Aktuelle Nachrichten und Entwicklungen aus der Medizintechnik-Industrie, wichtige Personalmeldungen und branchenrelevante Forschungsmeldungen lesen Sie hier im Devicemed-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.
Aktuelle Nachrichten aus der Medizintechnik-Industrie und branchenrelevante Forschungsmeldungen
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)
16.03. – Felix Winter wird neuer geschäftsführender Vorstand des Medical Valley EMN e. V.
Erlangen (Medical Valley): Der Aufsichtsrat des Medical Valley EMN e. V. hat Felix Winter zum neuen geschäftsführenden Vorstand des Vereins bestellt. Er folgt damit auf Anna Goldsworthy. Neben dem zweiten Vorstand Marco Wendel wird Winter künftig insbesondere die Bereiche Strategie, Geschäftsentwicklung, Marketing und Kommunikation verantworten.
Winter war u. a. mehrere Jahre Geschäftsführer des Arbeitskreises Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF) und ist dort Mitglied des Präsidiums sowie Leiter der Fachgruppe Digital Health. Durch diese Tätigkeiten bestand seit Jahren bereits eine enge Zusammenarbeit mit dem Medical Valley EMN e. V.
Von der Entwicklung bis zur Zulassung
Der Treffpunkt Medizintechnik bringt die Branche zusammen
Die Medizintechnik entwickelt sich rasant – bedingt durch Digitalisierung, neue Materialien, KI, Robotik und mehr. Damit steigen nicht nur die Chancen für eine bessere Versorgung, sondern auch die Anforderungen an Forschung, Entwicklung und Hersteller. Der Treffpunkt Medizintechnik am 17. September 2026 in Frankfurt/Main fördert den Austausch und vernetzt Entscheider der Branche. Auf der neuen Veranstaltung, ausgerichtet von DeviceMed, erwartet die Teilnehmer eine Ausstellung mit einem begleitenden Vortragsprogramm. Im Fokus stehen aktuelle Marktübersichten, Marktentwicklungen und Marktchancen sowie Fachvorträge zu Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Qualitätssicherung und Zulassung. Finden Sie neue Partner für Ihre Medizinprodukte-Entwicklung (OEM, QM-Experten, Dienstleister). Freuen Sie sich auf Best-Practice-Beispiele von Medizintechnik-Herstellern und den Austausch mit anderen Branchen-Experten.
Portage, Michigan/USA (Stryker): Am 11. März meldete Stryker eine globale Netzwerkstörung ihrer Microsoft-Umgebung aufgrund eines Cyberangriffs. Alle Stryker-Produkte, einschließlich vernetzter und lebenserhaltender Technologien, seien sicher und nicht betroffen. Die Sicherheit und Funktionalität der Produkte, wie etwa vernetzte Betten, Tragen und das Mako-System, bleiben unverändert. Vocera- und care.ai-Dienste arbeiten weiterhin problemlos, da sie auf unabhängiger Cloud-Infrastruktur basieren, heißt es von Unternehmensseite. Der Vorfall würde auf interne Systeme beschränkt sein.
Stryker hat umfangreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität implementiert und überwacht die Lage mit Unterstützung von externen Cybersicherheitsexperten. Ein umfassender Schutz der Kundendaten bleibt gewährleistet.
Löhne/deutschland, Delft/Niederlande (Steute): Steute Technologies gibt die Akquisition des niederländischen Medizintechnik-Unternehmens Oldelft Ultrasound bekannt. Oldelft Ultrasound wurde 1985 gegründet und ist auf die Entwicklung und Herstellung leistungsstarker, miniaturisierter Ultraschallsensoren spezialisiert, die v. a. in der Kardiologie eingesetzt werden. Am Hauptsitz und Produktionsstandort in Delft beschäftigt das Unternehmen rund 90 Mitarbeiter und arbeitet mit internationalen OEMs im Bereich der medizinischen, bildgebenden Diagnostik zusammen.
