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Diese Motoren kommen aus dem Hause Faulhaber. „Durch Kombination der High-End-Motoren mit unseren Linearverstärkern sind Antriebe entstanden, die ein hohes Ausgangsdrehmoment liefern, aber zugleich sehr reibungs- und haftreibungsarm arbeiten sowie eine sehr niedrige Massenträgheit aufweisen“, berichtet Karam. Ziel der Kooperation war eine Standardisierung auf der Basis von einem oder zwei Motoren, um die Entwicklungsarbeit möglichst effizient zu gestalten. Benötigt wurde ein hohes Drehmoment. Doch das ist allgemein mit einem größeren Motor verbunden, der wiederum mehr Massenträgheit, Reibung und Gewicht mit sich bringt. Also machte man sich gemeinsam auf die Suche nach einer Spezialeinheit, die exakt auf die Anforderungen abgestimmt sein sollte. Dieser Motor hat eine andere Spule, mit der sich ein sehr hohes Ausgangsdrehmoment erzeugen lässt. Ein hohes Drehmoment und die nicht selbsthemmende Kraftübertragung, also die Fähigkeit des Benutzers, die Reibung zu überwinden und das Haptikgerät zu betätigen, sind die entscheidenden Faktoren bei der Auswahl der Motoren.
Rollenantriebe sind besser als Getriebe
Die Motoren sind mit hochauflösenden optischen Encodern ausgestattet. Diese liefern die präzisen Feedbackgrößen, die erforderlich sind, um eine realitätsnahe taktile Wahrnehmung zu erzeugen. Für einige Anwendungen werden auch Ausführungen mit integrierten Getrieben geliefert; in der Mehrzahl der Fälle sind solche Lösungen jedoch nicht sinnvoll. Getriebe arbeiten nämlich in der Regel nicht spielfrei, was zu inakzeptablen Latenzzeiten bei der Berührungsrückmeldung des Geräts führt. Daher verwenden die Haptikspezialisten Rollenantriebe anstelle von Getrieben.
Reproduziere Motoren für die Sinneswahrnehmung
Ein Rollenantrieb besteht aus zwei Walzen, zwischen denen ein vorgespannter Strang verläuft, ähnlich wie in der Mechanik einer Videokassette. Das Verhältnis der beiden Walzendurchmesser bestimmt das Untersetzungsverhältnis. Eine typische Motor-Antriebsrollen-Baugruppe kann Untersetzungsverhältnisse bis 30:1 erreichen. Die eingesetzten Faulhaber-Motoren sind so spezifiziert, dass sie ein hohes Maß an Reproduzierbarkeit aufweisen. Dies ist nötig, damit die Haptikgeräte eine kontinuierliche Sinneswahrnehmung liefern. Die Haptikspezialisten setzen ihre Kooperation mit Faulhaber fort. Die Motoren versetzen das Unternehmen in die Lage, aus Konzepten schnell und einfach kundenspezifische Produkte zu machen.
Kontakt:
Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG
D-71101 Schönaich
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