Die Beatmungstechnik ist ein hochanspruchsvolles Feld. Von der präzisen Dosierung der Therapiegase hängt oftmals das Gelingen eines Eingriffs und so häufig auch das Leben des Patienten ab. Der Medizingerätehersteller EKU Elektronik setzt daher bei seinen hochpräzisen Stickstoffmonoxid-Applikatoren auf Miniaturventile der Lee Miniaturhydraulische Komponenten GmbH.
Zuverlässige und robuste Miniaturventile sorgen für maximale Präzision in Dosiergeräten.
Beatmungsgeräte retten Leben. Die Bedeutung dieser medizinischen Geräte ist insbesondere seit Ausbruch der Corona-Pandemie nochmals stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die im Fall von schweren Verläufen durch die Krankheit verursachte Beeinträchtigung der Atmung bis zu Atemstillstand kann mit Beatmungsgeräten überbrückt werden, die es den Patienten ermöglichen, von der Erkrankung zu genesen.
In der Atemwegstherapie wird Stickstoffmonoxid (NO) als Therapiegas in den Beatmungsstrom des Patienten eingeführt, um die Oxygenierung zu verbessern. Die inhalative Stickstoffmonoxid (iNO)-Therapie soll Rechts-Links-Shunts reduzieren und zur Rechtsherz-Entlastung beitragen. Sie wird bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen wie etwa der pulmonalen Hypertonie, Lungenversagen, pulmonalen Fibrose, COPD und vielen weiteren eingesetzt.
NO-Applikationsgeräte entwickelt und fertigt die EKU Elektronik GmbH aus Leiningen im Hunsrück. Seit mehr als 30 Jahren steht das Unternehmen für exzellente Geräte, die in der Beatmung, Anästhesie, Gastherapie und der medizinischen Messtechnik zum Einsatz kommen. „Wir konnten seit der Gründung im Jahr 1992 regelmäßig Innovationspreise für unsere neuentwickelten Geräte gewinnen. Auch das NO-A Stickstoffmonoxid-Dosiergerät wurde als besonders innovative Lösung ausgezeichnet“, erklärt Hans Erdmann, Geschäftsleiter bei EKU.
Gewicht und Bauraum einzusparen ist in vielen Anwendungen wichtig, in der Medizintechnik ist es jedoch essenziell.
Jürgen Prochno, Geschäftsführer Lee Miniaturhydraulische Komponenten GmbH
Ein weiterer Beweis der zukunftsorientierten Entwicklungsabteilung des Unternehmens: EKU Elektronik ist der einzige Hersteller von Stickstoffmonoxid-Dosiergeräten mit elektronischer Schnittstelle, die bei Beatmungsgeräten eine automatische Bereitstellung des Volumens auf Basis der eingestellten Zielkonzentration ermöglicht. So wird unter anderem Therapiegas eingespart und die Anpassung der Behandlung vereinfacht.
Betreiberfreundliche Vorteile
Das NO-A verfügt über mehrere Betriebsarten und Dosiermodi, die es ermöglichen, es in Kombination mit nahezu allen Beatmungsgeräten zu verwenden. Neben dem manuellen Betrieb, bei dem der Anwender durch die zusätzliche Einstellung des Beatmungsflusses die Therapie an ein breites Spektrum an Beatmungssituationen selbstständig anpassen kann, bietet das NO-A mit dem Beatmerinterface und einem Flowsensor zwei weitere Betriebsarten an, die sich automatisch an die Gegebenheiten im Beatmungskreis anpassen.Die Dosiermodi unterscheiden sich in kontinuierlichem und getriggertem Dosiermodus. Ein optionaler dritter Modus erlaubt sogar durch ein dosimetrisches Verfahren den Betrieb an halbgeschlossenen Systemen von Anästhesiemaschinen. Durch das redundante Dosiersystem ist eine Ausfallsicherheit gewährleistet.
Das NO-A ist dank Kompatibilität mit einer breiten Range von Flaschengrößen (50 – 1000 ppm) und einer großen Dosierbandbreite von 13 µl/min – 17 l/min flexibel einsetzbar. Der Konzentrationsbereich kann frei zwischen 0,1 und 99,9 ppm eingestellt werden. Das kompakte Design ermöglicht einen komfortablen Transport des Dosiergeräts im Krankenhaus. Dank Netzanschluss oder Akkubetrieb ist der Anwender im Betrieb flexibel. Weitere Vorteile des Geräts umfassen verschiedene Timer, etwa für Non-Responder Tests oder Weaning, also die Beatmungsentwöhnung während welcher der Patient wieder ohne zusätzliches iNO weiter therapiert wird. Darüber hinaus ermöglicht das Dosiergerät die integrierte Gasüberwachung inklusive optionalem Sauerstoffmonitoring sowie die Überwachung der Raumluft.
