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Projektbewertung
Top oder Flop? Projekte erfolgreich evaluieren

Ein Gastbeitrag von Markus Wild 3 min Lesedauer

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Gestörte Lieferketten, lange Entwicklungszeiten bis hin zu Unsicherheiten durch die Medical Device Regulation sorgen für ein beinahe innovationsfeindliches Klima in der Medtech-Branche. Deshalb kommt es jetzt darauf an, keine Zeit oder Ressourcen zu verschwenden und gute Ideen schon vor Projektbeginn zu erkennen.

In herausfordernden Zeiten kommt es besonders darauf an, das Richtige zu tun und frühzeitig Sicherheit in Projekte zu bringen – der 360° Pic-Up hilft dabei. (Bild:  fotogestoeber - stock.adobe.com)
In herausfordernden Zeiten kommt es besonders darauf an, das Richtige zu tun und frühzeitig Sicherheit in Projekte zu bringen – der 360° Pic-Up hilft dabei.
(Bild: fotogestoeber - stock.adobe.com)

Risikomanagement ist in der Medizintechnik ein regulierter durchlaufender Prozess. Die ganze Produktentwicklung ist darauf ausgerichtet, permanent Risiken für die Funktionsfähigkeit der Technik und letztlich für Leib und Leben zu erkennen und zu managen. Nur bei den eigentlichen Entwicklungsprojekten werden die Entwicklungsrisiken nicht genauso sorgfältig geprüft. In der konventionellen Produktentwicklung werden Entscheidungen häufig in der falschen Annahme vertagt, dass damit zu einem späteren Zeitpunkt idealere Lösungen gefunden werden und so Kosten gespart werden können.

Dass die Investition in eine frühe Risikobetrachtung sich lohnt, besagt jedoch schon die Zehnerregel bzw. Rule of Ten der Fehlerkosten: Erfahrungswerte zeigen, dass die entstehenden Kosten durch einen Fehler in jeder Phase um den Faktor Zehn steigen. Jeder Euro, der für die Korrektur eines Features in der frühen Designphase nicht aufgewendet wird, kostet also zur Fehlerbeseitigung in der laufenden Entwicklung schon zehn Euro – und fällt das Problem in der Fertigung erst auf, müssen für die kleine falsche Weichenstellung bereits 100 Euro berappt werden.