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VDW-Podcast „Tech Affair“ Frauen in der Produktion steigern die Produktivität

Quelle: Pressemitteilung VDW 2 min Lesedauer

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Diversität in der Produktion? Wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein sollten. Die neue Folge des VDW-Podcasts „Tech Affair“ beschäftigt sich deshalb mit dem Thema „Frauen in der Produktion“.

Trotz aller MINT-Programme in Schulen hat sich die Zahl der erwerbstätigen Ingenieurinnen im Maschinenbau in gut zehn Jahren gerade einmal um ein Prozent erhöht.(Bild: ©  ultramansk - stock.adobe.com)
Trotz aller MINT-Programme in Schulen hat sich die Zahl der erwerbstätigen Ingenieurinnen im Maschinenbau in gut zehn Jahren gerade einmal um ein Prozent erhöht.
(Bild: © ultramansk - stock.adobe.com)

Einstellungsgespräche haben nur zu oft zur Folge, dass Diversität im Unternehmen reduziert wird, weil die Menschen den Job erhalten, die dem Vorgesetzten ähnlich sind. Das ist eine sehr menschliche Eigenschaft, führt aber zu einer reduzierten Auswahl an Lebensrealitäten und zu einer Reduktion möglicher Lösungsansätze. Zahlreiche Studien belegen die nachteiligen Effekte auf die Produktivität von Unternehmen.

Darin sind sich auch die Experten im neuen Podcast „Tech Affair – Industry for Future“ des VDW – Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken einig. Das Thema der neuen Ausgabe lautet „Frauen in der Produktion – schaffen wir das?“ Der Titel macht eines deutlich: Wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein sollten – obwohl Studien eindeutig die Vorteile von Diversität auch auf die Produktivität der Wirtschaft belegen.

Trotz aller MINT-Programme in Schulen hat sich beispielsweise die Zahl der erwerbstätigen Ingenieurinnen im Maschinenbau in gut zehn Jahren gerade einmal um ein Prozent erhöht.

Nora Yazdandoost, Manager Acustics bei Geislinger, einem Hersteller von Kupplungen in Salzburg, Österreich, berichtet im Podcast von Prägungen in der Kindheit: „Mädchen bekommen Puppen geschenkt, Jungs Technisches. Wir müssen aufhören, Kinder in bestimmte Rollen zu stecken, sondern müssen uns vielmehr an ihren Interessen orientieren und neue Interessen fördern.“ Die Bedeutung von weiblichen Role Models sei dabei nicht zu unterschätzen: „Es entstehen jetzt erst weibliche Vorbilder, die zeigen, dass sich Frauen auch für Ingenieursberufe entscheiden.“

Benjamin Maischak ist Nachhaltigkeitsmanager bei Phoenix Contact und ehrenamtlicher Beirat der Femworx, einem Karrierekongress für Frauen im Rahmen der Hannover Messe. Er sieht neben der Gesellschaft auch die Unternehmen in der Verantwortung. „Wenn sich Männer und Frauen bewerben, aber nur Männer eingestellt werden, muss ich mir die internen Prozesse anschauen. Geht es bei Einstellungen wirklich immer nur um Leistung oder doch auch ums Geschlecht? … Ich muss mich selbstkritisch fragen, wie ich die Leistungsfähigkeit meiner Organisation auch durch mehr Diversität maximieren kann. …Selbst bei Stellenausschreibungen, die ein Wording verwenden, das mehr Frauen ansprechen soll, werden Männer merkwürdigerweise nie abgeschreckt.“

Die gesamte Gesellschaft ist also gefordert, aber auch die Unternehmen selbst. Was können sie tun, um eine diversere Kultur zu schaffen? Es gibt viele Möglichkeiten: von Sensibilisierung, Einführung allgemeiner Standards für Stellenausschreibungen und Bewerbungsgesprächen, Networking-Angebote und mehr.

Hier geht es zur aktuellen VDW-Podcast-Folge „Tech Affair – Industry for Future“.

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