Mühldorf (Odu): Odu nimmt am Hauptsitz Mühldorf ein neues globales Logistikzentrums in Betrieb und begrüßte zur Eröffnung Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Söder würdigte Odu als Beispiel für die Stärke des bayerischen Mittelstands. „Das neue Logistikzentrum von Odu ist ein klares Bekenntnis zum Standort Bayern und zur Region. Der Hersteller von hochpräziser und sicherer Verbindungstechnik hat 20 Mio. Euro investiert. Verbindungstechnik ist eine Schlüsseltechnologie. Sie steckt in Industrieautomaten und Medizintechnik genauso wie in der Sicherheits- und Verteidigungstechnik. Sie hat es sogar schon bis auf den Mars in den Mars-Rover geschafft.“
25.02. – Änderungen im Fresenius-Vorstand: Mandatsverlängerung und Neuernennung
Bad Homburg (Fresenius): Der Aufsichtsrat von Fresenius hat einstimmig das Mandat des Vorstandsvorsitzenden Michael Sen vorzeitig um 5 Jahre verlängert. Der Vertrag läuft nun bis 2031.
Dr. med. Christian Pawlu wird ab dem 1. Juli 2026 als neues Mitglied in den Vorstand von Fresenius berufen. Er übernimmt die Verantwortung für Fresenius Helios, zu denen die beiden privaten Klinikketten Quirónsalud in Spanien und die Helios Kliniken in Deutschland gehören. Er tritt damit die Nachfolge von Robert Möller an, der sich künftig auf den Aufbau des Büros der Unternehmensleitung in Berlin und Brüssel konzentrieren wird.
22.02. – Ottobock plant Verkauf des Standorts in Königsee
Duderstadt/Königsee (dpa): Ottobock plant, sich von seinem Standort in Königsee, Thüringen, zu trennen. Dort befindet sich die Rollstuhlsparte des Unternehmens mit rund 270 Beschäftigten. Wie Ottobock-Vorstandschef Oliver Jakobi mitteilte, laufen derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. In den kommenden Monaten rechnet das Unternehmen mit ersten Vertragsabschlüssen. Ziel ist die Erhaltung des Standorts und der Arbeitsplätze.
Die Gespräche mit möglichen Käufern wurden bereits im letzten Jahr aufgenommen. Jakobi machte keine Angaben zu den interessierten Parteien und betonte, dass der Abschluss in unterschiedlicher Form erfolgen könnte – inklusive eines möglichen Komplettverkaufs. Die Sicherung der Arbeitsplätze hat dabei höchste Priorität. Die langfristige Sicherung des Standorts ist laut Jakobi ein zentrales Anliegen. Man wolle auf keinen Fall das Werk verkaufen, um es anschließend zu schließen. Der Abschluss der Trennung ist bis spätestens Mitte 2027 geplant.
Stand: 08.12.2025
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Das Rollstuhlgeschäft passt laut Jakobi nicht mehr zur übrigen Unternehmensstrategie von Ottobock: „Darum haben wir gesagt, wir fokussieren uns darauf, wo wir richtig stark sind, wo wir Marktführer sind, wo wir auch die Möglichkeit haben, die Märkte weiterzuentwickeln und auch zu beeinflussen. Und geben das auf, wo wir einer von verschiedenen Anbietern sind.“ Laut Finanzvorstand Arne Kreitz sei das Rollstuhlgeschäft nur einer von fünf Bereichen, die das Management seit 2022 loswerden will. Drei Bereiche wurden bereits veräußert oder eingestellt. Neben dem Geschäft in Thüringen ist noch ein kleiner Abrechnungsdienstleister in den USA zu verkaufen.
10.02. – Drive Medical übernimmt Compass Health Brands
Isny (Drive Medical): Drive Medical setzt seine globale Wachstums- und Akquisitionsstrategie mit der Übernahme von Compass Health Brands fort. Diese erste größere Akquisition nach dem Eigentümerwechsel durch Kingswood Capital Management erweitert das Portfolio und stärkt die Marktposition. Compass Health Brands ergänzt die by-Drive-Markenfamilie und bereichere das Angebot mit zusätzlichen Ressourcen und Innovationskraft. Das erfolgreiche Rebranding von „DriveDeVilbiss“ zu Drive Medical erhöhe die Markenwirkung und Marktanteile, während das Unternehmen global weiter wächst.
