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Hochpräzise Blechpakete
Miniaturisierte Antriebstechnologien für die nächste Generation medizinischer Geräte

Ein Gastbeitrag von Patrick Schulze* 4 min Lesedauer

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In der Medizintechnik steigen die Anforderungen an elektrische Antriebe kontinuierlich. Die Grenzen konventioneller Fertigungsmethoden werden dabei zunehmend sichtbar – insbesondere, wenn sehr kleine oder komplexe Geometrien, enge Toleranzen und höchste magnetische Güte gefordert sind. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue Fertigungs- und Paketierungsprozesse an Bedeutung, die sowohl technische als auch regulatorische Anforderungen moderner Medizintechnik erfüllen.

Miniaturisierte Statoren und Rotoren mit optimierten Eigenschaften eignen sich für ein breites Spektrum medizinischer Anwendungen.(Bild:  SWD AG)
Miniaturisierte Statoren und Rotoren mit optimierten Eigenschaften eignen sich für ein breites Spektrum medizinischer Anwendungen.
(Bild: SWD AG)

Moderne medizintechnische Systeme verlangen nach immer ausgefeilteren Antriebslösungen, die nicht nur kraftvoll, sondern auch hochpräzise arbeiten. Besonders bei sensiblen Anwendungen wie robotisch assistierten Eingriffen oder minimalinvasiven Instrumenten kann bereits eine geringfügige Unwucht oder Geräuschentwicklung die Genauigkeit beeinflussen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz und thermische Stabilität, damit Geräte auch bei langen Einsatzzeiten zuverlässig funktionieren.

„Der Trend geht klar zu immer kleineren, kompakteren und leiseren Antrieben“, erklärt Thomas Stäuble, CEO der Schweizer SWD AG, die sich auf die Produktion hochpräziser Stator- und Rotortechnik, u. a. für die Medizintechnik, spezialisiert hat. In chirurgischen Instrumenten, etwa Fräsen, Sägen oder Bohrern, sei die Kombination aus hoher Leistung, Vibrationsarmut und minimaler Erwärmung essenziell. Auch Geräte für die minimalinvasive Chirurgie setzen zunehmend auf elektrische Antriebe, die ohne störende Geräusche und mit maximaler Energieeffizienz arbeiten.