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Partner für Projekt gesucht Frühzeitig Ersatzmaterialien für PFAS identifizieren

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer LBF 2 min Lesedauer

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Mehrere Tausend chemische Stoffe der PFAS-Gruppe sollen verboten werden. Mit einem neuen Projekt wird das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF aktiv und sucht Industriepartner. Gemeinsam sollen Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, Grenzen und Chancen möglicher Ansätze zur Substitution von PFAS-Polymeren erarbeitet werden.

Für ein Projekt zur Evaluierung von Optionen zur Substitution von PFAS in ausgewählten Anwendungen sucht das Fraunhofer LBF noch Industriepartner. (Symbolbild)(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Für ein Projekt zur Evaluierung von Optionen zur Substitution von PFAS in ausgewählten Anwendungen sucht das Fraunhofer LBF noch Industriepartner. (Symbolbild)
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

PFAS-Polymere haben wegen ihrer Beständigkeit unter extremen Bedingungen und ihres einzigartigen Eigenschaftsportfolios in vielen Anwendungen und industriellen Produkten, Maschinen und Anlagen Einzug gehalten und sind heute nahezu allgegenwärtig. Im Kontext mit Kunststoff-, Elastomer- und Gummi-Anwendungen werden PFAS-Polymere beispielsweise in Dichtungen, Kabeln und Beschichtungen eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit sind PFAS jedoch bioakkumulativ und können für die Umwelt eine Gefahr darstellen. Außerdem stehen sie im Verdacht, verantwortlich für Gesundheitsschäden zu sein. Da PFAS wegen der Kosten oftmals nur dort eingesetzt werden, wo ihre herausragenden Eigenschaften, wie hohe Temperatur- und Medienbeständigkeit, Verschleißschutz, elektrische Isoliereigenschaften etc., dies unbedingt erfordern, ist eine Substitution in aller Regel nicht ohne weiteres möglich. Außerdem sind Produkte wie Pumpen, Kompressoren oder Armaturen, in denen heute PFAS-Komponenten enthalten sind, meist sehr langlebig und weit über die aktuell diskutierten Übergangsfristen von maximal 13,5 Jahren hinaus in Gebrauch. Entlang der Produktkette ist es dringend notwendig, frühzeitig den Einsatz von Ersatz-Materialien zu prüfen und zu bewerten.

Mögliche Ansätze zur Substitution frühzeitig erkennen

Das Ziel des neuen Verbundprojektes „Evaluierung von Optionen zur Substitution von PFAS in ausgewählten Anwendungen“ vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF ist, den relevanten Stand der Technik und Wissenschaft im Kontext der PFAS-Substitution für Polymere am Beispiel ausgewählter Anforderungsprofile, Materialien und Anwendungen zusammenzutragen und zu bewerten. Ferner sollen die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, Grenzen und Chancen möglicher Ansätze zur Substitution von PFAS-Polymeren aufgezeigt werden. Dies wird es den Projektbeteiligten ermöglichen, die eigene Situation und die aus einem möglichen PFAS-Verbot resultierenden, individuellen Herausforderungen und Möglichkeiten besser einzuschätzen.

Projektpartner aus der Industrie gesucht

Das Projekt ist offen für Partner aus Industrie und Wirtschaft. Details zu den Schwerpunkten und dem weiteren Vorgehen gibt es auf der Projektseite.

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