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Cybersecurity
Neue Datenräume für Medtech erschließen? Aber sicher!

Ein Gastbeitrag von István Lám* 4 min Lesedauer

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Die Europäische Union plant, einen virtuellen Datenraum für den eigenen Gesundheitssektor einzuführen – ein Thema, das nicht überall gut ankommt. Denn je weiter und mehr Daten fließen, desto höher wird das Risiko inkonsistenter Sicherheitsmaßnahmen. Wie sich Unternehmen schon heute entsprechend cybersicher aufstellen, erklärt Tresorit-CEO István Lám.

Ob Forschung oder Produktion – Datenschutz muss im Gesundheitssektor oberste Priorität haben.(Bild:  © metamorworks - stock.adobe.com)
Ob Forschung oder Produktion – Datenschutz muss im Gesundheitssektor oberste Priorität haben.
(Bild: © metamorworks - stock.adobe.com)

Die geplante Verordnung sowie ihre Umsetzung zur Einrichtung des „European Health Data Space“ (EHDS) ist ein Meilenstein europaweiter Forschungs- und Entwicklungsbemühungen. Die kurz- und mittelfristigen Pläne der Europäischen Union (EU) sowie deren langfristiges Ziel der „Health Union“ bieten für Medizinproduktehersteller Vorteile wie verkürzte Prozesse, einfachere Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg und schnellere Markteinführungen.

Medtech-Unternehmen arbeiten tagtäglich mit anderen Organisationen zusammen und müssen oft große Datenmengen übertragen. Sei es das Universitätsklinikum oder der Zulieferer, alle ergreifen per regulatorischer Anforderung Sicherheitsmaßnahmen. Doch welche Sicherheits- und Verschlüsselungssysteme für den Umgang mit Daten zum Einsatz kommen, kann von Standort zu Standort variieren. Die Unterschiede können insbesondere die Datenflüsse verkomplizieren und Prozesse unnötig in die Länge ziehen. Nicht selten entstehen Sicherheitslücken. Ein virtueller Datenraum mit einheitlichen Verschlüsselungs-, Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsstandards – je nach Datum – könnte vor allem über Firmen- und Landesgrenzen hinweg helfen.