France
Company Logo

VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

28.10.2025

Dokumentation als Voraussetzung für Prüffähigkeit

Prüffähigkeit ist die neue Messgröße technischer Exzellenz: Nur wer seine Berechnungen digital, transparent und normgerecht dokumentiert, kann Qualität wirklich nachweisen.

Prüffähigkeit ist im modernen Maschinenbau weit mehr als ein formales Kriterium – sie ist ein zentrales Element technischer Qualitätssicherung. Sie stellt sicher, dass Berechnungen, Konstruktionsentscheidungen und Nachweise jederzeit objektiv überprüfbar bleiben. Unabhängig davon, wer sie ursprünglich erstellt hat.

Fehlt diese Nachvollziehbarkeit, entstehen Unsicherheiten in Projekten, Rückfragen in Audits und Verzögerungen in der Freigabeprozessen. Eine prüffähige Berechnung hingegen schafft Vertrauen, intern wie extern, und bildet die Basis für reproduzierbare, belastbare Ergebnisse.


Prüffähigkeit als Bestandteil technischer Qualität

Prüffähige Berechnungen sind gekennzeichnet durch eine vollständige, transparente und normgerechte Dokumentation. Sie beinhalten sämtliche Eingabedaten, Randbedingungen, verwendete Berechnungsansätze sowie die Begründung der Ergebnisse.

Nur wenn diese Elemente nachvollziehbar dokumentiert sind, kann ein Nachweis fachlich beurteilt und validiert werden. Egal ob im Rahmen von internen Reviews, Kundenfreigaben oder externen Audits nach ISO 9001.

Fehlen Formelbezüge, Einheiten oder Zwischenwerte, wird aus einer Berechnung schnell eine Schätzung und aus technischer Sicherheit ein Risiko.


Dokumentation als Voraussetzung für Prüfbarkeit

Prüffähigkeit und technische Dokumentation sind untrennbar miteinander verbunden.

Die Dokumentation bildet das technische Gedächtnis eines Projekts und hält fest, wie und warum eine Lösung entstanden ist. Nur wenn Berechnungen vollständig dokumentiert werden, können sie später geprüft, nachvollzogen und reproduziert werden.

Damit ist die Dokumentation kein Zusatzaufwand, sondern eine wesentliche Voraussetzung für Qualität und Rechtssicherheit im Maschinenbau.

Normen als Leitlinie für prüffähige Nachweise

Regelwerke wie die VDI 2230 für Schraubenverbindungen, die FKM-Richtlinie für Betriebsfestigkeit oder die AD-2000-Merkblätter für Druckgeräte legen verbindlich fest, wie Nachweise zu führen und zu dokumentieren sind.

Wer diese Normen anwendet und seine Ergebnisse strukturiert dokumentiert, erfüllt automatisch die zentralen Anforderungen an Prüffähigkeit und damit auch an Konformitätsbewertungen nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.


Digitale Unterstützung durch MDESIGN

Während Prüffähigkeit früher stark von Erfahrung und Disziplin abhängig war, unterstützen heute digitale Systeme Ingenieure bei einer systematischen und normgerechten Nachweisführung.

In MDESIGN werden Eingaben, Randbedingungen und Ergebnisse automatisch dokumentiert. So entsteht aus jeder Berechnung unmittelbar ein prüffähiger Nachweisbericht – nachvollziehbar, normkonform und revisionssicher im PDF/A-1a-Format.

Damit sichern Unternehmen nicht nur die Qualität ihrer Nachweise, sondern auch den langfristigen Erhalt technischen Wissens.


Fazit – Nachweise, die Vertrauen schaffen

Prüffähigkeit ist kein bürokratischer Aufwand, sondern Ausdruck technischer Verantwortung.

Sie gewährleistet, dass Berechnungen nicht nur richtig sind, sondern auch verstanden, geprüft und reproduziert werden können.

Mit einer strukturierten Nachweisführung und digitalen Werkzeugen wie MDESIGN schaffen Ingenieure die Grundlage für Qualität, Sicherheit und Vertrauen – heute und in Zukunft.


Weitere Informationen finden Sie hier