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Membranventile mit Rohrumformgehäuse sichern die Anlagenverfügbarkeit
Prüfstand für Dialysefilter

Ein Gastbeitrag von Alexander Equit* 4 min Lesedauer

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Bei der Dialyse arbeitet ein Filter, der so genannte Dialysator, als künstliche Niere. Dass dessen zuverlässige Funktion für Patienten lebenswichtig ist, versteht sich von selbst. Nicht trivial ist dagegen der automatische Prüfstand, der das sicherstellt. Hier kommen über 600 Ventile zum Einsatz, und neben Zuverlässigkeit und Hygieneanforderungen spielt auch die Energieeffizienz eine Rolle.

Die Dialysefilter werden im Dreischicht-Betrieb rund um die Uhr in einem automatischen Prüfstand unter Reinraumbedingungen getestet. (Bild:  Bürkert Fluid Control Systems)
Die Dialysefilter werden im Dreischicht-Betrieb rund um die Uhr in einem automatischen Prüfstand unter Reinraumbedingungen getestet.
(Bild: Bürkert Fluid Control Systems)

Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung sind darauf angewiesen, ihr Blut regelmäßig mithilfe einer Dialysetherapie reinigen zu lassen. Das Herzstück der Dialyse bildet der Dialysator, ein Filter, der als „künstliche Niere“ fungiert und durch verschiedene physikalische Prozesse sowohl Gifte aus dem Stoffwechsel als auch überschüssiges Wasser aus dem Blut entfernt. Dazu wird das Blut des Patienten durch bis zu 15.000 Hohlfasern im Dialysator geleitet, deren Wände aus einer dünnen Membran bestehen. Diese Membran besitzt feinste Poren, die Giftstoffe durchlassen, aber essenzielle Blutbestandteile des Patienten zurückhalten. Die B. Braun Avitum Saxonia GmbH, ein Tochterunternehmen des Medizintechnologie-Unternehmens B. Braun SE, fertigt in drei Werken am Standort Dresden genau dieses Herzstück der Dialyse, den Dialysator. Mithilfe von rund 900 Mitarbeitern werden hier Fasern gesponnen, Gehäuse geformt, montiert und verpackt.

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Die zuverlässige Funktion der Dialysatoren ist für den Patienten lebenswichtig. Die Filtermembranen werden deshalb unter Reinraumbedingungen in einem aufwendigen Verfahren auf Faserintegrität getestet. Für den Dichtheitstest werden die Fasern mit sterilem Wasser benetzt und mit steriler Prüfluft beaufschlagt. Auf der Dialysat-Seite fließt steriles Wasser (High Purified Water, kurz HPW) mit hoher mikrobiologischer Qualität, während auf der Blutseite die Prüfluft anliegt. Bei Fehlern käme Luft durch die Membran und es würden Blasen entstehen. Am Ende des Tests werden die geprüften Filtermembranen dann mit Warmluft getrocknet.