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K 2025 IML-Technologie mit automatisierter Label-Integration

Quelle: Pressemitteilung Arburg 2 min Lesedauer

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Die IML-Technik bietet im Vergleich zum Bedrucken oder Etikettieren Vorteile, darunter gesteigerte Funktionalität, Designfreiheit und Recyclingfähigkeit, besonders bei Produkten wie Zentrifugenröhrchen, Autoinjektoren und Messbechern.

Auf der K 2025 produziert eine Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 520 A Medizinprodukte mit dem Mehrwert funktionaler IML-Labels.(Bild:  Arburg)
Auf der K 2025 produziert eine Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 520 A Medizinprodukte mit dem Mehrwert funktionaler IML-Labels.
(Bild: Arburg)

In-Mould-Labelling (IML) und funktionale Labels stellen hohe Anforderungen an die Präzision von Spritzgießprozess und Automation. Arburg zeigt auf seinem Messestand der K 2025, wie das IML in der Medizintechnik neue Möglichkeiten eröffnet. Mithilfe des gebündelten Know-hows der Experten in den Bereichen Maschine (Arburg), Werkzeugtechnik (Kebo), Label (MCC), Automation (Beck) und Kameraprüfung (Intravis) ist eine Fertigungszelle realisiert worden. Auf der K 2025 werden exemplarisch gebrauchsfertige Zentrifugenröhrchen mit funktionalen Labels aus PP produziert. Das vorgestellte Anlagenkonzept lässt sich auf viele verschiedene medizintechnische Produkte übertragen und bei Bedarf auch kundenspezifisch ausbauen, z. B. für automatisierte nachfolgende Prozessschritte.

Kompakte Fertigungszelle für Zentrifugenröhrchen

Das Spritzgießexponat ist eine Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 520 A mit 1.500 kN Schließkraft in Reinraumausführung. Die Maschine in der Leistungsvariante „Ultimate“ ist für schnelle und anspruchsvolle Prozesse ausgelegt und erfüllt die Anforderungen für die Fertigung in der Reinraum-Klasse ISO 7. Ein wichtiger Aspekt ist die kompakte Aufstellfläche der Fertigungszelle, die in vorgegebene Produktionsraster passt.

Die Automation und der Label-Justierkopf von Beck können die Fertigungstoleranz auf wenige Hundertstel Millimeter ausgleichen. (Bild:  Arburg)
Die Automation und der Label-Justierkopf von Beck können die Fertigungstoleranz auf wenige Hundertstel Millimeter ausgleichen.
(Bild: Arburg)

Die je 15 Milliliter fassenden Zentrifugenröhrchen werden mit einem 8-fach-Werkzeug von Kebo in rund zehn Sekunden Zykluszeit gefertigt. Eine wichtige Voraussetzung für Funktionalität ist das präzise Ausrichten und positionsgenaue Aufbringen der Labels. Dies erfolgt über eine Automation und einen Label-Justierkopf von Beck, der die Fertigungstoleranz auf wenige Hundertstel Millimeter ausgleichen kann. Die optische Kontrolle übernimmt ein in die Automation integriertes Kamerasystem. Jedes Röhrchen erhält einen QR-Code und eine teilespezifische ID für 100 Prozent Rückverfolgbarkeit.

Weil zusätzliche Arbeitsschritte zur Kennzeichnung der Produkte wie nachträgliches Bedrucken oder Bekleben entfallen, ist die Fertigung zeit- und kosteneffizient möglich – ohne zusätzliches Hygienerisiko oder Aufwand für Personal und Logistik. Zudem gibt es keine Verschmutzungen mit Flüssigfarben oder Klebstoffen. Der Ausschuss lässt sich um den Faktor zehn reduzieren.

Thermochrome Aufdrucke und Rückverfolgbarkeit für Medizingeräte

Beispiel Zentrifugenröhrchen: Funktionaler IML-Labels können z. B. mit einer Füllskala, QR-Codes oder Thermochromie-sensitiven Elementen ergänzt werden.(Bild:  Arburg)
Beispiel Zentrifugenröhrchen: Funktionaler IML-Labels können z. B. mit einer Füllskala, QR-Codes oder Thermochromie-sensitiven Elementen ergänzt werden.
(Bild: Arburg)

Als Beispiel für Funktionsintegration werden auf der K 2025 Produkte mit Füllskalen sowie mit thermochromen Aufdrucken versehen, die per Farbumschlag Temperaturprofile überwachen können. Zudem lassen sich Informationen zu Sicherheit und Gebrauch ergänzen, was z. B. für Autoinjektoren oder Inhalatoren sinnvoll ist. Weitere Mehrwerte erzielt die IML-Technologie über aufgebrachte Codes für lückenlose Rückverfolgbarkeit. IML-Produkte mit so genannten Next-Cycle-Labels können mechanisch recycelt werden, ohne dass das Label Auswirkungen auf das PP-Material hat.

Während sich sensible Informationen zu Patientendaten zunächst unsichtbar aufdrucken und z. B. nur unter UV-Licht auslesen lassen, können über eine Laserstation direkt im Krankenhaus Patientennummern auf Labels aufgebracht werden, die photonisch mit Licht reagieren.

Auf der Messe werden darüber hinaus verschiedene Demonstratoren und Designs vorgestellt, wie Autoinjektoren, die sich mit matter, glänzender, erhabener oder Metallic-Oberfläche veredeln lassen.

K 2025: Halle 13, Stand A13

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