France

Preiserhöhung
In 3 Schritten zu einer erfolgreichen Preisanpassung

Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Marquardt 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Krisen, Krieg und Inflation lassen die Preise überall in die Höhe schnellen. Auch Medizintechnik-Unternehmen nutzen Preiserhöhungen, um am Markt bestehen bleiben zu können. Die folgenden drei Tipps helfen bei der Umsetzung des hochsensiblen Themas.

Die derzeitige Inflation ist einer von momentan vielen Gründen, die eine Preiserhöhung nach sich ziehen.(Bild:  Deemerwha studio - stock.adobe.com)
Die derzeitige Inflation ist einer von momentan vielen Gründen, die eine Preiserhöhung nach sich ziehen.
(Bild: Deemerwha studio - stock.adobe.com)

Es sind harte Zeiten: 35 % der im Jahr 2019 vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Industrieverband Spectaris befragten Medizintechnik-Unternehmen sehen ihre Existenz inzwischen als gefährdet an. Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und Lieferengpässe sorgen für Preissteigerungen. Das wirkt sich auch auf die Medizintechnik-Branche aus. Die Unternehmen sind von deutlich höheren Preisen für Rohstoffe und Energie sowie Vorprodukte und Dienstleistungen betroffen. 87 % der Medizintechnik-Unternehmen spüren diese Belastungen nach einer diesjährigen DIHK-Umfrage sehr deutlich.

Zusätzlich verstärkt im Medizintechnik-Bereich die Medical Device Regulation (MDR) die ohnehin schon starken Herausforderungen. Die intensiveren Dokumentations- und Berichtspflichten zwangen bereits viele Lieferanten, ihre Geschäftstätigkeit aufzugeben. Dies führte laut Bundesverband Medizintechnologie (BV-Med) in Folge bei mehr als jedem dritten befragten Medizintechnik-Unternehmen zu einer Einstellung von Produkten bis hin zu ganzen Produktlinien. Die Dauer und v. a. die Kosten eines (erneuten) Konformitätsbewertungsverfahrens erhöhten sich parallel deutlich.