Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen Einmalprodukte als Herausforderung für Umwelt und Ressourcen
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Einmalprodukte erzeugen immense Abfallmengen in der Gesundheitsbranche. Während die Sicherheit der Patienten im Vordergrund steht, ist trotzdem ein Umdenken notwendig: Nachhaltigkeit muss in die Prozesse integriert werden, um langfristig Ressourcen zu schonen und Umweltauswirkungen zu minimieren.
Einmalprodukte erzeugen viel Abfall. Vor allem in der Gesundheitsbranche werden diese Einmalprodukte genutzt, um Sterilität und die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, aber auch, um die Prozesse schmal zu halten. Viel Zeit für die Reinigung von Instrumenten und anderen Artikeln bleibt im Klinik- oder Praxisalltag nicht. Somit ist die Notwendigkeit, Verpackungsmüll zu reduzieren, nicht sehr hoch, obwohl die Materialien eine große Menge Abfall produzieren und im weiteren Verlauf die Umwelt durch Verschmutzung, Schadstoffe und Energiebedarf belasten. Neben den entstehenden Emissionen durch die Produktion und Lieferketten bedarf die Müllproduktion in der Gesundheitsbranche eines Nachhaltigkeits-Upgrades, um die fossilen Ressourcen auch für nachfolgende Generationen nutzbar zu halten.
Die Gesundheitsbranche und die Umwelt
Die CO2-Emissionen der Gesundheitsindustrie sind hoch: Dieser Sektor zählt zu den ressourcenintensivsten Bereichen und ist laut einer Studie von Health Care Without Harm weltweit für etwa 4,5 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich – und ist damit auf Platz fünf der höchsten CO2-Emissionen. Hierfür ist u. a. auch der hohe Bedarf an Hygiene- und Einwegprodukten verantwortlich. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt beträgt ca 12 Prozent – umso wichtiger ist es, mehr Nachhaltigkeit in den praktischen Alltag von Herstellung, Zulieferung und medizinischer Anwendung zu integrieren. Dem stimmt auch Julian Lotz, Geschäftsführer der Biovox GmbH, Referent beim Medtec Summit 2025 zum Thema Nachhaltigkeit, zu und schätzt die Situation wie folgt ein: „Nachhaltigkeit spielt in der Medizintechnik eine immer größere Rolle. Das ist natürlich nicht wichtiger als die Sicherheit von Patienten, ein Therapieerfolg oder eine präzise Diagnostik. Gleichzeitig ist aber die Erkenntnis, dass wir im Medizinbereich nicht beliebig mit Ressourcen wirtschaften können, sondern effizient und auch klimaschonend mit Ressourcen umgehen müssen, dann doch durchgesickert, denn man kann nicht auf der einen Seite Menschen heilen, aber auf der anderen Seite den Planeten kaputt machen, was in der Folge ja auch wieder zu mehr Leiden und Beschwerden führt.“
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