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Digitale Medizinprodukte: managen, schützen und monetarisieren

Ein Gastbeitrag von Nicole Segerer* 6 min Lesedauer

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Auch in der Medizintechnik-Branche gilt Software als das Herzstück von Innovation. Wollen Hersteller ihre Medizinprodukte in die digitale Zukunft überführen, müssen sie ihre Geschäftsmodelle anpassen. Im Klartext heißt das: Medizinprodukte automatisiert verwalten, sie vor Cyberangriffen schützen und gewinnbringend am Markt positionieren.

Mit der Digitalisierung und Vernetzung von Medizinprodukten verschiebt sich auch deren Wertschöpfung. Aus reinen Hardware-Geräten werden softwarebasierte Systeme, die Daten sammeln und in zunehmenden Maßen KI-Technologien einsetzen.(Bild:  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Mit der Digitalisierung und Vernetzung von Medizinprodukten verschiebt sich auch deren Wertschöpfung. Aus reinen Hardware-Geräten werden softwarebasierte Systeme, die Daten sammeln und in zunehmenden Maßen KI-Technologien einsetzen.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Laut der BV-Med-Herbstumfrage 2024 entwickelt ein Viertel der Hersteller zusätzlich zum analogen Medizinprodukt auch Software. Der Anteil der Telemedizin – etwa im Bereich Diagnostik, Konsultation, Monitoring und medizinische Notfalldienste – ist ebenfalls gestiegen. Fanden sich vor der Coronakrise gerade einmal bei 9 Prozent der Unternehmen entsprechende Dienstleistungen, liegt heute der Anteil bei 20 Prozent. Weitere 19 Prozent führen zudem digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Portfolio.

Wertschöpfung verschiebt sich

Mit der Digitalisierung und Vernetzung von Medizinprodukten verschiebt sich auch deren Wertschöpfung. Aus reinen Hardware-Geräten werden softwarebasierte Systeme, die Daten sammeln und in zunehmenden Maßen KI-Technologien einsetzen. Gleichzeitig steigt der Kostendruck auf Medizingerätehersteller. Nach VDC Research sollen allein in den nächsten drei Jahren 30 Prozent der Produktentwicklungskosten in den Bereich IoT und Analytik fließen. Und während die KI mit großem Potential winkt, müssen die meisten Unternehmen zunächst einmal KI-Ressourcen aufwändig aufbauen oder kostspielig einkaufen. Neue Geschäftsmodelle sind dringend nötig, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und Produktinnovationen jetzt und in Zukunft vernünftig zu monetarisieren.