsident Sebastian Lentz und Leibniz-Präsidentin Martina Brockmeier (v.r.).(Bild:  David Ausserhofer/Leibniz-Gemeinschaft)
Das ausgezeichnete Gründungsteam von Deep En (Sergey Turtaev, Jiri Hofbrucker, Hana Cizmarova, Tomáš Čižmár, Patrick Westermann) mit Leibniz-Vizepräsident Sebastian Lentz und Leibniz-Präsidentin Martina Brockmeier (v.r.).
(Bild: David Ausserhofer/Leibniz-Gemeinschaft)

Tiefe Einblicke in das Gehirn und andere Organe – mit einer bislang unerreichten Auflösung bei minimaler Invasivität: Das ermöglicht die Deep En GmbH aus Jena. Ihre Technologie eröffnet neue Chancen für die neurowissenschaftliche Forschung und die Medizin. Dahinter steht eine Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena, die das weltweit dünnste Mikroskopie-Gerät entwickelt hat.

Für diese Innovation erhält Deep En den mit 50.000 Euro dotierten Gründungspreis 2025 der Leibniz-Gemeinschaft. Das Preisgeld möchte das 2024 gegründete Start-up für die Vorbereitung der Markteinführung des Mikroendoskops, Neuro Deep, Ende 2025 verwenden. „Wir planen eine große Marketingkampagne sowie die Teilnahme an Messen in Europa, Asien und den USA“, sagt Hana Čižmárová, die bei Deep En die Kundenentwicklung leitet. „Dafür können wir das Preisgeld hervorragend einsetzen.“

Haardünne Endoskope

Mit Hilfe präziser holografischer Lichtsteuerung können optische Glasfasern mit dem Durchmesser eines menschlichen Haares als leistungsstarke Bildgebungsgeräte in tiefliegenden Körperregionen genutzt werden. Diese ultraminimal invasiven Instrumente sollen zunächst die neurowissenschaftliche und biomedizinische Forschung beschleunigen und insbesondere zum Verständnis von Alterungsprozessen, degenerativen Veränderungen und Neuroplastizität beitragen. „Unsere fortschrittliche Bildgebungstechnologie soll Forschenden helfen, neue therapeutische Strategien für neuronale Störungen zu entwickeln“, erklärt Sergey Turtaev, Geschäftsführer und Mitbegründer von Deep En. „Langfristig, sobald weitere technische Hürden überwunden sind, könnten diese haardünnen Endoskope eine neue Generation klinischer Geräte prägen.“

Basis für die Entwicklung ist die international führende Forschungsarbeit der Gruppe für holographische Endoskopie unter der Leitung von Tomáš Čižmár am Leibniz-IPHT: In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Karls-Universität Prag, Institut für Wissenschaftliche Instrumente der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Brno, sowie dem Leibniz-Institut für Neurobiologie und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Magdeburg entwickelte das Deep-En-Team den Prototypen eines hochauflösenden holografischen Endoskops.

Deep En wird zunächst primär sein Laborsystem Neuro Deep vermarkten, das sich an private und öffentliche Labore richtet. Zudem bietet Deep En dazu passende Einweg-Endoskopiesonden zur Verwendung im lebenden Gewebe sowie kundenbezogene Serviceleistungen und Schulungen an.

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