Am 20. Oktober fand das 14. Innovation Forum Medizintechnik in Tuttlingen statt. 450 Teilnehmer tauschten sich dort über die Branche, Trends und Technologien wie Augmented Reality und Nachhaltigkeit aus.
Mit gesundem Unternehmertum und neuen Produkten in die Zukunft: Yvonne Glienke (Geschäftsführerin Technology Mountains e.V. und Medical Mountains GmbH) eröffnete im Gespräch mit Dr. Harald Stallforth (Vorstandsvorsitzender Technology Mountains e.V; Mitte) und Dr. Alfons Dehé (Institutsleiter Hahn-Schickard) das 14. Innovation Forum.
(Bild: Medical Mountains / Michael Kienzler)
Medical-Mountains-Geschäftsführerin Yvonne Glienke kam bei der Eröffnung des 14. Innovation Forum Medizintechnik nicht umhin, die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Industrie im Allgemeinen und die Medizintechnik im Speziellen zu erwähnen. Ihre Gesprächspartner Dr. Harald Stallforth (Vorstandsvorsitzender Technology Mountains e.V) und Dr. Alfons Dehé (Institutsleiter Hahn-Schickard) fanden ganz ähnliche Ansätze, mit der schwierigen Situation umzugehen. „Unternehmertum ist das Wichtigste“, damit an der richtigen Stelle, sprich in neue Produkte, investiert werde, konstatierte Harald Stallforth. Oder, wie es Alfons Dehé formulierte: Krisenzeiten eröffneten die Chance, Kapazitäten etwa aus der Produktion zu nutzen, „um Innovationen zu machen“. Und dafür konnten den Tag über etliche Ideen und Impulse gesammelt werden.
Der Einsatz von Virtual und Augmented Reality
Prof. Dr. med. Wolfram Lamadé gewährte in seiner Keynote spannende Einblicke, wie die digital erzeugte dritte Dimension bei Operationen an der Leber für mehr Präzision und Zeitersparnis sorgt – v. a. aber lebensrettende Eingriffe ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Um mit der halbdurchsichtigen Augmented-Reality-Brille umgehen zu können, brauche ein Arzt bestenfalls wenige Minuten. Wie jedem anderem Medizintechniker war ihm bewusst, dass der Weg bis zur Zulassung eines solchen Systems ein langer und steiniger ist. „Wir brauchen Regeln und Orientierung, aber wir brauchen auch das Spiel dazwischen“, plädierte der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie dafür, die Balance zwischen Innovationen auf der einen Seite sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der anderen wieder herzustellen.
Weitere Eindrücke aus der virtuellen Wirklichkeit sammelten die Teilnehmer auf der „VR-Spielwiese“, konkrete Anwendungsmöglichkeiten lernten sie bei der Vortragssession kennen. Insgesamt neun Sessions des Forums stellten neue Wege etwa bei Robotik, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Fertigungsverfahren vor und diskutierten diese.
„Kommunikation ist der eigentliche Antrieb des Fortschritts“, freute sich Yvonne Glienke über die vielen Gespräche, die den ganzen Tag über in den Sälen, während der Pausen und mit den mehr als 80 Ausstellern geführt wurden. „Das ist eine Erwartungshaltung, mit der die Besucher zum Innovation Forum kommen. In den Dialog gehen, Kontakte knüpfen, Partner finden“, erinnerte die Geschäftsführerin.
Innovation muss auch in Richtung Nachhaltigkeit gedacht werden
Die Basis für die Fachdialoge war bereits beim vorabendlichen Warm-up mit 80 Teilnehmern gelegt worden. Dort, wie auch im Forum, zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Gespräche: die Medizintechnik energieeffizienter und ressourcenschonender aufzustellen. Denkanstöße und Ansätze vermittelte die zweite Keynote von Frank Dzukowski, Leiter der Vorstands-Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimamanagement am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Bis 2040 soll die Einrichtung klimaneutral sein, was aber eines voraussetzt: eine verlässliche Datengrundlage zur Berechnung des direkten und indirekten CO2-Ausstoßes.
Dieser „Corporate Carbon Footprint“ bereitet derzeit noch Kopfzerbrechen. Bei Medizinprodukten sei trotz aller Versuche bislang nur eine grobe Bewertung möglich. Fragen der Nachhaltigkeit spielten jedoch bei künftigen Ausschreibungen eine gewichtigere Rolle, erinnerte er an mögliche Wettbewerbsvorteile für Hersteller. Sie und die Kliniken seien in einer gemeinsamen Verantwortung, sagte Frank Dzukowski, wenn es z. B. um vollständig wiederverwendbare Transportverpackungen, Energieeffizienz bei Medizinprodukten und der Nutzung von Biokunststoffen gehe. Sein Wunsch an die Branche lautete, „aktiv mit guten Ideen und Lösungen an Kliniken heranzutreten“ – was gleichsam als Impuls verstanden werden konnte, Innovationen auch in Richtung Nachhaltigkeit weiterzudenken.
Die Möglichkeit dazu besteht spätestens wieder am 19. Oktober 2023. Dann öffnen sich die Türen zum 15. Innovation Forum Medizintechnik.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Weitere Meldungen aus der Medizintechnik-Branche und über Medizintechnik-Unternehmen finden Sie in unserem Themenkanal Szene.