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Medizinisches IoT: Herausforderungen für das Gesundheitswesen

Von Martin Nappi* 4 min Lesedauer

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Das Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) bietet enorme Möglichkeiten sowie tiefgreifende Herausforderungen für Unternehmen, die sich der digitalen Transformation stellen möchten. Keine Branche steht bei der Bewältigung dieses Wandels vor mehr Herausforderungen als das Gesundheitswesen.

Was wünschen sich Gesundheitsdienstleister von Herstellern medizintechnischer Geräte in Bezug auf die Netzwerk- und Gerätesicherheit?(Bild:  Publitek)
Was wünschen sich Gesundheitsdienstleister von Herstellern medizintechnischer Geräte in Bezug auf die Netzwerk- und Gerätesicherheit?
(Bild: Publitek)

Unternehmen, die sich für den digitalen Wandel und das IoT interessieren, können jahrelang mit der „Digitalisierung“ kämpfen und dennoch scheitern. Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister sind genauso komplex wie andere Unternehmen und müssen zusätzlich für die Sicherheit ihrer Patienten und deren Gesundheitsdaten sorgen sowie sicherstellen, dass Einrichtungen rund um die Uhr betriebsbereit sind. Darüber hinaus ist die Gesundheitsbranche ein Ziel von immer raffinierteren Cyberkriminellen, die Ransomware installieren (um Lösegeld zu erpressen), Patientenakten stehlen oder Patienten mit vernetzten medizinischen Geräten wie Insulinpumpen oder Herzschrittmachern Schaden zufügen wollen.

Eine Gesundheitseinrichtung kann den Cybersicherheitsrichtlinien des National Institute of Standards Technology (NIST) zwar genau folgen, aber ihr Netzwerk wird nur so sicher sein wie der schwächste Zugangspunkt. Immer häufiger werden ungesicherte medizinische Geräte als Einfallstor verwendet, um sich Zugang zu einem Krankenhausnetzwerk zu verschaffen. Jede Art vernetzter medizinischer Geräte hat ihre eigene Komplexität, die zum Zeitpunkt des Produktdesigns gesichert werden muss. Jedes Gerät verfügt über eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API), eine Benutzeroberfläche, eine URL und häufig auch über Schnittstellen für HDMI, Bluetooth oder WLAN, die alle ausgenutzt bzw. missbraucht werden können, wenn sie vom Gerätehersteller nicht ordnungsgemäß gesichert werden. Leider liegt die Hauptverantwortung für die Sicherung dieser Geräte letztendlich beim Gesundheitsversorger.