Flying Health KHZG: Wo stehen Krankenhäuser und Hersteller heute – und wo kann es noch hingehen?
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Das Ende 2020 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) sieht eine Förderung von Digitalisierungsvorhaben in Krankenhäusern vor und mobilisiert hierfür bis zu 4,3 Mrd. Euro. Bei dieser Summe ist klar: Das KHZG ist eine einmalige Chance für Kliniken – und auch für Medizintechnikhersteller.
Für die Medizintechnik bedeutet das Ende Oktober 2020 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) vor allem ein kurzes Window-of-Opportunity, das sich zum Jahresende 2021 für relativ lange Zeit wieder schließen wird. So divers die Medizintechnik auch ist – vom bildgebenden Großgerät über den Herzschrittmacher bis hin zu einem Sensorpatch mit App als digitalem Medizinprodukt –, im stationären Geschäftsumfeld wird gerade der Einkauf für die nächsten drei Jahre entscheidend geprägt. Während die Hersteller von reinen IT-Produkten wie beispielsweise KIS-Anbieter oder Hersteller von Spezialsystemen wissen, dass sie in den nächsten Jahren vermutlich weitestgehend nur verkaufen, was im KHZG-Prozess beantragt wurde, ist die Planung für Medizintechnikhersteller mit mehr Unsicherheiten behaftet.
Moderne Medizintechnik ist digital anschlussfähig und muss sich in die IT-Landschaft eines Krankenhauses integrieren. Zudem haben viele Hersteller eigene rein digitale Systeme, die sie anbieten oder auf Plattformen in den Kliniken integrieren. Durch diesen Rahmen werden Marketing und Vertrieb für Medizintechnikhersteller in den kommenden Jahren durch das KHZG geprägt sein. Je nach Portfolio könnten die Bestellungen außerhalb von Förderprojekten stark sinken oder die Rahmenbedingungen determinieren sehr stark die Voraussetzungen für die Integration neuer Geräte und deren Systeme. Begleitet wird dieser Umstand von knappen Ressourcen in den Krankenhäusern auf allen Ebenen. Die IT-Abteilungen dürfen und müssen in kurzer Zeit ein Vielfaches ihres üblichen IT-Budgets ausgeben und produktiv nehmen. Das bindet Ressourcen im Management, dem Einkauf, der IT aber auch auf den Stationen, wo pflegerisches und ärztliches Personal in die Implementierung so mancher Tools eingebunden sein wird. In den nächsten drei Jahren mit neuen Produkten sich dann Gehör zu verschaffen, wird eine Herausforderung sein.
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