Medizinische Apps liegen im Trend – nicht nur wegen Corona. Doch ihr Einsatz ist umstritten. Viele Ärzte und Bürger fürchten einen Eingriff in die Privatsphäre und den gläsernen Patienten. Doch sind die Zweifel berechtigt?
Intrinsische Konzepte sorgen für mehr Sicherheit bei medizinischen Apps
Im Gesundheitsbereich entdecken immer mehr Menschen – verstärkt durch den pandemiebedingten Wandel – digitale Hilfsmittel für sich. So verwenden Patienten mit psychischen Erkrankungen digitale Tagebücher, um ihr seelisches Befinden zu dokumentieren, Herzkranke nutzen Tracker für Puls und Blutdruck und Diabetiker setzen digitale Tools ein, um ihren Blutzucker im Blick zu behalten. Selbst der Gesetzgeber sieht diesen Trend inzwischen und hat einen entsprechenden Rahmen geschaffen: So ist es inzwischen für Mediziner möglich, Apps auf Rezept zu verschreiben. Aber nur wenige Gesundheitsversorger nutzen diese Möglichkeit – nicht immer zur Freude der Patienten.
Menschen sind für Digitalisierung im Healthcare-Bereich bereit
Denn wie sich zeigt, wären die Menschen in Deutschland durchaus bereit, im Healthcare-Bereich mehr Digitalisierung zu wagen: So ergab eine Studie von VM-Ware, dass weniger als ein Viertel der Befragten der Meinung sind, dass Gesundheitsversorger heute einen besseren digitalen Service bieten als vor der Pandemie. Dabei sehen viele der Befragten (39 Prozent) gerade die Gesundheitsversorgung als einen Bereich an, in dem sie gerne stärker digital agieren würden – ein Potenzial, dass offenbar von den Institutionen und Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen bisher nicht ausgeschöpft wird.
Gleichzeitig hatten die Teilnehmer der Studie auch klare Vorstellungen davon, was solche digitalen Services mitbringen müssen, damit sie diese nutzen: gefordert wird vor allem ein hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz sowie eine unkomplizierte Nutzung über sämtliche Geräte hinweg. Diese Ergebnisse zeigen: Langfristig werden die Gesundheitsversorger nicht darum herumkommen, ihren Patienten mehr digitale Angebote zu machen, wenn sie auch künftig erfolgreich sein wollen.
Schließlich bergen die neuen technischen Möglichkeiten auch enorme Chancen für das Gesundheitssystem selbst: Die Überwachung von Patienten wird remote möglich, es fallen weniger Arzttermine vor Ort an und bei guter Dokumentation können die Versorger auch unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Ein weiterer Einsatzbereich kann die Überwachung von Pflegebedürftigen zuhause sein, sodass diese nicht zwangsläufig ins Heim müssen.
Patienten wünschen sichere digitale Tools
Klar ist aber auch: Die schönste App nützt nichts, wenn die Daten nicht sicher sind – denn das Thema Datensicherheit ist in der Tat entscheidend dafür, ob Patienten bereit sind, sensible Informationen in digitale Apps einzugeben. Aber wie schaffen die Gesundheitsversorger den Spagat zwischen modernen Anwendungen zum Nutzen der Patienten einerseits, die schnell und zuverlässig Daten erheben oder weitergeben – und der notwendigen Sicherheit andererseits?
Neben diesem Spannungsfeld besteht häufig die Problematik, dass die IT der Unternehmen noch auf Legacy-Systemen basiert: Dies hat zu Folge, dass die Verantwortlichen es mit einer Vielzahl an verschiedenen Lösungen zu tun haben, die nicht zwangsläufig miteinander harmonieren. Die größten Gefahren bei alten Systemen gehen von unbeobachteten Sicherheitslücken aus, durch die potenzielle Angreifer sich leicht Zugriff verschaffen und Schaden anrichten können. Ein Albtraum für jeden IT-Leiter, denn das Vertrauen der Patienten ist dahin, sollten ihre Daten abgegriffen werden und unkontrolliert in den Weiten des Internets kursieren.
Intrinsische Konzepte für mehr Sicherheit
Um derartige Probleme zu vermeiden, sind Sicherheitskonzepte, die auf einem intrinsischen Ansatz fußen, die derzeit beste Lösung – und auch der ideale Weg, um für die Zukunft flexibel zu bleiben und das Konzept an neue Anforderungen anpassen zu können. Dabei handelt es sich um einen ganzheitlichen End-to-End-Ansatz, der mit Mikrosegmentierung arbeitet.
Im Ergebnis sind Daten an jedem Punkt ihrer Verarbeitung sicher – von der Eingabe über ein mobiles Gerät bzw. eine App bis hin zur Speicherung in der unternehmenseigenen Private Cloud. Um das zu erreichen, wird das Unternehmensnetzwerk segmentiert und in unterschiedliche Schutzklassen eingeteilt. Patientendaten genießen dabei natürlich immer die höchste Priorität, während beispielsweise Verwaltungsdaten oder Abrechnungen in der Regel der mittleren Schutzklasse zuzurechnen sind. Eher unkritisch in Kliniken sind z. B. Entertainment-Systeme in Patientenzimmern.
Wie aber schafft es die IT, ein komplexes System sorgfältig zu segmentieren und so abzusichern? Dabei empfiehlt es sich, dass die Versorger auf bewährte Konzepte und zuverlässige Partner setzen, die viel Erfahrung im Gesundheitswesen mit sich bringen. Nur so können Konzepte mit digitalen Apps so angebunden werden, dass die Patientendaten sicher bleiben – egal, wo sie ausgelesen, gespeichert oder eingegeben werden. Schlussendlich wird die Qualität des Gesundheitswesens sowie die Verbesserung der Gesundheitsversorgung mit sicheren digitalen Apps für die Zukunft noch einmal deutlich vorangetrieben – und das trägt am Ende natürlich zum Wohl der Patienten bei.
Stand: 08.12.2025
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Der Autor, Carsten Kramschneider, ist Manager Solution Engineering, Public, Healthcare & Commercial bei VM-Ware