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EPHJ Uhrmacherische Feinarbeit für medizinische Rohre

Quelle: Pressemitteilung PX Group 3 min Lesedauer

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PX Group feiert dieses Jahr ein halbes Jahrhundert Know-how auf dem Gebiet der Präzisionsmetallurgie. Das Fachwissen im Bereich rohrförmiger Komponenten reicht inzwischen über die Uhrenindustrie hinaus und erfüllt heute auch die Qualitätsanforderungen der Medizintechnik, insbesondere der Implantologie.

Die PX Group bietet aus Platin, Gold und Palladium gefertigte Bauteile an.(Bild:  PX Group)
Die PX Group bietet aus Platin, Gold und Palladium gefertigte Bauteile an.
(Bild: PX Group)

Wie für viele Schweizer Unternehmen bildete das historische Savoir-faire der PX Group in der Uhrmacherkunst den technologischen Grundstein für ihre Diversifizierung. Bis Ende der 1990er Jahre erforderte die Herstellung von Armbändern aus hohlen, zugelöteten Gliedern eine absolute Beherrschung der Formgebung hochpräziser rohrförmiger Komponenten. Aus dieser Expertise entwickelte sich ein umfassendes Wissen in der Formung feiner Rohre, der Kontrolle extrem dünner Wandstärken und der Realisierung komplexer Geometrien, bei gleichzeitig gewährleisteter Maßhaltigkeit und einwandfreier Qualität. Diese von der Uhrmacherei geerbte Präzisionskultur ebnete ganz natürlich den Weg zu neuen Anwendungen mit hoher Wertschöpfung in Nischenmärkten wie der Medizintechnik.

PX Group ist es in der Tat gelungen, dieses Know-how in die Herstellung von Rohren für die Endoskopie zu überführen. Dank der Entwicklung von Rohren mit variablem Querschnitt, die strengsten Anforderungen genügen, verschob man die Grenzen des technisch Machbaren noch ein Stück weiter.

Markierungsringe und Elektroden

Die Gruppe stützte sich auch auf ihre Kompetenzen im Gießen und der Verarbeitung von Edelmetallen, um ihre Expertise auf Markierungsringe und Elektroden auszuweiten. Diese Komponenten sind für das einwandfreie Funktionieren von Medizinprodukten, die in den menschlichen Körper eingesetzt werden, unerlässlich. Sie ermöglichen präzise Funktionen wie Positionierung, Messung und Signalübertragung.

Markierungsringe werden in Kathetern, Stents und anderen implantierbaren Geräten verwendet. Sie sind röntgendicht und somit auf Röntgenaufnahmen sichtbar. So können medizinische Fachpersonen sie während eines Eingriffs mit hoher Genauigkeit positionieren und verfolgen.

Markierungsringe wie auch Elektroden dienen zudem als elektrische Kontakte, um in medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern eine zuverlässige Konnektivität sicherzustellen. Die verwendeten Materialien garantieren eine hohe Leitfähigkeit und Verschleißfestigkeit für eine dauerhafte Leistung. Diese Komponenten gewährleisten auch die Genauigkeit von Messgeräten, indem sie die Zuverlässigkeit der Instrumente für die Überwachung der Vitalzeichen und die Bewertung von Behandlungen sicherstellen.

Hochpräzise Produktion mit hochwertigen Materialien

Die bei der Herstellung der Markierungsringe und Elektroden verwendeten Werkstoffe werden aufgrund ihrer elektrischen und mechanischen Eigenschaften sowie ihrer hohen Biokompatibilität ausgewählt. Zu den meistverwendeten Metallen und Legierungen gehören:

  • Platin und Legierungen: Platin, zehn Prozent Platin-Iridium, 20 Prozent Platin-Iridium
  • Gold und Legierungen: Gold, Gold-Silber-Kupfer, 3N18
  • Palladium und Legierungen: Palladium, Palladium-Silber

Der interne Veredelungsprozess garantiert ein hohes Maß an Langlebigkeit, Präzision und Biokompatibilität, wodurch diese Produkte eine zuverlässige Wahl für fortschrittliche medizinische Anwendungen werden.

PX Group produziert bei vollständiger Rückverfolgbarkeit kundenspezifisch anpassbare Ringe mit Längen von 0,4 bis 20 mm und Außendurchmessern von 0,3 bis 4 mm sowie mit Wandstärken bis hinunter zu 25 μm – das entspricht etwa einem Drittel der Dicke eines menschlichen Haares. Dieses Präzisionsniveau erforderte eine kontinuierliche Weiterentwicklung industrieller Verfahren, insbesondere beim hochpräzisen Laserschneiden. Das Unternehmen arbeitet zudem an der Entwicklung von Feinpolierlösungen, die auf die extremen Anforderungen dieser Anwendungen zugeschnitten sind.

Investition in den Maschinenpark

Um auf die wachsende Nachfrage zu reagieren, erwarb PX Group 2025 einen dritten Laser. Der Femtosekundenlaser wird es dem Unternehmen ermöglichen, die Expertise in der Laserbearbeitung mit der Beherrschung von Drähten kleinster Durchmesser zu verbinden und so eine optimale Präzision zu erreichen.

Die getätigte Investition eröffnet diesem Markt neue Perspektiven, denn mit der neuen Maschine kann das Unternehmen seine Produktion von Markierungsringen und medizinischen Elektroden verdoppeln.

EPHJ 2026: Stand J55

(ID:50790010)

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