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3D-Druck-Anwendung 3D-gedruckte Unterschenkel-Fuß-Orthese besteht Praxistest

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

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Die FH Münster hat bewiesen: Eine mittels additiver Fertigung hergestellte hochbelastbare Unterschenkel-Fuß-Orthese besteht den Vergleich mit einer handwerklich hergestellten Orthese. Sanitätshäuser horchen auf.

Links die Orthese aus dem 3D-Drucker, rechts das vom Kompetenzzentrum Kramer gefertigte Original. (Bild:  Katharina Kipp - FH Münster)
Links die Orthese aus dem 3D-Drucker, rechts das vom Kompetenzzentrum Kramer gefertigte Original.
(Bild: Katharina Kipp - FH Münster)

Unterschenkel-Fuß-Orthesen für Lähmungspatienten werden in der Regel mit hohem Aufwand handwerklich hergestellt. Eine Möglichkeit, individuelle Orthesen mit geringem Zeit- und Kostenaufwand zu produzieren, bietet der 3D-Druck. Allerdings reichen die mechanischen Eigenschaften der 3D-gedruckten Bauteile oft nicht aus. Dass es dennoch funktioniert, hat Carsten Dilthey in seiner Masterarbeit im Studiengang Biomedizinische Technik an der FH Münster bewiesen. Er fertigte mit Unterstützung von Prof. Dr. David Hochmann eine hochbelastbare Orthese im 3D-Drucker an.

Wie die FH Münster mitteilt, handelt es sich um eine dynamische Variante in sogenannter Prepreg-Technik nach Dr. Ulrich Hafkemeyer. Dabei werden das Federelement und die Schalen in Form und Stärke individuell an die Bedürfnisse der Patienten angepasst. Nachdem verschiedene 3D-Druck-Materialien untersucht und eine Anforderungsanalyse durchgeführt wurden, konnte die Orthese methodisch entwickelt, konstruiert und additiv gefertigt werden. Anschließend wurde sie umfangreichen Tests mit existierender Prüftechnik unterzogen.

Der direkte Vergleich der handwerklich gefertigten und der 3D-gedruckten Orthese fand bei einem unabhängigen klinischen Partner mit Hilfe der 3D-Ganganalyse statt. Das Ergebnis: Beide Orthesen sind biomechanisch gleichwertig, die 3D-gedruckte Orthese ist dabei fast 30 Prozent leichter und bietet eine Reihe weitere Vorteile wie zum Beispiel das bessere Mikroklima. Laut FH Münster wurde die 3D-gedruckte Orthese von einem elfjährigen Kind zweieinhalb Wochen lang getragen. Nun sei besonders in den Sanitätshäusern das Interesse an der individuellen Lösung aus dem 3D-Drucker groß.

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