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Compamed 2024 Gedankengesteuerte Prothesen

Quelle: Pressemitteilung Q.ANT 2 min Lesedauer

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Qant, ein deutsches Start-up für lichtbasierte Datenverarbeitung und Quantensensorik, hat auf der diesjährigen Compamed die ersten Prototypen des Q.M 10 vorgestellt, der nächsten Generation seines photonischen Quantenmagnetfeldsensors. Dieser Sensor misst feinste elektrische Ströme und magnetische Felder im menschlichen Körper berührungslos und mit noch höherer Präzision als sein Vorgänger.

Der Qant-Magnetometer und Sensor in der Entwicklungsumgebung(Bild:  Qant)
Der Qant-Magnetometer und Sensor in der Entwicklungsumgebung
(Bild: Qant)

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA entwickelt Qant ein Prothesensensormodul. Messebesucher der Compamed können einen Demonstrator live erleben, der zeigt, wie der Q.M 10 emulierte Muskelsignale innerhalb von Millisekunden in präzise Steuerbefehle für eine Handprothese umwandelt.

Der Q.M 10 ermöglicht berührungslose und intuitive Steuerung von Prothesen. „Wenn wir uns bewegen wollen, sendet unser Gehirn über das zentrale Nervensystem kleine elektrische Signale an die Muskeln. Diese Signale entstehen sogar dann, wenn wir nur an eine Bewegung denken,“ erklärt Dr. Michael Förtsch, CEO bei Qant. „Jede Bewegung erzeugt dabei ein einzigartiges Muster von Muskelsignalen. Der Q.M 10 kann diese Muster messen und aufzeichnen.“ Durch den Einsatz von Machine Learning lernt der Sensor diese Signale zu verstehen. Daraufhin kann eine mit dem Sensor bestückte Prothese diese Muster erkennen und die entsprechende Bewegung ausführen. Auf diese Weise können Menschen eine Prothese fast wie ein natürliches Körperteil steuern. Darüber hinaus ist der Sensor noch für weitere Anwendungen geeignet. Potenzielle Einsatzgebiete umfassen:

  • Prothetik: Intuitive Steuerung von Prothesen durch präzise Muskelsignalerfassung,
  • Neurologie: Frühdiagnose und verbesserte Überwachung von Nervenstörungen,
  • Funktionsüberwachung: Überwachung und Diagnose von Muskelfunktionen,
  • Rehabilitationsforschung: Exakte Analyse und Optimierung von Muskeltrainingsprotokollen,
  • Rückenmarksforschung: Neue Ansätze in der Diagnostik und Therapie von Querschnittslähmungen,
  • Telemedizin: Fortschrittliche Systeme zur Fernsteuerung medizinischer Geräte.
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Biosignalerfassung durch Native Sensing

Der Q.M 10 ist nicht größer als ein Brillenetui. Durch sein Native-Sensing-Verfahren ermöglicht der Sensor die berührungslose, direkte Messung feiner elektrischer Ströme, magnetischer Felder und Muskelsignale im menschlichen Körper. Seine Sensitivität erlaubt die Detektion von Magnetfeldern im Picoteslabereich – millionenfach schwächer als das Erdmagnetfeld. Dabei ist der Name Programm – die 10 in Q.M 10 steht für 10 Picotesla.

Native Sensing nutzt photonische Technologien, die eine robuste Messung menschlicher Biosignale unter alltäglichen Umgebungsbedingungen ermöglichen, was neue Perspektiven für Mensch-Maschine-Schnittstellen eröffnet. Inspiriert von biologischen Systemen, nutzt diese Methode lichtbasierte Erfassungsmechanismen und führt zu einer genaueren und effizienteren Datenerfassung. Native Sensing rückt den Menschen in den Mittelpunkt der Digitalisierung, bietet rund um die Uhr Zugang zu Biosignalen und schafft eine intuitivere Interaktion mit digitalen Systemen.

Funktionalität unter Alltagsbedingungen gegeben

Im Gegensatz zu anderen technischen Lösungen, die vergleichbare Empfindlichkeitsbereiche nur unter extremen Laborbedingungen erreichen, funktioniert der Q.M 10 bei Raumtemperatur. Diese Eigenschaft macht den Magnetfeldsensor empfindlich genug, um selbst feinste Muskelsignale in Nervenbahnen zu detektieren, ohne auf aufwändige Temperaturregulierung angewiesen zu sein. Zudem gewährleistet die magnetische Signalerfassung präzise Messungen auch unter realen Bedingungen, da sie weniger anfällig für Störungen durch Schweiß oder Haare ist.

Qant lädt zum Early Adopter Program

Der Q.M 10 wird ab April 2025 verfügbar sein und ist bereits vorbestellbar. Bis Ende 2024 lädt Qant zur Teilnahme am „Q.M 10 Early Adopter Program“ ein. Produktentwickler und Forscher erhalten so frühzeitig Zugang zu ersten Sensoren, gemeinsamen Produktentwicklungsworkshops, KI-basierten Datenanalysen und individuellen Geschäftsmodellen.

Qant auf der Compamed 2024: Halle 8a, Stand G10

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