Um diese Funktionen im anspruchsvollen Einsatz am Patienten zu ermöglichen, braucht es qualitativ hochwertige Komponenten. „Unser Anspruch ist größtmögliche Qualität für maximale Sicherheit und Präzision der Dosierung, die dem Wohl des Patienten zu Gute kommt. Daher setzen wir auf Miniaturventile der Lee Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH. Die Komponenten aus diesem Haus zeichnen sich ebenfalls durch höchste Fertigungsgüte und Zuverlässigkeit aus“, weiß Raphael Leonhard, Serviceleiter bei EKU.
Miniaturkomponenten: leise und sparsam
Im konkreten Gerät setzt EKU auf HDI-Magnetventil (HDI, High Density Interface) von Lee. Sie heben sich durch minimales Gewicht und Größe bei gleichzeitig großer Leistungsfähigkeit hervor. Die Ventile sind für Betriebsdrücke von 0 – 10 psid geeignet und wiegen weniger als 2,5 g.
Die Leckage beträgt bei maximalem Betriebsdruck und einer Betriebstemperatur von 21 °C lediglich 50 μL/min. Jürgen Prochno, Geschäftsführer der Lee Miniaturhydraulische Komponenten GmbH, erklärt die Vorteile für den medizinischen Einsatz: „Gewicht und Bauraum einzusparen ist in vielen Anwendungen wichtig, in der Medizintechnik ist es jedoch essenziell. Sowohl stationäre als auch portable medizinische Geräte sollen leicht und wenig ausladend konstruiert sein, um die in der Regel sowieso schon beengten Platzverhältnisse auf Intensivstationen oder in Operationssälen nicht zusätzlich zu belasten. Hierzu leisten wir mit unseren Miniaturkomponenten unseren Beitrag.“
Darüber hinaus punkten die HDI-Ventile mit ihrer geringen Leistungsaufnahme und ihrem extrem leisen Betrieb. Der geringe Stromverbrauch kommt insbesondere dem Akkubetrieb des NO-A Dosiergeräts zugute. Das kaum wahrnehmbare Schaltgeräusch der Ventile macht sowohl das Leben des Patienten als auch des behandelnden medizinischen Fachpersonals angenehmer. Laute Schaltgeräusche würden insbesondere Intensivpatienten zusätzlich belasten und die Konzentration bei Operationen stören.
Lee bietet zudem weitergehend geräuschoptimierte Ventile, die mit einer speziellen Technologie ausgestattet sind, welche die Betätigungsgeräusche der Magneten um bis zu 50 Prozent reduziert. Dieses kompakte und leichte 3-Wege-Magnetventil aus dem Hause Lee verursacht lediglich einen Schall von weniger als 37 dBA, gemessen in einem Abstand von 25 cm bei einer Ventilzyklusfrequenz von 10 Hz.
„Neben unseren technischen Features spricht vor allem die Robustheit und Zuverlässigkeit unserer Ventile für uns“, führt Jürgen Prochno aus. „Alle unsere Ventile werden zu 100 Prozent funktionsgeprüft, um einen zuverlässigen Langzeitbetrieb zu gewährleisten, wie er insbesondere in der Medizintechnik gefordert wird.“ Lee-Ventile sind zudem aus widerstandsfähigen Materialien gefertigt. Neben der Lieferung von Standardventilen bietet der Hersteller von Miniaturkomponenten die Anpassung und Vorbestückung von Ventilblöcken der HDI-Serie an. Sie werden individuell auf Wunsch des Kunden montiert.
Auf der Compamed in Düsseldorf wird Lee neben dem im NO-A Dosiergerät der EKU Elektronik GmbH eingesetzten HDI-Magnetventil das gesamte Ventil-Portfolio für die Medizin- und Labortechnik präsentieren.
Regelventile von Lee
Regelventile werden in medizintechnischen Anwendungen u. a. verwendet, um Luft oder Gas durch pneumatische Geräte wie Beatmungsgeräte zu leiten. Lee bietet diese Ventile in 2-Wege- oder 3-Wege-Konfigurationen in verschiedenen Montagearten an, die sich aufgrund ihrer Kompaktheit u. a. ideal für tragbare Geräte eignen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Magnetventile mit magnetischer Verriegelung an, die deutlich weniger Strom verbrauchen, was bei batteriebetriebenen Anwendungen zur Energieeinsparung beiträgt. Das Portfolio wird abgerundet durch geräuscharme Magnetventile mit reduzierten Betätigungsgeräuschen an, die sich ideal für Anwendungen am Krankenbett eignen.
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