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Cybersicherheit bei medizinischen Geräten
Greifen Hacker jetzt auch medizinische Implantate an?

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 4 min Lesedauer

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Medizinische Geräte wie Insulinpumpen, Defibrillatoren und Hirnstimulatoren erhalten immer mehr Konnektivität. Wird die nächste Hacking-Welle noch viel unheimlicher werden? Wie könnten mögliche Schutzmaßnahmen für Betroffene aussehen?

Bei der tiefen Hirnstimulation werden über implantierte Elektroden elektrische Impulse an das Gehirn gesendet. Aufgrund fehlender Verschlüsselung kann es zu unautorisierten Zugriffen auf das Implantat kommen.(Bild:  2ragon - stock.adobe.com)
Bei der tiefen Hirnstimulation werden über implantierte Elektroden elektrische Impulse an das Gehirn gesendet. Aufgrund fehlender Verschlüsselung kann es zu unautorisierten Zugriffen auf das Implantat kommen.
(Bild: 2ragon - stock.adobe.com)

Mit schwachen Kennwörtern, einem Programmierfehler oder einem missachteten Update entstehen für Hacker Schlupflöcher, um sich sogar Zutritt in einen menschlichen Körper zu verschaffen. Doch wie kann das sein? Da immer mehr Patienten Implantate erhalten, um Erkrankungen von Diabetes, Parkinson über Taubheit bis hin zu Herz-Insuffizienz zu behandeln, werden Implantate immer komplexer – und damit auch noch drahtlos ansteuerbar.

Das heißt, Smartphones könnten schon bald Geräte wie beispielsweise Herzschrittmacher und Insulinpumpen sehr einfach und bequem verwalten. Periodische Anpassungen als chirurgische Eingriffe sind dann weitestgehend nicht mehr notwendig. Gleichzeitig würde dies dabei helfen, Operationen und Kosten zu reduzieren als auch Ärzte und Chirurgen zu entlasten.