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Jugend forscht

Puls-Messen durch Finger-Auflegen

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„Theoretisch wäre sogar ein All-In-One-Gerät möglich, das mit einem Mal die Sauerstoffsätigung des Blutes und den Puls misst und die Aufgaben eines EKGs übernimmt,“ sagt Anna Hölterhoff. Jule Kuhn ergänzt: „Das würde dann alles auf einem einzigen Display zusammenlaufen, der als Touchscreen denkbar wäre.“ Bisher hat sich noch niemand gemeldet, der als Partner bei einer Umsetzung agieren möchte, vielleicht kommt das noch, denn die Kieler Schülerinnen sind im Oktober zur VDE-MINT-Akademie (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) nach München eingeladen, um dort im Themenbereich „Mobilität und Medizin“ ihr Projekt zu präsentieren.

Freiwillig Physik in den Ferien

Jule Kuhn, Jule Stevens und Anna Hölterhoff waren bereits im Jahr 2012 Landessiegerinnen bei Jugend forscht im Fachbereich Physik. Da traten sie mit ihrem Projekt Leistungsoptimierung einer Solarzelle in Daniel Düsentriebs Fußstapfen. Die Idee für eine erneute Teilnahme kam, nachdem sie einen Film über die Funktionsweisen des EKG sahen. „Wir haben dann mit dem Puls angefangen und uns gefragt, wie dieser sich präzise messen lässt. Wir haben das Ganze dann mit Hobbyelementen realisiert und Programmieren haben wir in dem Zusammenhang auch gleich gelernt,“ sagt Anna Hölterhoff. Um ihr Projekt zu realisieren, verbrachten die Jung-Forscherinnen einen großen Teil der Ferien bewaffnet mit Schokolade und teilweise sogar über Nacht in den Physikräumen der Schule.

Erleichterung im medizinischen Alltag

Dieser Einsatz hat sich gelohnt. die Kielerinnen haben die Jury und die Experten des VDE überzeugt. Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: „Wir freuen uns, wenn junge Menschen konsequent eigene Ideen und Projekte umsetzen und sich dafür einsetzen. Der technische Fortschritt ermöglicht so Erleichterungen im medizinischen Alltag.“ Neben dem mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis vergibt der VDE auch auf Landesebene bei Jugend forscht jährlich zahlreiche Sonderpreise. „Das ist ein Ansporn zum Weitermachen“, so Zimmer. Die Preisträgerinnen wollen auf jeden Fall weiter machen, sie planen schon jetzt die Teilnahme am Wettbewerb im nächsten Jahr. „Wir überlegen schon, was wir beim nächsten Mal machen“, sagt Anna Hölterhoff. Mit einem Teil des Preisgeldes wollen sie die Schulden begleichen, die für das Arduino-Zubehör nötig waren, der Rest wird gespart und in die nächste Teilnahme investiert.

Kontakt:

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

D-60596 Frankfurt am Main

www.vde.de

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