Zulieferer Intech hat beschlossen, seine Mittel zur Reinigung und Oberflächenbehandlung speziell für die Herstellung von chirurgischen Instrumenten weiterzuentwickeln. Die Wahl fiel dabei auf Reinigungsanlagen von Fisa, insbesondere wegen der Möglichkeit, Elektropolieren in die Linien zu implementieren.
Bei der Herstellung von Knieprothesenschablonen ist eine Reinigung oder Passivierung erforderlich.
(Bild: Intech)
Der Zulieferer für die Orthopädie-Branche Intech stellt v. a. Instrumente her, aber auch Implantate, Sterilisationscontainer und umspritzte Griffe. 95 Prozent der Produkte werden auf Kundenwunsch nach Maß gefertigt. Fisa ist seinerseits auf die Entwicklung, Herstellung und Installation von Reinigungsanlagen spezialisiert. Etwa ein Drittel des Umsatzes wird im medizinischen Bereich mit einem spezifischen Maschinenangebot erwirtschaftet. Um den Anforderungen dieses Marktes gerecht zu werden, ist das Unternehmen in der Lage, in seine Reinigungslinien Tanks für Oberflächenbehandlungsfunktionen wie Passivierung oder Anodisierung zu integrieren. Ein Standbein ist neu hinzugekommen: das Elektropolieren, das erstmals bei Intech implementiert wird. Fisa-Reinigungsgeräte bei Intech sind keine Neuheit, da es dies bereits in den 80er-Jahren gab. Auf dem Gelände von Rang-du-Fliers in Frankreich ist noch eine Fisa-Linie aus dem Jahr 1985 in Betrieb, die seitdem modernisiert wurde. Anfang der 2000er-Jahre folgten zudem weitere Investitionen in Standard-C40-Linien für Zwischen- und Endreinigung.
Ein Wechsel von Reinigung und Oberflächenbehandlung
Die Herstellung von Instrumenten erfordert viele aufeinanderfolgende Arbeitsgänge und am Ende der meisten ist eine Reinigung erforderlich: Bearbeitung, Wärmebehandlung (die bei Intech ausgelagert wird), Lasermarkierung, Elektropolieren und Passivierung zum Abschluss. Während die Reinigung bisher mit Fisa-Geräten durchgeführt wurde, wurden die Passivierungs- und Elektropoliervorgänge in angrenzenden Tanks durchgeführt. Die Körbe mussten manuell zwischen der Reinigungskette und den betreffenden Tanks bewegt werden. „Wir haben uns entschieden, dies durch zwei neue Linien zu ersetzen: Eine davon für Reinigung und Passivierung, die andere für Reinigung und Elektropolieren“, erklärt Thomas Mantelle, Prozessvalidierungsingenieur bei Intech.
Die neue Linie von Fisa kann Elektropolieren und Reinigen kombinieren.
(Bild: Intech)
Neben einem höheren Automatisierungsgrad besteht das Ziel darin, die für die kommenden Jahre erwartete Zunahme der Belastung und die zukünftige Alterung der derzeitigen Passivierungs- und Elektropoliertanks in Bezug auf die Kapazität, aber auch in Bezug auf die Sicherheit, zu antizipieren. „Für die Realisierung dieser neuen Linien haben wir vier Anbieter ins Rennen geschickt, darunter Fisa, auf die unsere Wahl schon früh im Evaluierungsprozess gefallen ist“, präzisiert Mantelle. „Wir hatten das Gefühl, dass Fisa aufmerksamer war, mehr Kontrolle hatte und mehr im Einklang mit unseren Vorhaben war.“ Die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Fisa war ausschlaggebend. „Wir waren mit deren Ausstattung und Betriebssicherheit vertraut“, fährt Mantelle fort. „Wir wussten, dass wir sie im Falle eines Problems dank des abgeschlossenen Wartungsvertrags nur anrufen mussten, damit sie schnell eingreifen konnten.“
Umgang mit Säure
Die anderen Anbieter im Rennen waren im Wesentlichen Reinigungsspezialisten, die auch die Integration der Passivierung beherrschen, nicht aber die des Elektropolierens. Dies ist schwieriger umzusetzen, v. a. weil es sich um starke Säuren handelt. „Wir haben uns unsere Erfahrung mit der Reinigung im optischen Bereich zunutze gemacht, die die Verwendung von Schwefelsäure bei 95 °C erfordert“, betont Stéphane Caudron, kaufmännischer Leiter bei Fisa France (und Referent für die gesamte Gruppe im medizinischen Bereich). „Dabei entstehen gefährliche Dämpfe, sowohl für die Bediener als auch für die Umwelt. Durch die Kontrolle dieser Dämpfe konnten wir mit Intech bezüglich des Elektropolierens zusammenarbeiten.“ Auf diese Weise konnte Fisa ein geeignetes Elektropoliermodul entwickeln, mit dem die Säurebeladung automatisiert, um die Handhabung durch das Personal zu minimieren, und die Dampfemissionen gesichert werden können. Dies ist eine Premiere für das Unternehmen. Fisa hat sich dazu entschieden, seine Fähigkeiten zu erweitern, um genau diesen Bedarf decken zu können, nachdem es in letzter Zeit mehrfach zum Elektropolieren aufgefordert wurde, insbesondere für den Export.
Die seit langem von Fisa beherrschte Passivierung wird bei Intech mit Salpetersäure (kalt) oder jetzt Zitronensäure (heiß, zwischen 50 und 55 °C) innerhalb dieser neuen Linie durchgeführt. Die Integration von zwei Passivierungstanks (Salpeter- und Zitronensäure) in derselben Linie und die Verdopplung der Kapazität aller Tanks führen zu einer vierfachen Produktivitätssteigerung. Erwähnenswert ist zudem, dass Fisa auch mit heißer Salpetersäure umgehen kann.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die beiden neuen Linien wurden Ende 2021 installiert. „Es gab nicht viele Überraschungen“, erzählt Mantelle. „Der Prozess, den wir im Vorfeld definiert hatten, funktioniert einwandfrei, ohne nennenswerte Probleme." Die in Frankreich ansässige Fisa-Gruppe hat Tochtergesellschaften in Deutschland (seit mehr als 30 Jahren), in Italien, in Spanien, in den Vereinigten Staaten, in Hongkong und seit kurzem auch in der Schweiz aufgebaut.