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Akquisition Karl Storz übernimmt Innersight Labs

Quelle: Pressemitteilung Karl Storz 2 min Lesedauer

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Karl Storz erweitert sein Portfolio im Bereich künstliche Intelligenz. Das Tuttlinger Medizintechnik-Unternehmen hat den britischen KI-Spezialisten Innersight Labs übernommen.

Karl Storz und Innersight Labs bündeln ihre Kräfte, um KI-Lösungen für das Gesundheitswesen voranzutreiben. (Bild:  Innersight Labs / Karl Storz)
Karl Storz und Innersight Labs bündeln ihre Kräfte, um KI-Lösungen für das Gesundheitswesen voranzutreiben.
(Bild: Innersight Labs / Karl Storz)

Mit der Übernahme von Innersight Labs Ltd. (ISL) erweitert Karl Storz das bestehende Portfolio um ein Produkt der künstlichen Intelligenz (KI). So will das Medizintechnik-Unternehmen KI in laparoskopischen und robotergestützten Bildgebungslösungen im Gesundheitswesen weiter vorantreiben. Ziel ist es, die umfangreichen Möglichkeiten der KI frühzeitig in die Entwicklung moderner Medizintechnik einfließen zu lassen und die besten Instrumente für Patienten mit hohen Sicherheitsstandards auf den Markt zu bringen. Über die Höhe des Kaufpreises haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

„Wir wollen weiterhin Pionierarbeit in der Medizintechnik leisten, insbesondere in den Bereichen Software und Robotik. In diesem Zusammenhang passt der Forschungshintergrund, den ISL mitbringt, ideal zu unserer Vision, Mission und unseren strategischen Zielen. Wir heißen das Team daher herzlich willkommen in der Karl-Storz-Familie“, betont Thorsten Molitor, Executive Vice President bei Karl Storz.

Innersight Labs bringt KI-Wissen mit

Das Londoner Unternehmen ISL wurde 2015 von den Oxford-Absolventen Lorenz Berger und Eoin Hyde gegründet. Kurz darauf stieß Matt Gibb, ein weiterer ehemaliger Oxford-PHD-Student, hinzu. Die von ISL entwickelte Software Innersight 3D ermöglicht es Chirurgen, ein patientenspezifisches 3D-Modell aus einem CT- oder MRT-Scan zu erstellen. Dabei wird der Scan nach den verschiedenen Gewebetypen gekennzeichnet und ein interaktives 3D-Modell erstellt. Die dreidimensionale Darstellung kann dann über einen Weblink von einem Arzt aufgerufen und bearbeitet werden. Durch die genaue, präoperative Beurteilung sollen z. B. die Operationszeit und das Risiko postoperativer Komplikationen verringert werden. Nach eigenen Angaben kann der KI-basierte Algorithmus von ISL den manuellen Aufwand erheblich reduzieren, was die Kosten pro Modell und die Zeit bis zur Bereitstellung verringert.

Das ISL-Team verfügt darüber hinaus über fundierte Kenntnisse in den Bereichen rund um die Verformung und Mechanik von Weichteilgewebe, Computerphysik und anderen Aspekten der Bildverarbeitung sowie des maschinellen Lernens und über Erfahrung in der Entwicklung von Cloud-Software. Das Unternehmen beschäftigt derzeit acht Personen und unterhält ein Büro in Indien. Als Teil der weltweit agierenden Karl-Storz-Gruppe bestehen die nächsten Schritte darin, sich auf die kommerzielle Skalierung und die gemeinsame Technologieentwicklung zu konzentrieren.

Enge Zusammenarbeit mit Tochterunternehmen geplant

Auch das Team von Karl Storz Ventureone, ein Tochterunternehmen mit Robotik-Schwerpunkt und Standorten in Singapur sowie München, freut sich auf die enge Zusammenarbeit. „Die Entwicklung unserer Produkte im Bereich der Robotik wird vom KI-Know-how von ISL enorm profitieren. Wir freuen uns daher sehr auf die Kooperation und darauf, gemeinsam in diesem Umfeld weiter zu wachsen“, sagt Stephan Abele, Managing Director von Karl Storz Ventureone.

Weitere Meldungen aus der Medizintechnik-Branche und über Medizintechnik-Unternehmen finden Sie in unserem Themenkanal Szene.

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