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Verbundtextilien halten hohen Zugbelastungen stand, die in Anwendungen für orthopädischen Gelenkaufbau, endovaskuläre Arterienerweiterung und für Wirbelsäulen-Tethering benötigt werden. Geflochtene Textilien werden – im dritten Formgebungsverfahren – durch Verschlingung von drei oder mehr Garnen in einem diagonal überlappenden Muster erzeugt, typischerweise 45 Grad vom Hauptachsenbereich entfernt. Geflochtene Strukturen sind flexibel, porös und sehr knickfest; daher eignen sich die zopfartigen Geflechte für Naht-Anwendungen, Stents, neurovaskuläre Anwendungen, Katheter oder Trokare.
Implantierbare Gewebe fördern die Heilung
Von den Vorteilen biomedizischer Textilbestandteile profitieren Ingenieure, Chirurgen sowie Patienten gleichermaßen: Sie fördern den Heilungsverlauf. Der Körper interagiert mit diesen Geweben. Die Heilung verläuft deshalb schneller. Dem Chirurgen werden minimal-invasive Operationsverfahren ermöglicht, die weniger traumatisch für den Patienten sind.Derzeit werden implantierbare Gewebe bei herzchirurgischen Eingriffen, in der orthopädischen, neurologischen und der Allgemeinchirurgie eingesetzt.
Die Zusammenarbeit von Geräte-Ingenieuren und Textil-Ingenieuren ist der Erfolgsfaktor bei der Identifizierung der geeigneten Biomaterial-Kombination und Textilumformtechnik. Die implantierbare medizinische Gewebeindustrie sondiert und entwickelt aktiv neue Biomaterialien, die im Stande sind, in Verbindung mit dem natürlichen Heilungsverlauf des Körpers zu arbeiten, um die gewünschte Reaktion des Gewebes zu produzieren.
Auf lange Sicht ermöglicht diese Kombination von Biomaterialien und implantierbaren Textil-Engineering ein großes Potenzial für eine neue Dimension im Gerätedesign.
* Jeff Koslosky ist Vice President Advanced Technologies der Secant Medical LLC, US-Perkasie, PA 18944.
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