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Fehlerhafte Beatmungsgeräte Philips erzielt milliardenschwere Einigung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Philips einigt sich mit der US-Justiz wegen fehlerhafter Beatmungsgeräte. Der niederländische Medizintechnik-Konzern zahlt 1,1 Milliarden US-Dollar, um Klagen beizulegen. Ein Schuldeingeständnis ist damit nicht verbunden.

Philips hatte im Juni 2021 weltweit Millionen Beatmungsgeräte zurückrufen müssen. In den betroffenen Geräten wurde ein Dämmschaumstoff verarbeitet, von dem sich Partikel lösten.(Bild:  Philips)
Philips hatte im Juni 2021 weltweit Millionen Beatmungsgeräte zurückrufen müssen. In den betroffenen Geräten wurde ein Dämmschaumstoff verarbeitet, von dem sich Partikel lösten.
(Bild: Philips)

Der Medizintechnik-Konzern Philips hat sich mit der US-Justiz auf einen milliardenschweren Vergleich im Zusammenhang mit fehlerhaften Beatmungsgeräten für die Schlaftherapie geeinigt. Damit sollen eine anhängige Sammelklage sowie Einzelklagen von Geschädigten beigelegt werden, teilte das niederländische Unternehmen am 29. April mit. Insgesamt zahle Philips 1,1 Milliarden US-Dollar (gut 1 Milliarde Euro), hieß es. Ein Schuldeingeständnis sei damit nicht verbunden. Die Zahlung wird für 2025 erwartet.

Philips hatte im Juni 2021 weltweit Millionen Beatmungsgeräte zurückrufen müssen. In den betroffenen Geräten wurde ein Dämmschaumstoff verarbeitet, von dem sich Partikel lösten. Der darin verwendete Schaumstoff steht im Verdacht, im Laufe der Zeit giftig zu werden. Der Rückruf kostete Philips bislang 2,8 Milliarden Euro für die Beseitigung der Mängel sowie Rechtskosten. Darin sind Abschreibungen auf die betroffene US-Tochter nicht enthalten. In den USA war der Verkauf der Geräte im Januar dieses Jahres gestoppt worden.

Wie Philips weiter mitteilte, einigte sich der Konzern zudem mit seinen Versicherungen über die Zahlung von 540 Millionen Euro, um Kosten für die im Zusammenhang mit dem Rückruf bestehenden Haftungsansprüche zu decken. Philips werde dieses Geld im laufenden Jahr erhalten, hieß es.

Die aktuelle Rückstellung führte zu einem steigenden Verlust des Medizintechnik-Herstellers im ersten Quartal. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 998 Millionen Euro – nach einem Minus von 665 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt u. a. um Währungseffekte, nahm er um zwei Prozent zu.

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