05.02. – Siemens Healthineers startet erfolgreich ins Geschäftsjahr 2026
Forchheim (Siemens Healthineers): Siemens Healthineers hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 31. Dezember 2025 endete, ein starkes Ergebnis veröffentlicht, das trotz Belastungen durch Handelszölle und Währungseffekte beeindruckt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 5,4 Milliarden Euro, was einem vergleichbaren Wachstum von 3,8 % entspricht.
Der Bereich Imaging verzeichnete ein Umsatzwachstum von 5,7 % auf etwa 2,8 Milliarden Euro, unterstützt durch die robuste Nachfrage nach molekularer Bildgebung. Die bereinigte EBIT-Marge für Imaging lag bei 21,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals.
Der Bereich Precision Therapy wuchs ebenfalls stark um 5,9 % und erreichte einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro mit einer EBIT-Marge von 14,9 %.
Im Gegensatz dazu erlitt der Bereich Diagnostics einen Umsatzrückgang von 3,1 %, was teils auf Strukturveränderungen im chinesischen Markt zurückzuführen ist. Der Umsatz fiel auf knapp 1,0 Milliarden Euro, und die bereinigte EBIT-Marge sank auf 2,1 %, deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Trotz dieser Herausforderungen konnte der Gewinn nach Steuern auf 456 Millionen Euro gehalten werden, was einem Rückgang von 4,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie lag mit 0,49 Euro fast auf dem Vorjahresniveau.
Mit einem guten Equipment-Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 konnte das Unternehmen einen hohen Auftragseingang bestätigen. CEO Bernd Montag hob hervor, dass der Konzern trotz erheblicher Gegenwinde eine verbesserte Profitabilität in den Kernbereichen erzielt hat.
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bleibt optimistisch, mit einem erwarteten vergleichbaren Umsatzwachstum von 5 % bis 6 % und einem bereinigten unverwässerten Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 Euro und 2,40 Euro.
03.02. – Medipack gewinnt den Worldstar Global Packaging Award 2026
Schaffhausen (Medipack): Die Medipack AG wurde für die Sterilverpackung MedD-Pack eco mit dem Worldstar Global Packaging Award 2026 ausgezeichnet. Die Jury lobte, dass die Verpackung aus einer ressourcenschonenden dreischichtigen MEDPETG-EF-Folie besteht und ein No-Touch-Handling bietet. Dadurch lassen sich Implantate steril und ohne direkten Kontakt entnehmen. Die innere Komponente aus MEDPUR (Polyurethane) hält das Implantat sicher in Position und schützt zuverlässig vor Abrieb oder Beschädigungen – was die Prozesssicherheit im OP erhöht.
Durch das platzsparende Design reduziert Med-Pack eco das Verpackungsvolumen um bis zu 50 Prozent – und damit Materialverbrauch, Transportaufwand und CO2-Emissionen. Das Produkt wurde bereits national durch den Swiss Packaging Award ausgezeichnet. Die Preisverleihung des Worldstar findet am 8. Mai 2026 auf der Interpack in Düsseldorf statt.
03.02. – Der International Excellence Award 2026 geht an Biomediziner Ron Kikinis
Karlsruhe (KIT): Ron Kikinis, Professor für Radiologie an der Harvard Medical School (HMS) in Boston, ist der diesjährige Preisträger des „International Excellence Award of KIT“ und des „Fellowship of SCHROFF Foundation“. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Einladung zu einem Forschungsaufenthalt am KIT von bis zu sechs Monaten.Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) würdigt damit den weltweit anerkannten Experten auf den Gebieten der medizinischen Bildverarbeitung, der bildgestützten Therapie und der biomedizinischen Informatik.
Ron Kikinis gehörte als Postdoktorand zu den ersten Forschenden, die Methoden der Computer Vision und Bildanalyse systematisch in die Medizin einführten und damit ein neues wissenschaftliches Feld mitbegründeten. So schuf er wichtige Voraussetzungen für aktuelle Entwicklungen in KI-gestützter Diagnostik, personalisierter Medizin und digitaler Gesundheitsversorgung. Als ordentlicher Professor für Radiologie an der Harvard Medical School und Gründungsdirektor des Surgical Planning Laboratory am Brigham and Women’s Hospital in Boston befasst er sich heute mit den Themen globale Gesundheit und digitale Transformation in der Medizin.
Die Preisverleihung findet am 10. Februar im Senatsaal am Campus Süd des KIT statt.