Die Bereitstellung von Kapital für weiteres Wachstum und Investitionen stellte die Eigentümer des Prüfdienstleisters Spineserv immer wieder vor Herausforderungen. Da zwei Gesellschafter aus Altersgründen die Weichen für die Zukunft stellen und sich aus ihrer finanziellen Verantwortung zurückziehen wollten, entschied sich das Ulmer Unternehmen für einen zukunftsorientierten Schritt. Durch Verkauf der Unternehmensanteile ergab sich die Möglichkeit, Spineserv unter das Dach eines größeren Konzerns zu integrieren – mit profitablen Optionen durch Synergieeffekte.
Bei potenziellen Käufern sollte vorher geprüft werden, ob deren Angebote mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen, bevor ein Deal geschlossen wird.
Seit Ende März 2024 gehört die Spineserv GmbH & Co KG nicht mehr ihren drei Gründern, sondern der Certania, einer wachsenden Unternehmensgruppe, die sich auf Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen spezialisiert hat. „Dieser strategische Schritt ermöglicht es Spineserv, seine Wachstumsaktivitäten zu beschleunigen“, schreibt Certania dazu. Die bisherige Inhaberin Dr. Annette Kienle wird auch weiterhin die Geschäfte führen. Ihre beiden Mitgründer, Prof. Dr. Hans-Joachim Wilke und Dr. Cornelia Neidlinger-Wilke, sind noch für eine Übergangsphase beratend tätig.
Hohe Investitionen für Innovationen
„Unser Unternehmen hat eine direkte Verbindung zur biomechanischen und klinischen Forschung. Besser als viele andere Marktteilnehmer können wir die Schnittstelle zur medizinischen Anwendung abbilden“, erläutert Kienle. Dieses Alleinstellungsmerkmal verlangt jedoch nach regelmäßigen hohen Investitionen in innovative Prüfeinrichtungen. „Das dafür nötige Kapital mussten wir bislang immer erst aus den Erträgen erwirtschaften. Das von Certania vor dem Verkauf vorgelegte Konzept ermöglicht uns hingegen deutlich schnellere Investitionen sowie Synergieeffekte durch die anderen Partner der Unternehmensgruppe“, betont Kienle. Dieses Konzept war es auch, das schließlich den Ausschlag bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Käufern gab.
Vertrauen als Basis für Verkaufsprozess
Certania war bereits im Sommer 2022 mit einem Verkaufsangebot auf Spineserv zugekommen. Parallel kam ein Kontakt zwischen den drei Inhabern und Matthias Ehnert zustande. Er ist Geschäftsführer von Enwito, die unter der Marke Intelligentis Unternehmer beim Verkauf ihres Lebenswerks begleitet. „Von Anfang an hatten wir das Gefühl, dass die ‚Chemie‘ stimmt und wir Herrn Ehnert und seinem Team vertrauen können“, schildert Kienle die Startphase. Den gesamten Prozess der Transaktion beschreibt sie als eine herausfordernde Zeit. Besonders intensiv war die Arbeit beim Zusammenstellen und Aufbereiten der Unternehmensdaten. „Hier hat uns das Team von Intelligentis an die Hand genommen und uns mit seiner Erfahrung gut organisiert und strukturiert geführt.“
Indikative Angebote und Due Dilligence
Nachdem Intelligentis eine Reihe von potenziellen Käufern identifiziert und informiert hatte, trafen einige indikative Angebote ein, also erste, unverbindliche Angebote, von denen die meisten jedoch nicht der Wunschvorstellung entsprachen – v. a. hinsichtlich des Potenzials für die Weiterentwicklung der Firma. „Langsam haben wir uns gemeinsam an die potenziellen Käufer herangetastet und geprüft, ob sie zu uns passen“, erzählt die Geschäftsführerin. Die Due-Diligence-Phase – also die Analyse der wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse von Spineserv – wurde dann jeweils exklusiv mit einem potenziellen Interessenten begonnen, dessen Angebot und Unternehmensstruktur für die Zukunft der Firma Spineserv am besten den Wunschvorstellungen entsprachen. Dank der guten Vorbereitung konnten alle Fragen und Wünsche zügig beantwortet werden. Letztlich blieben zwei potenzielle Käufer übrig, mit denen die Gespräche weiter intensiviert wurden: vor Certania war noch ein großer Medizintechnik-Konzern im Rennen. Mit diesem wurden die Verhandlungen dann aber abgebrochen. Letztlich waren Kaufpreisangebot und Konzept der Certania sehr überzeugend.
Verkauf als Meilenstein fürs Unternehmen
„Der Beitritt zu Certania stellt für Spineserv einen bedeutenden Meilenstein dar“, betont Kienle. Er öffnet die Türen für künftige Dienstleistungen und verbessert die Fähigkeit des Unternehmens, Sicherheit, Qualität und die Erweiterung des künftigen Dienstleistungsportfolios des Unternehmens durch Synergieeffekte zu gewährleisten. Unter Kienles Leitung behält das Management-Team von Spineserv seine Unabhängigkeit und kann gleichzeitig auf die Ressourcen der größeren Gruppe zugreifen, was ein kontinuierliches Wachstum und den Ausbau der Dienstleistungen ermöglicht. „Mit der gemeinsamen Expertise der gesamten Certania-Partnergemeinschaft werden wir ein noch glaubwürdigerer Partner für bestehende Kunden und treiben unsere Wachstumspläne voran“, so die Geschäftsführerin.
Ohne Berater wahrscheinlich geringerer Verkaufspreis
Dass dieser Prozess in weniger als zwei Jahren durchlaufen und positiv abgeschlossen werden konnte, ist Ergebnis einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligter. „Selbst, wenn bereits Kontakt zu einem potenziellen Käufer besteht, ist es sinnvoll, dass Berater wie Intelligentis den Verkauf professionell abwickeln“, sagt Kienle. Denn der Zeitaufwand für die Datenaufbereitung, für Gespräche und Verhandlungen ist immens. Für ein bestmögliches Ergebnis beim Unternehmensverkauf ist nach unserer Erfahrung eine gute Beratung essenziell.“ Ehnert ergänzt: „Unternehmer verkaufen ihr Lebenswerk nur einmal. Deshalb sollten sie sich vertrauensvolle Unterstützung holen von Menschen, die das öfter machen und dafür fair bezahlt werden.“ Denn Intelligentis berechnete nach dem Verkauf einen laut der Geschäftsführerin „angemessenen Preis“, der auch nur im Erfolgsfall zu zahlen war.
Stand: 08.12.2025
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