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Mit E-Motor angetriebene Rolle Elektrischer Antrieb für Krankenhausbetten

Quelle: Pressemitteilung FH Münster 2 min Lesedauer

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Eine mit einem E-Motor angetriebene Rolle soll Pflegekräften das Schieben von Krankenhausbetten erleichtern. Auf Bitten der Hersteller hat die FH Münster das neue Produkt evaluiert und zu einer Verbesserung der Rolle beigetragen.

Um die Wirkung der elektrisch angetriebenen Rolle zu prüfen, hat das Team des Zentrums für Ergonomie und Medizintechnik (ZEM) der FH Münster eine Studie durchgeführt. (Bild:  Thomas Hauss)
Um die Wirkung der elektrisch angetriebenen Rolle zu prüfen, hat das Team des Zentrums für Ergonomie und Medizintechnik (ZEM) der FH Münster eine Studie durchgeführt.
(Bild: Thomas Hauss)

Eine mit einem Elektromotor versehene Rolle soll Pflegekräften dabei helfen, Krankenhausbetten mit weniger Kraftaufwand durch die Klinikflure zu schieben – das ist die Idee von We Assist, einer neuen Produktentwicklung der Firmen Linak A/S und Tente-Rollen GmbH. Doch wie ist der tatsächliche Nutzen? Um dies zu prüfen, haben die Unternehmen das Zentrum für Ergonomie und Medizintechnik (ZEM) der FH Münster mit einer wissenschaftlichen Evaluation beauftragt. Unter Leitung von Dr. Niels Hinricher hat das Team untersucht, wie sich die Elektro-Unterstützung auf die Hand-, Muskel- und Wirbelsäulendruckkräfte auswirkt, die auf dem Pflegepersonal lasten, das die Betten Tag für Tag schiebt.

„Krankenhausbetten sind circa 15 Jahre im Einsatz. Liegt jemand darauf, können sie bis zu 250 Kilogramm schwer sein“, so Hinricher. „Sie durch Klinikflure über Rampen und um Kurven zu schieben, ist eine erhebliche Belastung. Die Unterstützung durch einen E-Motor ist also eine sinnvolle Überlegung.“ Dieser Motor wird in eine Rolle implementiert und erkennt automatisch, wann beim Schieben zusätzliche Kraft nötig ist. Um die Leistung zu testen, hat das Team in den Knappschaft Kliniken des Universitätsklinikums Bochum einen Parcours entlang der Flure und Rampen abgefahren. Mit 13 Pflegekräften, die sowohl mit als auch ohne den unterstützenden Motor geschoben haben, hat das Team Messungen durchgeführt. Sensoren haben die Körperhaltung, Muskelaktivität und wirkenden Kräfte gemessen.

Sensoren haben die Hand-, Muskel- und Wirbelsäulendruckkräfte gemessen, die beim Schieben der Krankenhausbetten wirken. (Bild:  Peter Wiegel)
Sensoren haben die Hand-, Muskel- und Wirbelsäulendruckkräfte gemessen, die beim Schieben der Krankenhausbetten wirken.
(Bild: Peter Wiegel)

„Wir haben die Ergebnisse anschließend verglichen und festgestellt, dass die Rolle in ihrem ersten Entwicklungsstand die Wirbelsäulendruckkraft um lediglich acht Prozent verringert“, sagt Chris Schröer, der das Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter begleitet hat. Die Firmen haben das We-Assist-System daraufhin weiterentwickelt und wieder zur Evaluation gegeben, die schließlich die Studentin Alina Bola im Rahmen ihrer Masterarbeit durchgeführt hat. „Erneute Messungen haben dann eine Verringerung des Drucks um 20 Prozent ergeben – ebenfalls auf die Hand- und Muskelkräfte. Bei Steigungen haben sich die Wirbelsäulenkompressionskräfte sogar um 36 Prozent verringert. Das ist eine signifikante Verbesserung“, so Hinricher.

Zur Originalpublikation.

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