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3D-Druck Silikonarmband für medizinisches Überwachungsgerät

Quelle: Pressemitteilung Tecnoseal 2 min Lesedauer

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Das Technologieunternehmen Tecnoseal hat ein spezielles Silikonarmband für ein medizinisches Überwachungsgerät entwickelt.

Tecnoseal hat das Armband des Nachblutungsdetektors, das aus biokompatiblem Silikon in speziellem, schmutzabweisend Design produziert wird, entwickelt.(Bild:  Isar-Medical Technology)
Tecnoseal hat das Armband des Nachblutungsdetektors, das aus biokompatiblem Silikon in speziellem, schmutzabweisend Design produziert wird, entwickelt.
(Bild: Isar-Medical Technology)

In Deutschland werden im Schnitt 300 Schilddrüsenoperationen pro Tag durchgeführt. Dabei kommt es jeden Tag bei sechs Patienten zu gefährlichen Nachblutungen, die zu den schwerwiegendsten Komplikationen der Schilddrüsen-OP zählen. Dies liegt daran, dass ein Druckanstieg im Hals, wie er durch eine Nachblutung entsteht, beim Patienten schon bei kleiner Blutmenge einen Atemstillstand hervorrufen kann. Da das Blut in aller Regel nicht nach außen austritt, sondern im Körper verbleibt, ist die Nachblutung nicht einfach zu diagnostizieren. Vor dem Hintergrund immer kürzer werdender stationärer Verweildauer, dem zunehmenden Mangel an erfahrenem Pflegepersonal und der Diskussion um ambulant mögliche Operationen kommt der frühzeitigen Erkennung der Nachblutung besondere Bedeutung zu.

Das Unternehmen Isar-Medical Technology hat in den vergangenen Jahren einen Nachblutungsdetektor entwickelt, der durch eine kontinuierliche invasive Messung eine Nachblutung zu einem erheblich früheren Zeitpunkt feststellt. Das ermöglicht die rechtzeitige Re-Operation und Blutstillung noch im symptomfreien Stadium und eine datenbasierte Entscheidung für eine nötige Rettungsaktion.

Das Lustenauer Unternehmen Tecnoseal hat das Projekt seit dem ersten Prototyp bis zur aktuell laufenden Zulassungsstudie begleitet. Dabei geht es um das Armband des Überwachungsgeräts, das aus biokompatiblem Silikon in speziellem, schmutzabweisend Design produziert wird. Tecnoseal hat dafür auf einem 3D-Drucker Prototypen in elastischem Silikon in unterschiedlichen Härtegraden gedruckt. Für die laufende Studie wurde das Band mittlerweile als Vorserienmuster in Originalmaterial gefertigt.

Silikon bringt viele Vorteile

Gerade in der Medizintechnik bringt Silikon viele Vorteile: Biokompatibilität, gute Sterilisierbarkeit, extrem flexibel, beständig gegen Säuren und Laugen, sehr temperaturstabil und eine lange Lebensdauer. Hinzu kommt die Beständigkeit gegen UV-Strahlung, Ozon und Pilzbefall. Anwendungsgebiete sind u. a. prothetische Versorgungen, Silikonschläuche, Beatmungsmasken, Komponenten für Displays und Bedienelemente sowie Schalter und Dichtungen für medizinische Geräte.

Mit den Ergebnissen der Studie wird Ende 2024 gerechnet. Dann steht bei Tecnoseal die Umsetzung der Serie im LSR-Spritzgussverfahren auf dem Programm. „Das Forschungsteam rund um Isar-M erwartet, dass die einfache Überwachungsmethode mit einer winzigen Sonde auch bei vielen anderen Eingriffen an verschiedenen Organen Einsatz finden wird und Operationen so noch sicherer macht“, gibt Gernot Stoppel, Geschäftsführer von Tecnoseal, einen Blick in die Zukunft.

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