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Peter-Müller-Digitalpreis der Medizin DGIM zeichnet Mobile-Health-Produkte aus

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Gut konzipierte Mobile-Health-Anwendungen sind eine große Hilfe für Patienten. Mit dem Peter-Müller-Digitalpreis will die DGIM die Entwicklung solcher Lösungen im Bereich der Inneren Medizin fördern. Drei Produkte konnten die Jury besonders überzeugen.

Die Reizdarm-App Cara Care belegte den ersten Platz beim Peter-Müller-Digitalpreis Medizin 2024.(© Cara Care)
Die Reizdarm-App Cara Care belegte den ersten Platz beim Peter-Müller-Digitalpreis Medizin 2024.
(© Cara Care)

Die Deutsche Gesellschaft e.V. (DGIM) hat auf dem diesjährigen Internistenkongress die Gewinner des Peter-Müller-Digitalpreises Medizin 2024 für innovative Mobile-Health-Anwendungen ausgezeichnet. Mit diesem von der Firma Custo Med GmbH gestifteten Preis sollen Personen, Organisationen oder Firmen geehrt werden, die mit ihren Ideen und Innovationen auf digitalem Wege den medizinischen Alltag zukunftsweisend unterstützen. Der Peter-Müller-Digitalpreis Medizin ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Insgesamt hatten sich zwölf Hersteller digitaler Innovationen beworben. Aus den eingegangenen Bewerbungen hat die DGIM-Arbeitsgruppe zunächst sechs Finalisten ausgewählt. Diese durften ihre Anwendungen dann während des Kongresses in einem Pitch live demonstrieren und wurden von einer Fachjury bewertet.

Das sind die Gewinner:

1. Platz: Reizdarm-DiGA Cara Care. In der Begründung heißt es: „Die Anwendung der Berliner Hi Doc Technologies GmbH überzeugte vor allem durch das aus mehreren Modulen zusammengesetzte Selbsthilfekonzept.“ Mit einem digitalen Tracking und Tagebuch können Ernährung, Symptome und Befinden in der App erfasst und so auch Triggerfaktoren identifiziert werden. Cara Care ist dauerhaft im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) aufgenommen.

2. Platz: Adipositas-DiGA Oviva, eine ebenfalls dauerhaft vom BfArM zugelassene Anwendung. In einer Studie konnten ein signifikanter Gewichtsverlust nach zwölf Wochen sowie langfristige Effekte nachgewiesen werden: Die Teilnehmenden konnten ihr reduziertes Gewicht auch nach 24 Wochen halten.

3. Platz: Gesundheitsplattform Lipo Check, die als Medizinprodukt eingestuft wurde. Mit dem digitalen Informations- und Schulungsangebot soll die Lebensqualität von Frauen mit Lipödem verbessert werden. Die App enthält neben einem personalisierten Tagebuch, Rezepten und Bewegungsvorschlägen auch den Lipödembericht – eine zusammenfassende Dokumentation des individuellen Krankheitsverlaufs – sowie ein Nachschlagewerk zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Behandlungsoptionen, auch Tipps und Erfahrungen von anderen Betroffenen sind enthalten.

Lipo Check ist eine KI-gestützte Gesundheitsplattform für Frauen mit Lipödem.(© Lipo Check)
Lipo Check ist eine KI-gestützte Gesundheitsplattform für Frauen mit Lipödem.
(© Lipo Check)

„Wir freuen uns, dass sich so viele interessante Mobile-Health-Anwendungen um den Preis beworben haben, die mit ihren Ideen relevante Krankheiten der Inneren Medizin adressieren“, sagte Professor Dr. med. Martin Möckel, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)/KI in Leitlinien der DGIM.

Über den Internistenkongress

Der 130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin fand in diesem Jahr vom 13. bis 16. April in Wiesbaden und online statt. Rund 8.000 Teilnehmende folgten den über 1.400 Vorträgen in insgesamt 410 wissenschaftlichen Sitzungen. Schwerpunktthemen waren Chancen und Grenzen der Präzisionsmedizin, Forschung in der Inneren Medizin, der Umgang mit Fehlern sowie die Auswirkungen von Krisen und Fachkräftemangel.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf unserem Schwesterportal www.healthcare-digital.de.

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