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Kunststoffteile prozesssicher verbinden
Laserschweißen – einfach, sicher und sauber

Ein Gastbeitrag von Frank Brunnecker und Christian Ebenhöh* 7 min Lesedauer

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Laserschweißen von Kunststoffen ist das ideale Verfahren, wenn Kunststoffteile medizinischer Produkte prozesssicher miteinander verbunden werden sollen. Diese Technologie genießt einen guten Ruf in der Medizintechnik-Industrie, da sie als validierungssicher gilt. Vom Blutzuckermessgerät bis hin zu Strukturkomponenten medizinischer Ausrüstung wird das Verfahren in vielen Bereichen eingesetzt.

Abb. 1: Lasergeschweißtes medizinisches Bauteil (nadellose Spritze)(Bild:  Evosys)
Abb. 1: Lasergeschweißtes medizinisches Bauteil (nadellose Spritze)
(Bild: Evosys)

Laserschweißen von Kunststoffen hat sich in den vergangenen 20 Jahren bedeutend weiterentwickelt und zählt heute zu den bevorzugten Verfahren, wenn es darum geht, sichere Verbindungen zu erzeugen. Insbesondere bei Anwendungen, die eine hohe Sauberkeit im Herstellungsprozess erfordern, spielt die berührungslose und schonende Fügetechnologie ihre Stärken aus. Dabei werden die beiden zu verbindenden Bauteile überlappend positioniert und mit definiertem Druck aufeinandergepresst (vgl. Abb. 2). Beim üblichen Prinzip des Durchstrahlschweißens durchdringt der Laser mit einer Wellenlänge im Bereich von 800 bis 1.100 nm das obere, lasertransparente Bauteil und wird an der Oberfläche des unteren Bauteils absorbiert. Der untere Fügepartner wird dadurch direkt, der obere über Wärmeleitung so weit erhitzt, bis beide Materialien aufschmelzen und es zu einer stoffschlüssigen Verbindung kommt.