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M&A-Aktivität stark von Corona geprägt – Mergers & Acquisitions in der Medizintechnik (Teil 13): M&A im 1. Halbjahr 2020

Von Dr. Christian Bridts* 9 min Lesedauer

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Auch vor den M&A-Aktivitäten in der Medizintechnikbranche im ersten Halbjahr 2020 hat der Coronavirus nicht Halt gemacht. Es gibt Gewinner sowie Verlierer und besondere Entwicklungen, die teils initiiert, teils verstärkt oder wieder ins Scheinwerferlicht gerückt wurden.

Der Handschlag in Corona-Zeiten: Auch vor den M&A-Aktivitäten in der Medizintechnikbranche im ersten Halbjahr 2020 hat der Coronavirus nicht Halt gemacht. (Bild:  ©kamonwan - stock.adobe.com)
Der Handschlag in Corona-Zeiten: Auch vor den M&A-Aktivitäten in der Medizintechnikbranche im ersten Halbjahr 2020 hat der Coronavirus nicht Halt gemacht.
(Bild: ©kamonwan - stock.adobe.com)

Das erste Halbjahr 2020 zeigt im Bereich der Medizintechnik eine ganze Reihe besonderer Entwicklungen auf, die in unterschiedlicher Weise durch den Coronavirus teils initiiert, teils verstärkt oder als bereits bekannte Herausforderungen wieder ins Scheinwerferlicht gerückt wurden.

Zu den letzteren zählen die über die letzten Jahre aufgebauten erheblichen Schwächen in internationalen Supply Chains. Hier hat spätestens Corona verdeutlicht, dass zugunsten von immer weiter getriebenen Kostenoptimierungen betriebswirtschaftlich gleichermaßen wichtige Risikoaspekte vermehrt in den Hintergrund getreten sind. Die so entstandenen Strukturen waren teilweise bereits bezüglich lokaler Einschläge (Fukushima, Tsunami etc.) nicht wirklich krisenfest und waren es noch weniger gegenüber einer globalen systemischen Krise, wie sie durch Covid-19 ausgelöst wurde. Zu erwarten ist, dass diesbezüglich post-Corona nicht einfach zum Tagesgeschäft übergegangen werden kann, sondern neue Sicherungsebenen eingebaut werden müssen, die dem Standort EU wieder eine größere Bedeutung beimessen. Dies dürfte sich nicht zuletzt auch auf die M&A-Aktivität der nächsten Jahre auswirken.